Rudolf Bultmann: Abgehobene Theologie

glauben kwerfeldeinRudolf Bultmann meinte, christlich glauben zu können, obwohl, wie er behauptete, von Jesus fast alles erdichtet sei. Er prägte damit eine ganze Theologengeneration, weit über Deutschland hinaus. Der 125. Geburtstag des protestantischen Theologen (1884-1976) heute kann zum Anlass genommen werden, über die verheerenden Folgen seines Wirkens für Theologie und Kirche nachzudenken. > mehr.

foto: kwerfeldein,flickr.com


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Kommentare

71 Kommentare zu „Rudolf Bultmann: Abgehobene Theologie“

  1. Das ist der Satan des Protestantismus und wenn man das nicht aufarbeitet, wird die Kirche daran zugrunde gehen, das ist sicher. Weil sie auf Sand gebaut ist.

  2. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Was soll das den nun wieder? Allgemeines Bultmann-Bashing aus Erinnerung an die gute alte Zeit?
    Verheerend sind meiner Meinung nach eher die Folgen der Evangelikalen, wenn man sich ansieht wie Bush im Irak gewütet hat, beispielsweise. Christlich kann ich das nicht nennen.
    Was hat Bultmann denn getan? Er hat sich Gedanken gemacht, wie ein Mensch in der heutigen Zeit noch etwas mit der biblischen Heilsbotschaft anfangen kann. Und das in einer Zeit, als immer mehr Menschen dem Evangelium den Rücken zuwandten.
    Hängt der Glaube denn an Wundern? Glaubt man, weil Jesus dies und das getan hat, lat Bibel? Oder glaubt man, weil Gott durch den Heiligen Geist ins Leben getreten ist.
    Wen interessiert es, ob Jesus übers Wasser ging? Wenn nicht, starb Er nicht trotzdem für unsere Schuld?
    Wen interessiert es, ob das Grab leer war? Ist Gott nicht trotzdem in unserem Leben?
    Wieso hackt man dermaßen auf Details herum, die nichts auswirken. Glaubt Ihr an Gott, oder glaubt Ihr an die Autoren der Bibel?
    Stand nicht irgendwo: Du sollst keine anderen Götter…?

    Gottes Segen
    De Benny

  3. Naja, einen Unterschied gibt es schon. Im Islam ist Gott beispielsweise eher transzendent, man kann ihn nicht sehen, er schickte seinen Propheten.

    In christlicher Vorstellung wurde Gott Mensch und lebte unter den Menschen. Dies wurde durch seine tatsächliche Auferstehung so als richtig erlebt.

    Wenn man nun konstruiert, dass die Auferstehung ja nur im Geiste der Jünger vor sich ging, dann hat man auch einen: Propheten. Dann war Gott wohl nicht als Mensch auf der Erde, sondern gab den Menschen und den Jüngern nur die entsprechenden Visionen und Gedanken ein. Ist natürlich auch ein Denkansatz. Vielleicht einer, der die 3 abrahamitischen Religionen mehr verbindet. Der aber auch seine Gotteserwartung mehr ins Transzendente verlagert dann. Das ist das Problem dabei.

  4. Naja, weißt du, ich glaube man verliert schnell den Glauben und glaubt dann an sich selbst. Die Kirchen haben keine Grundlage mehr und wenn sie keine Grundlage mehr haben (das ist eigentlich Jesus Christus), dann sind sie hohl.
    Wenn man sich nur auf sich selbst verlässt, auf seine Erfahrungen, auf sein Wissen, dann kann man nicht weit kommen. Denn man ist leider nicht allwissend geboren. Nun, wer sind denn diese Götter, hm? Der Bauch z.B. wird von Paulus als anderer Gott beschrieben.
    Ich glaube, dass Menschen wie Bultmann eigentlich insgeheim Agnostiker sind und sich das bloß nicht eingestehen wollen. Ich meine, dann kann man religiös leben und so. Aber was ist daran noch christlich? Dann sollte man lieber ehrlich sein und sagen: Mit dem Christentum kann ich nichts anfangen, aber alles wissen tu ich nun mal nicht. Religion schließt ja mit ein, dass man ein gemeinsames Bekenntnis hat, wenn man das nicht will, und alles für egal erklärt, dann ist auch die Kirche letztlich egal und ich glaube darum, dass es soviel Kirchenaustritte gibt.

    Die Evangelikalen haben ja mehr Erfolg- sie wirken also auf viele Menschen anscheinend glaubwürdiger. Ich behaupte, dass sie oft über einen Kamm geschert und unterschätzt werden. Wir glauben nämlich zu viel den Medien, denke ich. Wie viele Evangelikale kennst du denn persönlich?

  5. Sorry, theolounge und ich haben wohl gleichzeitig geschrieben, ich stimme ihm da absolut zu, aber meine Nachricht war an Benjamin gerichtet!!

  6. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Mir ist keine Stelle bekannt, an der Bultmann Christus zum Propheten degradiert. Er unterscheidet nur zwischen dem historischen Jesus, über den nicht besonders viel gesagt werden kann, und dem verkündeten Christus, der aber nicht mit dem historischen Jesus übereinstimmen muß (aber wohl kann).

    Es geht doch darum, daß unser Glaube nicht an die historische Wissenschaft geknüpft ist, sondern an die Verkündigung. Was ach immer historisch war, bzw nachgewiesen werden kann, ist ziemlich irrelevant gegenüber der Verkündigung. Bultmann-Schüler wissen das. Evangelikale laufen Gefahr bei historischen Ergebnissen die gegen den Glauben sprechen entweder den Glauben zu verlieren, weil sie es jetzt nicht mehr glauben können, oder aber die historische Wissenschaft komplett zu verwerfen, und damit vielleicht gar alle Wissenschaft per se als des Teufels abzustempeln.
    Dabei hat Wissenschaft nichts damit zu tun, was wir im Glauben Wahrheit nennen.
    Diese Unterscheidng ist wichtig. Und sie kommt, wenn ich mich nicht irre, aus der Bultmannschule. Jeder Schritt dahinter zurück wäre ein Rückschritt, weil dadurch die Verkündigung wieder der historischen Wissenschaft nachgeordnet wird, bzw zu dieser in Konkurrenz tritt.

  7. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Wie viele Evangelikale ich persönlich kenn? Kommt drauf an, wie man den Begriff umreißt. Unter Umständen würde ich mich selbst dazu zählen, weil mir das Evangelium ja auch nicht ganz schnuppe ist. Nur glaub ich eben an Gott, nicht an die Bibel…

    Bultmann als Agnostiker zu bezeichnen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich geb zu, viel hab ich von ihm noch nicht gelesen, aber gerade der Aufsatz zur Entmythologisierung hat mir deutlich gemacht, daß es ihm eben doch um Christus geht, und nicht m irgend eine Religiösität. Er gehörte ja durchaus zur Dialektischen Theologie wie Barth, auch wenn sie sich dann in die Harre kriegten…

    Je nachdem wie man Evangelikale fasst, find ich sie nicht gerade glaubwürdiger. Die exrtrem Radikalen zum Beispiel scheinen mir ziemlich viel Eisegese zu betreiben, das heißt sie nehmen die Bibel als letzte Instanz und lesen aber immer genau das rein, was sie schon immer für wahr hielten. Geht in Richtung Pharisäer, aber wie gesagt, trifft nur auf einige Radikale zu.
    Deshalb find ich auch, der Erfolg kann kein Kriterium sein. Mir geht es um die Wahrheit, nicht darum, bei der erfolgreichsten Gruppierung mitzumachen.

  8. Ja, genau das meine ich: Die Trennung zwischen Wissen und Glauben, der alleinige Wahrheitsanspruch der Wissenschaft ist naiv und wird den Glauben, die Kirche zerstören. Ich meine, man glaubt ja nicht, weil es einem so gut damit geht, sondern weil man es wirklich als wahr erachtet in einem weiteren Sinn. Die Wissenschaft arbeitet nur mit sehr begrenzten Mitteln und sagt etwas über Dinge aus, die über dem praktischen Leben liegen. Alles andere ist Wissenschaftsglaube. Wissenschaft ist heute v.a. Technik.

  9. Was zum Problem der Entmythologisierung etc…. gerade gefunden auf http://www.relilounge.de

    http://www.postmoderne-theologie.de/de/entmythologisierung.html

    hab grad zu wenig zeit zum mitdiskutieren…

  10. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Genau das ist es. Und alles, was über Jesus historisch ausgesagt wird, gehört in die Wissenschaftsschine. Alles, was in die Glaubensschine gehört, ist der verkündigte Christus.
    Wenn man nun hingeht nd immer auf historischen Fakten rumreitet, dann begibt man sich auf die Wissenschaftsschiene, wo man doch vom Glauben spricht. Bultmann hat das klar getrennt. Ihm deshalb Unglauben zu attestieren find ich ein bißchen… fragwürdig.

  11. D.h. Jesus- der ganz Mensch und ganz Gott war, hat für dich keinerlei historische Grundlagen. Jetzt sag ich dir aber mal was: In den Mythen, in allen Religionen eigentlich gibt es Auferstehung, da war Jesus nicht der erste. Ist also nicht unbedingt nur christlich. Das Besondere am Christentum ist ja, das Jesus leiblich auferstanden ist und ohne das hat das Christentum keinen Existenzanspruch, darauf baut es sich auf: Dass Jesus wahrhaftig auferstanden ist, fleischlich.
    Sonst ist die Predigt umsonst, sagt Paulus, wenn das nicht wirklich geschah und oft erscheint mir das auch so.
    Es geht dir um die Wahrheit, aber was ist Wahrheit, wer sagt dir, was Wahrheit ist?

  12. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Die historische Grundlage ist mir nicht so wichtig. Natürlich glaube ich, daß Jesus auferstanden ist…
    Aber das ist eben der verkündigte Christus, nicht der historische Jesus der liberalen Theologie. In der liberalen Theologie wurde ja alles ausgeschieden, was nicht historisch belegbar war.
    Bultmann hat sich ja gerade dagegen gewandt…
    Das besondere am Christentum ist nicht, daß Jesus leiblich auferstanden ist. Auch das hat man in anderen Mythen. Das Besondere ist, daß Gott Mensch wurde und unsere Schuld auf Sich nahm. Das gibt es so nirgends sonst, das ist auch bei allen anderen anstößig. Erfahr ich immer wieder beim Gespräch mit Muslimen, Atheisten etc…
    Gott hat da höchstens die Rolle des gerechten Richters, der es den Sündern mal so richtig zeigt. Das ist bei uns anders. Da liegt der Unterschied.
    Natürlich hat Paulus recht, wenn er sagt, ohne die Auferstehung ist alles hinfällig. Aber wenn ich Bultmann recht verstehe, lehnt er die Auferstehung des verkündigten Christus ja nicht ab. Er stellt bloß die historische Auferstehung in Frage. Und nein, ich folge ihm da nicht, aber auch er ist Kind seiner Zeit.
    Für mich ist es aber, historisch gesprochen, egal, ob Jesus auferstanden ist. Wenn man mir Seine Knochen zeigen kann, wird das nichts am Glauben ändern, weil der eben am verkündigten Christus hängt. Und der ist auferstanden. Historisch kann man nur sagen, daß irgend etwas passiert ist, das die Jünger dazu gebracht hat, den Auferstandenen zu verkündigen. Die Auferstehung ist mit der Methode der historischen Wissenschaft nicht zu belegen. Das ist alleine eine Glaubenssache.

  13. Ich denke, das Problem bei der Auslegung ist dann eben, dass die Theologie nicht auf der Bibel aufbaut (weil nicht wissenschaftlich akzeptiert) und darum Pfarrer, die ausgebildet sind, kaum den Glauben weitergeben können, weil sie ihn nicht gelernt haben, sondern nur die Wissenschaft. Und was historisch sicher ist am Christentum, das kann man auf ein Karteikärtchen schreiben, das wird kein Evangelikaler bestreiten. Der Unterschied ist: Die halten für wahr, was in der Bibel steht. Wenn ich als Pfarrer aber mit dem Anspruch in die Kirche gehe: Kann man glauben oder nicht, dann kann man auch nicht predigen, weil man keine Grundlage hat.

  14. Für mich persönlich macht es auch keinen Sinn, wenn man die Auferstehung als bloß im Geiste geschehen abtut, weil man dann eigentlich in ein bloßes Gedankengebäude kommt. Fraglich irgendwo….auch, wenn das Anliegen ein gutes ist. Gab es eine riesige Bewegung, die das Christentum begründete, weil objektiv nichts passiert war ? Weil die Jünger eine Vision hatten ?
    Nun, es ist natürlich denkbar. Aber irgendwie hänge ich mehr an der Vorstellung, zb die Auferstehung nicht als bloße Vorstellung zu sehen, sondern als irgendwie real. Auch der Urknall scheint real zu sein, obwohl man ihn sich nicht vorstellen kann.

    Naja, wie auch immer, hier paar gute Links zur Religionskritik:

    Rudolf Bultmann –
    Seine „Entmythologisierung“ ist umstritten bis heute

    Die Kirche darf nichts von ihrer Verkündigung preisgeben, die auch das Volksbewusstsein unter die Kritik des Wortes Gottes stellt. Lehnt sich das Volksbewusstsein gegen diese Kritik auf, so ist es das Bewusstsein eines unchristlichen Volkes, das seine Begrenzung durch Gott vergessen hat.“
    So schrieb der Marburger Professor für Neues Testament Rudolf Bultmann im Dezember 1933 in einer Stellungnahme zum „Arierparagraphen“, der Theologen „nichtarischer“ Herkunft vom geistlichen Amt ausgeschlossen wissen wollte. An einem Gutachten der theologischen Fakultät Marburg, das diesen Paragraphen einer deutlichen und ablehnenden Kritik unterzog, hatte Bultmann maßgeblich mitgewirkt.

    mehr: http://www.dober.de/religionskritik/bultmannbio.html

    Mythologische Vorstellungs- und Ausdrucksformen bestimmen die Texte der Bibel (z. B. Höllen- und Himmelfahrt, Wunderglaube). Diese Vorstellungen sind dem neuzeitlichen Menschen fremd und erschweren den Zugang zu biblischen Texten. Man kann hinter diese Vorstellungen zurückfragen: Was ist gemeint? Was wollte der jeweilige Verfasser ausdrücken? Es ist offensichtlich, dass das Welt- und Wirklichkeitsverständnis der biblischen Verfasser anders ist als das neuzeitliche. Um die Einheit von Verstehen und Glauben geht es Rudolf Bultmann (1884-1976).

    mehr: http://www.dober.de/religionskritik/bultmann.html

  15. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Was baut denn da nicht auf der Bibel auf? Entschuldigung, ich verstehe echt nicht, was Du meinst?
    Pfarrer lernen Wissenschaft, stimmt. Sie lernen wissenschaftliche Kritik am Bibeltext, was dann dazu führt, daß sie zum Beispiel wissen, daß verschiedene Bibelhandschriften voneinander abweichen, nd daß es Methoden gibt, wie man einen wahrscheinlich ursprünglichen Text herausfinden kann. Wieso sollte man durch Bultmann in die Kirche gehen und denken: Kann ich glauben oder nicht? Wer nicht glaubt, ist als Pfarrer fehl am Platz. Meiner Meinung nach. Glauben hat nichts mit historischer Wissenschaft zu tun, sondern mit dem Verkündigten Christs.
    Kannst Du Deine Kritik nochmal anders formulieren? Ich krieg grad echt nicht mit, was Dich stört.

  16. Und hier gehts ganz von vorne los mit der RELIGIONSKRITIK :

    http://www.dober.de/religionskritik/rkaktuell.html

  17. Bzw. HIER ist der eigentliche Anfang:

    http://www.dober.de/religionskritik/uebersichtelkri1.html

  18. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Da hab ich mit Bultmann auch ein Problem. Auferstehung im Geiste halte ich für unwahrscheinlich, weil ich damit nicht erklären kann, warm die Jünger auf einmal so motiviert bei der Sache waren. Und dabei bleib ich immer noch auf dem Grund der historischen Abwägung.
    Seine Grundidee aber, modernen Menschen, die Mythen als unglaubwürdig abtun, trotzdem von Christus erzählen zu wollen, kann ich nicht ablehnen. Ich find es gut und richtig, sich Gedanken zu machen, wie man die Menschen erreicht.
    Daß er mit einer Auferstehung im Geist trotzdem noch Glauben kann, find ich dagegen interessant. Wenn ich Christus als meinen Heiland anerkennen kann, ohne an die leibliche Auferstehung zu glauben, hab ich damit erst einmal weniger ein Problem, auch wenn es nicht meine Ansicht ist.
    Das Problem das viele mit Bultmann ja hatten, war doch, daß er überhaupt die Mythen interpretiert hat, oder nicht? Ist doch alles schonmal besser als die liberale Theologie, die das Kind mit dem Bade ausschüttete…

  19. Naja, dass es auch im Glauben innerhalb des Studiums mehr Auseinandersetzung bräuchte. Das sagen mir zumindest viele Theologiestudenten: Dass sie nach dem Studium viele Stellen immer noch nicht so recht auslegen können, Dass man dann zwar weiß, wie die Bibel zusammengepuzzelt wurde, aber nicht so recht, wie man sie verkündigen soll und das braucht Zeit und ich glaube, die wird zu wenig genommen. Und dann kann halt auch weniger weitergegeben werden ist so meine Erfahrung dabei.

  20. Avatar von Benjamin
    Benjamin

    Stimmt. Im Studium geht es selten um den eigenen Glauben, das ist Sache des Studenten, den zu leben und das Gelernte da z integrieren. Manche scheitern auch und gehen einen der extremen Wege. Sie lehnen alles ab, was sie im Studium lernen, oder sie lehnen alles ab, was mit Glaube zu tun hat und werden Atheisten. Schwierig wird es, wenn die dann ins Pfarramt kommen.
    Das Studium hat auch nicht den Zweck zu lehren, wie man das jetzt verkündigt. Das Studium bildet die grundlegende Ausbildung, da gibt es zwar auch schon ein bißchen Predigtlehre, aber das eigentliche Ausbilden für die Verkündigung kommt erst danach im Vikariat. Das ist ach so gewollt und meiner Meinung nach richtig so.
    Das mit der Zeit ist ein ganz anderes Problem, weil davon bei den ganzen Anforderungen im Studium, mit BA/MA wird es jetzt noch schlimmer, immer weniger Zeit bleibt, sich persönlich mit allem auseinander zu setzen. Da hatte Bultmann es noch besser… aber der wurde ja Prof und nicht Pfarrer (was sich nicht ausschließen muß).

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