Kürzlich stellte ich spaßeshalber einmal die These in den Raum, ob Rinder, die ihr gesamtes Leben lang nur vegetarische Kost zu sich nehmen, nicht so eine Art Pflanze seien.
Und falls ja, wären dann nicht auch Vegetarier, die vielleicht schon in der zehnten Generation nur Früchte, Gemüse und Salat essen und vielleicht etwas Milchprodukte naschen, nicht auch so eine Art Pflanze ? Und wenn sie eine Pflanze wären, besäßen sie dann überhaupt Menschenrechte, so als Pflanze ?
Der Denkfehler in dieser humoristischen Betrachtung ist, dass von der Behauptung ausgegangen wird: du bist, was du isst.
Das ist aber in diesem tieferen ontologischen Sinn falsch. Denn letztlich sind alle Lebewesen auf der Erde aus Atomen aufgebaut, die wiederum Moleküle bilden, welche dann in unterschiedlicher Zusammensetzung eben Lebewesen ergeben. Wir haben im Prinzip zunächst alle dieselben Grundlagen.
Unterscheiden tun sich die Lebewesen nur durch die Information. Also nur dadurch, wie die Bausteine des Lebens in welcher Zusammensetzung arrangiert und angeordnet sind.
Ein Mensch ist deswegen ein Mensch, weil die Informationen seines Erbgutes dafür sorgen, dass aus den Grundbausteinen des Lebens eben ein menschliches Wesen entsteht. Weitgehend unabhängig davon, was er isst.
Drum ist ein Mensch, auch, wenn er sich rein vegan oder vegetarisch ernährt, ein Mensch – weil eben von der Information her das Menschsein in ihm angelegt ist.
Ein Tier ist aus demselben Grund ein Tier und eine Pflanze eine Pflanze.
Wenn man den Gedanken aber weiterdenkt, dass wir alle aus denselben Grundbausteinen, wenn auch in unterschiedlicher Zusammensetzung, aufgebaut sind, sollte man wohl jedem Lebewesen einen gewissen Respekt entgegenbringen. Denn wir sind alle vom selben Wesen. Nur die Informationen in unserem Erbgut sind anders.



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