Das Wahlalter senken auf 16 Jahre?

In den 70er Jahren wurde in Deutschland das Wahlalter von 21 auf 18 Jahren gesenkt, so liest man auf der Titelseite der aktuellen ZEIT. Warum also nicht das Wahlalter noch weiter senken, wo gerade die dringenden klimatischen Probleme primär nicht mehr die älteren Wähler betreffen dürften, sondern die jungen Menschen. Sollten sie nicht auch wählen dürfen?

Der Artikel beantwortet dies mit ja. Eine Frage lässt er aber aus.

Würde das Wahlalter für die Bundestagswahl in Deutschland auf 16 gesenkt werden, könnten die jungen Wähler also zwei Jahre früher wählen als bisher.

Umgekehrt heißt das aber, in zwei Jahren dürfen sie ohnehin wählen und womöglich ist dann ihr politischer Überblick weiter und gefestigter, als er das mit 16 ist.

Ist es nicht ein bisschen Panikmache, wegen diesen zwei Jahren nun das Wahlalter senken zu wollen? Und ist nicht im Umkehrschluss die Politik und die Demokratie so wichtig, dass Wähler durchaus eine gewisse Reife haben sollten, wenn sie zur Wahlurne schreiten? Denn, es könnte ja auch sein, anders, als in dem Artikel angedacht, dass die jungen Wähler nicht den Grünen oder der FDP zustreben, sondern einer extremen Partei. Und was dann?


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Kommentare

10 Kommentare zu „Das Wahlalter senken auf 16 Jahre?“

  1. Nein. Eindeutig nicht.
    Qua GG sind Volljährigkeit und Wahlrecht gekoppelt.
    Thema Geschäftstätigkeit.
    So ist es mit gutem Grunde.
    Und so sollte es auch bleiben.

  2. Laut dem Artikel aus der Zeit gibt es wohl bei einigen Kommunalwahlen die Möglichkeit, auch schon in jüngerem Alter zu wählen.

  3. Auf kommunaler Ebene gibt es diese Möglichkeit.
    Halte ich persönlich aber aus o.g. Gründen für bedenklich.

  4. Naja, wenn man z.B. einen Bürgermeister wählt, ist das vielleicht okay, unter Bürgern in einer Gemeinde können sich auch Jugendliche gut etwas vorstellen. Aber in Bezug auf die Bundestagswahl beispielsweise hätte ich da auch meine Vorbehalte.

  5. Akzeptiere ich gern.
    Gebe allerdings zu bedenken, dass noch keine Geschätsfähikeit besteht mit 16. Also z.B kein Vertrag im Fitnessstudio.
    Aber Wählen ?

  6. Ja, ist natürlich ein Argument. Keine Ahnung, wie das gehandhabt wird, hatte nur gelesen, dass es scheinbar bei einigen Kommunalwahlen möglich ist.

  7. Ist es. Und solange es auf kommunaler Ebene bleibt, kann ich damit leben.

  8. In dem Artikel auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe der ZEIT heißt es so: „Und warum sollte wählen, wer nicht strafmündig ist und nicht geschäftsfähig? Die Antwort ist einfach: weil Wählen ein Grundrecht ist. Will man es einem Menschen vorenthalten, muss das gut begründet und immer wieder geprüft werden. 18 Jahre als Schwelle fürs Wählen ist also mitnichten per se richtig. Schon länger dürfen in mehr als der Hälfte der Bundesländer 16- und 17-Jährige an den Kommunalwahlen teilnehmen.“

  9. Ja, ich auch

  10. Es sind derzeit schon viel zu
    viele „Kinder an der Macht“.

    Kinder und junge Leute sind Kinder und junge Leute. Sie müssen sich auf vielfältige Weise ausprobieren, sollten aber wichtige Entscheidungen nicht verantworten müssen. Dazu bedarf es die Erwachsenen-Reife ― die noch nichtmals bei vielen Erwachsenen gegeben ist.

    https://nirmalo.wordpress.com/geistige-reife/

    Kinder und Jugendliche sollten dagegen, wie auch jeder Erwachsene, die echte Möglichkeit haben (also nicht nur scheinbar), sich prinzipiell zu jedem Thema auf Augenhöhe einbringen zu können, und zwar via echter (!) Bürgerbeteiligung:

    https://nirmalo.wordpress.com/category/buergerbeteiligung/

    Wie lange wollen wir denn noch diese albernen Plakat-Wahlen aufführen?

    ◾ Das Wahlsystem als solches gehört dringend auf den Prüfstand und damit auch
    ◾ die Zusammensetzung der Abgeordneten in den Parlamenten.

    https://nirmalo.wordpress.com/eignung/

    Das Analphabeten-Kreuzchen ist entwürdigend, ebenso die Suggestion, damit habe man an an einer wichtigen Entscheidung mitgewirkt.

    Wir müssen uns viele Dinge
    mit frischem Blick ansehen.

    🌱

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