Roland Kopp-Wichmann. Ich musste eine wichtige berufliche Entscheidung treffen und mein Team hatte ganz unterschiedliche Ansichten und Ratschläge dazu:
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“Folge Deiner Berufung”, sagte der Visionär.
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“Du musst auch an die Verdienstmöglichkeiten denken”, gab der Realist zu bedenken.
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“Warum nur zwei Alternativen? Es gibt doch sicher noch mehr Optionen”, riet der Kreativdirektor.
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“Du bist zu alt für Experimente”, mahnte der Sicherheitsbeauftragte.
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“Denk an Deine Rente”, mahnte Mutter.
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“Das ist alles viel noch zu unausgereift, zu wenig durchdacht” nörgelte der Perfektionist.
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“Nun grübel nicht noch länger darüber, entscheide Dich endlich!”, drängte der Ungeduldige.
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“Solche Entscheidungen darf man nicht übers Knie brechen. Du brauchst noch mehr Zeit!”, empfahl der Bedenkenträger.
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“Wie lange dauert denn das hier noch? Ich hab Hunger.”, jammert der Azubi.
Dieses Teammeeting hat tatsächlich stattgefunden. Vor achtunddreißig Jahren. Ich hatte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg mühevoll erworben und wusste nicht genau, was ich studieren wollte. Kunst oder Psychologie?
Aber das Meeting fand nur in meinem Kopf statt.
Wahrscheinlich kennen Sie das auch. Man schlägt sich mit einer Idee oder einer Entscheidung herum und kann beobachten, dass…>mehr.
foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de



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