We don’t need no education ?

So, wie in der Überschrift, hieß es ja in einem vermutlich bei vielen Menschen immer noch recht bekannten Song von Pink Floyd.

Allerdings wurde hier ein bisschen übersehen, dass eine doppelte Verneinung eigentlich eine verstärkte Zustimmung ist: ja, wir brauchen Bildung!

Wenn die fridays for future Demonstrationen nun wieder so losgehen sollten, dass dafür die Bildung auf den Müll geschmissen wird, nämlich freitags immer, dann wäre das ein Pyrrhussieg für die Demonstrierenden. Denn gleichzeitig möchte diese Gruppe ja am besten auch schon politisch wählen können und dürfen, also politische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, aber dafür braucht man eben Bildung. Geschichte, Sozialkunde, Ethik, Religion, Charakterbildung, Diskussionskultur, Rollendistanz, Ambiguitätstoleranz und Frustrationstoleranz beispielsweise.

We don’t need no education, also umgekehrt: ja, wir brauchen Bildung! Und ja, wir können auch gegen die Klimaerwärmung demonstrieren gehen, aber man sollte Klima nicht gegen Bildung ausspielen, denn es gibt ja noch genug Zeit, wann man demonstrieren kann, das muss nicht unbedingt immer freitags während der Schulzeit sein.

Zu dem Inhalt des Liedes von Pink Floyd kann man sagen, dass darin eine Art von schulischer Pädagogik vermittelt wird, die heutzutage glücklicherweise nicht mehr praktiziert wird. Die Pädagogik und Bildung haben weite Reformschritte gemacht und respektieren, zumindest in Deutschland, sehr die Würde und Individualität des Kindes bzw des Jugendlichen. Insofern aus heutiger Sicht also eine sehr überspitzte und falsche Darstellung von Schule, Bildung und Lernen in diesem Song, wenngleich der Song mit seiner Melodie, dem Rhythmus und dem vielen Menschen noch bekannten Text nach wie vor gut in den Ohren liegt. Ein kulturelles und musikgeschichtliches Highlight, aber keine Aussage über die aktuelle schulische Gegenwart.

4 Gedanken zu “We don’t need no education ?

    1. Na, die Band von Pink Floyd. Die hatten für die Aufnahme eine Schulklasse in dem Dorf XY (weiss nicht mehr den Namen) zu Hilfe gezogen und als „Dank“ dann mit etwa 2.000 Pfund „belohnt“, selbst aber mit ihrem wohl grössten Hit dann Millionen verdient und die Klasse daran nicht mehr teilhaben lassen.

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