Die Sicherheit am Hindukusch verteidigen

Nach den massiven Terroranschlägen im September 2001 ging die USA mit ihren Truppen nach Afghanistan. Auch die Verbündeten der USA, so z.b. Deutschland, schickte die Bundeswehr in dieses Land, um, so der damalige Verteidigungsminister Struck, dort die deutsche Sicherheit am Hindukusch angeblich zu verteidigen.

20 Jahre später ziehen nun die USA und ihre Verbündeten von dort wieder ab, unverrichteter Dinge. Man wollte dort Demokratie und Menschenrechte installieren, aber das schien nun irgendwie zu teuer geworden zu sein. Und nun zieht man sich wieder zurück, während die Taliban Dorf für Dorf und Region für Region zurückerobern. Aber was soll schon man machen, wenn die Demokratie und die Menschenrechte so teuer sind?

Relativisten begeben sich derweil auf die bequeme Position und sagen, es sei doch westliche Hybris, das westliche Modell von Demokratie und Menschenrechten jedem Land überstülpen zu wollen. Eine bequeme Position, und auch eine sehr preiswerte. Leidtragende sind die Menschen, die nun dem autoritären und restriktiven System der Taliban in Afghanistan ausgeliefert sind. Im Westen hingegen kann man sich nun mit Krokodilstränen auf die Schulter klopfen und von sich behaupten, man habe es ja immerhin versucht, aber man wolle ja niemandem etwas aufdrängen – und Freiheit und Menschenrechte würden ja ohnehin ein bisschen überschätzt.


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Kommentare

5 Kommentare zu „Die Sicherheit am Hindukusch verteidigen“

  1. Was wäre DEIN Vorschlag?

  2. Hmm, schwierig…. Aus ethischer Sicht aber problematisch, wie es jetzt läuft.

  3. Was wäre DEIN konstruktiver Vorschlag?

  4. Laut der aktuellen Printausgabe der ZEIT, S.45, waren die Verluste sehr hoch – Opfer im Krieg:
    – Ca. 3600 Soldaten der westlichen Allianz
    – 444 humanitäre Helfer
    – 47245 Zivilisten
    – 2442 US-Soldaten
    – 72 Journalisten
    – ca. 69.000 afghanische Sicherheitskräfte.

    Angesichts dieser Zahlen wäre vorab zu fragen gewesen, ob durch einen Einmarsch nach Afghanistan wirklich die Ziele erreicht werden, nämlich Terroristen ihren Unterschlupf zu nehmen.

    Falls ja, dann war das nächste Problem, dass man versuchte, Afghanistan die Demokratie zu bringen – was ein gutes Anliegen ist, aber nicht optimal funktioniert, wenn man sich nun zurückzieht.
    Vielleicht hätte man zumindest dieses Ziel nicht proklamieren sollen, wenn man es gar nicht erreichen kann.

  5. Und nun werden womöglich von der Regierung die Zivilisten bewaffnet, um sich gegen die vorrückenden Taliban zu wehren – was de facto in einem Bürgerkrieg münden und enden kann. Die Zahl der Opfer könnte also noch steigen.

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