Nach den massiven Terroranschlägen im September 2001 ging die USA mit ihren Truppen nach Afghanistan. Auch die Verbündeten der USA, so z.b. Deutschland, schickte die Bundeswehr in dieses Land, um, so der damalige Verteidigungsminister Struck, dort die deutsche Sicherheit am Hindukusch angeblich zu verteidigen.
20 Jahre später ziehen nun die USA und ihre Verbündeten von dort wieder ab, unverrichteter Dinge. Man wollte dort Demokratie und Menschenrechte installieren, aber das schien nun irgendwie zu teuer geworden zu sein. Und nun zieht man sich wieder zurück, während die Taliban Dorf für Dorf und Region für Region zurückerobern. Aber was soll schon man machen, wenn die Demokratie und die Menschenrechte so teuer sind?
Relativisten begeben sich derweil auf die bequeme Position und sagen, es sei doch westliche Hybris, das westliche Modell von Demokratie und Menschenrechten jedem Land überstülpen zu wollen. Eine bequeme Position, und auch eine sehr preiswerte. Leidtragende sind die Menschen, die nun dem autoritären und restriktiven System der Taliban in Afghanistan ausgeliefert sind. Im Westen hingegen kann man sich nun mit Krokodilstränen auf die Schulter klopfen und von sich behaupten, man habe es ja immerhin versucht, aber man wolle ja niemandem etwas aufdrängen – und Freiheit und Menschenrechte würden ja ohnehin ein bisschen überschätzt.



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