Warum bloß?

Angesichts der weltweit ausgreifenden Coronapandemie stellt sich für viele Menschen die Frage, wie es denn sein kann, dass Gott so etwas zulässt.

Diese Frage nennt man die Theodizeefrage.

Sie stellt sich besonders im christlichen Bereich, weil man hier davon ausgeht, dass Gott die Schöpfung gut gemacht hat. Im buddhistischen Bereich beispielsweise ist diese Frage eigentlich nicht das Thema ist, weil buddhistisch gedacht die Welt ohnehin Leiden bedeutet, aus welchem man sich durch eigene Anstrengung herausarbeiten muss.

Es geht bei der christlichen Theodizeefrage im Kern darum, wie ein Gott, wenn er doch gut und allmächtig ist, es zulassen kann, dass unschuldige Menschen sterben. Ist Gott etwa nicht allmächtig? Aber dann wäre er nicht Gott. Oder ist er etwa nicht gut? Dann wäre er auch nicht Gott, sondern vielleicht das, was man als Teufel bezeichnet.

Weil die Frage durchaus komplex ist und auch in dieser Weise nur beantwortet werden kann, verweise ich auf einige Artikel zu diesem Thema, die sich hier finden können.

2 Thoughts

  1. Ist es ein Widerspruch, dass die Schöpfung „gut“ und „sehr gut“ und dass es trotzdem das Leid gibt?
    Nein, für mich ist es kein Widerspruch sondern liegt im Wesen der Schöpfung.
    Das Leid gibt es ja nicht nur für den Menschen, sondern für alles Lebendige auf der Erde.
    Die Frage: „Warum müssen unschuldige Menschen sterben!“ müsste dann eigentlich folgerichtig noch weiter gestellt werden: „Warum müssen unschuldige Lebewesen sterben?“
    Nur: das Sterben und das Leid hat eben nichts mit der Schuldfrage zu tun.

    Das Leid liegt im Wesen der Schöpfung, die einerseits „sehr gut“, aber eben nicht vollkommen ist.
    Denn gäbe es eine Vollkommenheit in der Schöpfung, dann wäre sie keinem Wandel unterworfen, denn das Vollkommene braucht sich nicht mehr zu wandeln. Dann aber gäbe es keine Jahreszeiten, keine Geburt, kein Wachstum und keinen Tod, kein Werden und Vergeben, keine Evolution.

    Bei der Frage nach dem Leid müssen wir – denke ich – unterscheiden zwischen dem Leiden an der Geschöpflichkeit, die im Wesen der Schöpfung begründet ist und dem Leid, dass von Menschen verursacht wurde.

    Und wenn wir als Menschen erfolgreich das Leiden bekämpfen, das seinen Ursprung im menschlichen Verhalten hat, dann sähe unsere Welt schon viel besser, friedlicher und gewaltfreier aus.

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