Nahost-Konflikt: US-Unterhändler lässt Israel-Reise platzen

American Special Envoy George Mitchell Meets Israeli Leadership

Israel verprellt die USA: Aus Ärger über den Siedlungsbau in Ost-Jerusalem hat der US-Gesandte Mitchell seine geplante Vermittlungsreise verschoben – nur Stunden vor den ersten Terminen. In der Stadt kam es zu Ausschreitungen.

Jerusalem – Die Regierung in Washington ist verärgert über den Siedlungsbau in Israel. Der US-Gesandte George Mitchell hat seine geplante Nahost-Reise wegen des Streits um den Bau von 1600 Wohnungen im arabischen Teil Jerusalems verschoben. > mehr.

foto:picapp.com:U.S. Special Envoy George Mitchell (R) follows Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu into his office for their meeting September 15, 2009 in Jerusalem. Mitchell told Netanyahu that he is hopeful the U.S. and Israel can reach agreement on the future of settlement construction in the West Bank.


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Kommentare

26 Kommentare zu „Nahost-Konflikt: US-Unterhändler lässt Israel-Reise platzen“

  1. Da ist er wieder, der deutsche Qualitätsjournalismus …

    Was SPIEGEL ONLINE entweder nicht weiß oder aber bewußt verschweigt: die genannten Ausschreitungen in Jerusalem standen in überhaupt keinem Zusammenhang mit den geplatzten Verhandlungen, sondern wurden anläßlich der gestrigen Einweihung der wiedererrichteten Hurva-Synagoge von der Hamas angezettelt.

    Wer die Geschichte der Hurva-Synagoge kennt, dem wird schnell klar, wie doppelzüngig sich diejenigen Palästinenserführer verhalten, die sich scheinheilig über den israelischen Wohnungsbau empören, umgekehrt aber zur Gewalt aufrufen angesichts eines jüdischen Heiligtums, dessen (Vor-)Geschichte bis ins zweite Jahrhundert zurückreicht und das im Laufe der Zeit mehrere Male von muslimischer Seite zerstört wurde, zuletzt 1948 im Unabhängigkeitskrieg.

    Solche Nachrichten werden hier laufend ungefiltert weitergereicht und sorgen damit für die fortschreitende Desinformation verblödeter Leser, die meinen, schon alles über den Nahost-Konflikt zu wissen und deshalb einseitig die Palästinenser in ihrer Sache unterstützen zu müssen.

  2. Anbei der Kommentar, den ich auf SPIEGEL ONLINE zum Thema geschrieben habe, der allerdings entweder noch in Bearbeitung ist oder nicht freigeschaltet wird – immerhin ist das wieder einmal eine peinliche Sache für die hiesige Nahost-Berichterstattung.
    ___

    Bravo, SPIEGEL ONLINE – da haben Sie sich ein schönes Eigentor geschossen!

    Was Sie entweder nicht wissen (unabhängige und ausgewogene Recherche Fehlanzeige), oder aber bewußt verschweigen: die genannten Ausschreitungen in Jerusalem standen in überhaupt keinem Zusammenhang mit den geplatzten Verhandlungen, sondern wurden anläßlich der gestrigen Einweihung der Hurva-Synagoge von der Hamas angezettelt.

    Das paßt ins Bild – hätten Sie die Sachlage korrekt dargestellt, die ganze bittere Ironie dieses Ereignisses wäre zumindest informierten Lesern sofort ins Auge gesprungen: Wer die Geschichte der Hurva-Synagoge kennt, dem wird schnell klar, wie doppelzüngig sich diejenigen Palästinenserführer verhalten, die sich scheinheilig über den israelischen Wohnungsbau auf angeblich seit jeher „palästinensischem Boden“ (und damit ist natürlich nichtjüdischer Boden gemeint) empören, umgekehrt aber zur Gewalt aufrufen angesichts eines jüdischen Heiligtums, dessen (Vor-)Geschichte bis ins zweite Jahrhundert zurückreicht und das im Laufe der Zeit mehrere Male von arabischer Seite zerstört wurde, zuletzt 1948 im Unabhängigkeitskrieg.

    Ihnen, SPIEGEL ONLINE, scheint diese bittere Ironie also entweder verborgen geblieben zu sein – oder aber sorgen Sie vorsätzlich für die fortschreitende Desinformation ach so „kritischer“ Leser, die zwar meinen, schon alles über den Nahost-Konflikt zu wissen, tatsächlich aber ganz einfach billiger pro-palästinensischer und letztlich anti-jüdischer Propaganda unterliegen.

    Vielleicht hilft dieser Hinweis ja diversen Vorrednern, die sich für die bewandertsten und kompetentesten Friedensstifter halten, über ihren Sofarand, nämlich den von SPIEGEL ONLINE und ähnlich einseitiger europäischer Berichterstattung, hinwegzusehen und sich einmal wirklich zu informieren, statt sich nur verblöden zu lassen.

  3. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    „jüdischen Heiligtums, dessen (Vor-)Geschichte bis ins zweite Jahrhundert zurückreicht“

    Laut Wikipedia wurde die Synagoge erstmals 1856 erbaut.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hurva-Synagoge

  4. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    Tobias Lampert, am 16. März 2010 um 12:30 pm sagte:

    Da ist er wieder, der deutsche Qualitätsjournalismus …
    Was SPIEGEL ONLINE entweder nicht weiß oder aber bewußt verschweigt: die genannten Ausschreitungen in Jerusalem standen in überhaupt keinem Zusammenhang mit den geplatzten Verhandlungen“

    Wenn du keinen Zusammenhang siehst, heisst das noch lange nicht, dass es ihn nicht gebe. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang:

    „Aus Verärgerung über die Einweihung der restaurierten Hurwa-Synagoge in der Altstadt von Jerusalem hatte die radikalislamische Hamas für heute zu einem „Tag der Wut“ aufgerufen. Die Palästinenser hatten die Feierlichkeiten vom Montag nach den jüngsten Ankündigungen zum Siedlungsausbau als neue Provokation empfunden.“
    http://de.news.yahoo.com/2/20100316/tpl-us-nahostgesandter-verschiebt-kurzfr-ee974b3.html

  5. @leuchtfeuer:

    Das kommt davon, wenn man seine Bildung zum Nahost-Thema nur aus einem unvollständigen Wikipedia-Artikel und vom Hörensagen hat …

    Ausgrabungen an der Stelle weisen aber nun einmal darauf hin, daß dort bereits im zweiten Jahrhundert eine Synagoge gestanden hat. Eben deshalb habe ich von der „(Vor-)“Geschichte gesprochen. Die sog. Hurva-Synagoge ist freilich erst viel später erbaut worden.

  6. @leuchtfeuer:

    Die Feierlichkeiten zur Wiedereinweihung der Hurva-Synagoge standen schon seit Monaten fest – also gibt es auch keinen Zusammenhang mit der aktuellen Siedlungsbau-Situation.

  7. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    „Israel verprellt die USA: Aus Ärger über den Siedlungsbau in Ost-Jerusalem hat der US-Gesandte Mitchell seine geplante Vermittlungsreise verschoben – nur Stunden vor den ersten Terminen.“

    Israel wird wie immer in der Vergangenheit mit Sicherheit auch weiterhin Frieden und 2-Staatenlösung verhindern, da letztere lt. Likud-Charta verboten ist und die Wahnvorstellungen der zionistischen Fanatiker vom Eretz Israel (Groß-Israel) zunichte machen würde.

  8. Im übrigen wurde dieser „Tag des Zorns“ anläßlich der Synagogen-Einweihung schon vor Wochen immer wieder propagiert, der Wiederaufbau der Synagoge hat ja nun nicht erst gestern stattgefunen … Das Zusammenfallen mit der Ankündigung des Siedlungsausbaus ist daher allenfalls eine willkommene Verstärkung, keinesfalls aber Grund oder Auslöser der Unruhen. Eben das aber suggeriert SPIEGEL ONLINE in seinem Artikel.

  9. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    „Das kommt davon, wenn man seine Bildung zum Nahost-Thema nur aus einem unvollständigen Wikipedia-Artikel und vom Hörensagen hat …

    Ausgrabungen an der Stelle weisen aber nun einmal darauf hin, daß dort bereits im zweiten Jahrhundert eine Synagoge gestanden hat. “

    Quelle? Beweis?

    Warum änderst du Wikipedia nicht entsprechend?

  10. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    „Im übrigen wurde dieser “Tag des Zorns” anläßlich der Synagogen-Einweihung schon vor Wochen immer wieder propagiert“

    Jerusalem wird international nicht als Hauptstadt Israels anerkannt. Der Ostteil der Stadt ist zwar wie das restliche WJL von Israelbesetzt, gehört aber nach internatiolem Recht den Palästinensern. Dort eine Synagoge zu bauen wird daher von den Moslems als Unrecht und Affront empfunden.

  11. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    Nochmal der Zusammenhang, der tatsächlich besteht:

    Die Palästinenser hatten die Feierlichkeiten vom Montag nach den jüngsten Ankündigungen zum Siedlungsausbau als neue Provokation empfunden.”
    http://de.news.yahoo.com/2/20100316/tpl-us-nahostgesandter-verschiebt-kurzfr-ee974b3.html

  12. Avatar von leuchtfeuer
    leuchtfeuer

    Zu diesem Thema werde ich mich erst wieder melden, wenn wider jedes Erwarten (sogar Biden hat sich als Zionist geoutet) doch Fortschritte in Richtung Frieden bzw. 2-Staaten-Lösung erzielt werden sollten.

  13. Das begrüße ich sehr – dann bleiben wir hier wenigstens vorübergehend vor Deinen Antizionismen, Antijudaismen und Antisemitismen verschont. Sorry, aber das mußte ich einfach mal loswerden.

    Ein echter Zusammenhang zwischen dem „Tag des Zorns“ und dem Siedlungs-Ausbau besteht auch dann nicht, wenn er ständig wiederholt wird. Noch einmal: Aufrufe zu einem „Tag des Zorns“ gab es anläßlich der angekündigten Einweihung und auch schon während des Wiederaufbaus der Hurva-Synagoge immer wieder, sie wurden nicht erst durch den aktuellen Konflikt um den Siedlungs-Ausbau verursacht. Es handelt sich, wie oben bereits geschrieben, allenfalls um einen empfundenen Zusammenhang, nicht um einen tatsächlichen.

    Was die Ausgrabungsbefunde, die nun wirklich kein Geheimnis sind, angeht: Du kannst dazu die einschlägige archäologische bzw. ortskundliche Fachliteratur lesen – z. B. Band 4 von Küchlers „Orte und Landschaften der Bibel. Ein Handbuch und Studien-Reiseführer zum Heiligen Land“, oder spezifischer den Artikel „Jerusalem, the Old City – the Jewish Quarter, the Hurva Synagogue“ von Hillel Geva und Oren Gutfeld in Ausgabe 117 der Zeitschrift „Hadashot Arkheologiyot – Excavations and Surveys in Israel“, etc. Bei der Gelegenheit kannst Du Dich dann auch einmal über die Geschichte von Judentum und Islam (insbesondere Datierungsfragen …) sowie über die Besiedlungsgeschichte Palästinas informieren, dann kommen so absurde Festellungen, eine Synagoge (die, wie gesagt, ihre Vorläufer dort schon im zweiten Jahrhundert hat) dürfe dort nicht gebaut werden, gar nicht erst zustande. Noch besser: reise doch einfach selbst mal nach Israel und mache Dir dort wirklich ein Bild von der Lage.

  14. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Nun, ich halte eine Diskussion ueber solche Fragen mit dem Archologenschippchen in der Hand fuer wenig sinnvoll.

    Was Israel in den international akzeptierten Grenzen (denen von 1967) macht, ist primaer Israels Sache, was in den anderen Gebieten des ehemlg. Mandatsgebietes macht, ist schon schwieriger.

    Anderseits: Mit welcher Seite sollte israel verhandeln: Die Hamas, als Freischaerler, die die Existenz Israels rundweg ablehnen, ist da wohl kaum geeignet. Sollange die Palestinenser nicht in der Lage sind, reputable Vertreter zu bestellen, sollen sie sich auch nicht wundern, dass Israel das macht, was es fuer richtig haelt.

  15. @Rheinlaender:

    Ich sage ja nicht, daß es leicht sei, in Ostjerusalem mit jüdischem Kulturerbe umzugehen. Ich habe den Verweis auf die Geschichte der Hurva-Synagoge gemacht, weil es mittelfristig nur zwei Möglichkeiten zu geben scheint:

    Entweder, man lebt damit, daß es ab und zu zu Aufregern kommt (z.B. anläßlich der Wiedererrichtung eines jüdischen Kulturerbes), oder man verzichtet auf die Aufreger, gibt damit aber auch dieses Kulturerbe dem Untergang preis.

    Was mit für das Judentum immens bedeutsamen Heiligtümern geschieht, wenn Israel die Kontrolle darüber aufgibt, kann man z.B. am bzw. auf dem Tempelberg erleben – dort werden mögliche Spuren der beiden Tempel mutwillig zerstört, um einem Moscheeneubau Platz zu machen. Da werden Steine achtlos und mutwillig auf den Bauschutt geschmissen, die für einen frommen Juden eine Welt bedeuten und die zur Identität des jüdischen Volkes gehören.

    Schon diese Umstände entlaven alle diejenigen als weltfremde und ahnunglose Fernkommentatoren, die Ostjerusalem einfach mal so den Palästinensern zuschreiben wollen. Während im Staate Israel Angehörige nichtjüdischer Religionen ihren Glauben frei praktizieren können, wird seitens palästinensischer Machthaber alles unternommen, jüdische Spuren in Palästina zu leugnen, zu verwischen, zu vernichten.

  16. Was ich damit sagen will:

    Ich denke zwar ebenfalls nicht, daß man mit dem Ausgrabungsschippchen in der Hand Politik machen sollte – wohl aber sollte die Politik dort so gestaltet werden, daß überhaupt die Möglichkeit fortbesteht, ein Ausgrabungsschippchen in die Hand zu nehmen …

  17. @Tobias

    Es geht hier aktuell aber überhaupt nicht um Ausgrabungen, sondern darum, dass Israel 1600 Siedlungen auf Land baut, das ihm nicht gehört. Das sieht praktisch die ganze Welt so.

    Würden Deutsche beispielsweise widerrechtlich eine Siedlung in einem anderen Land bauen, würde ich das verurteilen.

    Wenn Israel Siedlungen in einem Landstrich baut, der ihm nicht gehört, verhindert dies zudem den Friedensprozess. Da ich Frieden unterstütze und Krieg als etwas teuflisches betrachte – um etwas bildlich zu sprechen – , finde ich das Bauvorhaben dort recht bedenklich. Es ist ja auch so, dass in jede der Wohnungen sicherlich nicht nur eine Person einziehen wird, sonder wohl mehrere. Und einher geht damit dann sicherlich auch ein weiterer Ausbau der Infrastruktur (Läden, Geschäfte, etc. ). Die 1600 Wohnungen sind somit nicht etwa ein Schlußpunkt, sondern bedeuten, dass die Entwicklung fast schon zwangsläufig in dieselbe Richtung weitergehen wird.

    Und das wird – so sehen es die USA und auch die Bundesregierung offensichtlich – einen Frieden im Nahen Osten sehr erschweren.

    Wenn Du also auch eher für Frieden bist, als für Krieg, eher dafür, dass Menschen leben, anstatt sich die Köpfe einschlagen, kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum Du dieses Bauvorhaben gut findest.

    Noch einmal: es ist ein Bauvorhaben auf Land, das Israel nicht gehört.

  18. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    @theolounge

    Das Problem ist insofern komplexer, als das Israel seit 1967 Gebiete besetzt haelt – und damit die defacto Staatsgewalt dort ausuebt – die zu keinem anderen Staat gehoeren. Der ICJ hat in seinem Gutachten zur dort gebauten Mauer Grundsaetze der Haager Landkriegsordung bezueglich der Herrschaft in besetzten Gebieten als Voelkergewohnsrecht angewendet und zumindest diesen Mauerbau fuer teilweise unrechtmaessig erklaert.

    Die Grundsaetze dieses Urteils auf den Siedlungsbau angewendet wuerde bedeuten, dass dieser illegal sei.

    Anderseits: Fuer eine wirkliche Friedensloesung bedarf es Verhandlungspartner, die zu Kompromissen bereit sind. Das ist im Falle der Hamas, zumindest nach Selbstdarstellung und wohl auch nach ihren Taten, nicht erkennbar.

    Zu den Zusicherungen, die Israel auf jeden Fall verlangen muss, gehoeren Sicherheitsgarantien, die ueber blossen Verlautbarungen hinaus gehen. Die Geschichte biete hier etliche Modelle, wie den Status der Festung Luxemburg zwischen 1815 und 1866 mit komplexen Besetzung- und Stationierungsrechten, etc. Mit etwas Phantasie liessen sich auf diese Region Loesungen finden.

    Solange solche Zusicherungen nicht gegeben werden, weil eben keine Verhandlungsbereitschaft besteht und man statt dessen mit religoesen Fanatismus und im vermiedlichen Besitz der letzen Wahrheit Absolutforderungen stellt, wird Israel das tun, was es fuer seine Sicherheit fuer notwendig haelt.


    Ich mag hier wirklich kein Urteil faellen.

  19. @ Rheinlaender

    Wenn Israel interessiert ist daran, dass der Friedensprozess in Gang kommt, handelt es sehr unbesonnen, wenn es diesen Wohnungsbau vorantreibt – der ja ein gewaltiger Stein des Anstosses ist für viele.

    Bin dann mal offline.

  20. @theolounge:

    Da möchte ich Dich doch bitten, meine Beiträge noch einmal zu lesen. Ich habe mit keinem Wort geschrieben, daß ich die Siedlungs-Pläne befürworte. Ich habe ausführlich dargelegt, daß SPIEGEL ONLINE völlig daneben liegt, wenn es den Grund für den von der Hamas ausgerufenen „Tag des Zorns“ in der Ankündigung neuer Siedlungsvorhaben verortet. Dem ist faktisch nicht so, wovon man sich z.B. bei Haaretz und diversen anderen Medien, die nahe dran sind, überzeugen kann.

    Der jüngste Aufruf, der dann auch zu den Unruhen in Jerusalem geführt hat, war explizit auf die Wiedereinweihung der Hurva-Synagoge bezogen, nicht auf die Siedlungspläne! Und, nein, die Hurva-Synagoge ist nicht Teil dieses Siedlungsprojekts, falls Du davon ausgehst … 😀 (Ich gewinne aus den ein oder anderen Kommentaren zu diesem Themenfeld hier oft den Eindruck, daß hier einige Leute von Dingen reden, von denen sie nicht einmal ansatzweise eine historische, geographische oder sonstige Vorstellung haben, die man eigentlich zur Voraussetzung für eine sinnvolle Diskussion machen sollte.)

    SPIEGEL ONLINE scheint das herzlich egal zu sein, verbreitet es diese Falschmeldung doch in weiteren Beiträgen weiter (obwohl mittlerweile mehrere Leser die Redaktion darauf hingewiesen haben) – das kann man dann eigentlich nur noch als vorsätzliche Lüge werten. Wenn Du Dein gesammeltes Wissen über die Siedlungsproblematik freilich aus solchen „Qualitätsmedien“ beziehst, verwundert es kein bißchen, daß die Lösung des Konflikts für Dich so einfach gelagert ist. Du sitzt dann einfach einer völlig unbrauchbaren Simplifizierung des Problems auf.

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