Man ist ja einiges gewöhnt von Google.
Früher musste ich noch dicke Atlanten durchforsten, um mehr über Afrika zu erfahren oder zu sehen. Heute genügen einige Klicks mit meiner Computermaus – und schon fliege ich über Kontinente und Weltmeere. Man kann Satellitenbilder, Geländeformationen und 3-D-Gebäude betrachten. Bei Bedarf zoome ich mich soweit heran, dass ich viele Details genau erkenne. Dank Google Earth konnten wir letztens mitten in einer Kölner Seitenstrasse das geparkte Auto unseres Sohnes erkennen. Tolle Geschichte!
Google Earth, sowieso schon eine atemberaubende Software, hat nun ein neues Feature zum Downloaden bereitgestellt: Google Ocean. Einmal auf dem Rechner installiert, lassen sich sofort virtuelle Tauchfahrten durch alle Weltenmeere unternehmen. Man kann zahlreiche Videos anschauen, die Tiefen der Meere erkunden, das Schwarmverhalten von Fischen beobachten oder Fackelträgern beim Tauchen zusehen.
Ja, unser blauer Planet wird immer kleiner, immer erreichbarer, immer erlebbarer – vom Bildschirm aus. Die Bits und Bytes machen es möglich…
Was kommt als Nächstes? Ich persönlich wünsche mir ja Google Heaven, der Blick in den Wohnbereich Gottes. Am besten mit Livekameras in den Thronsaal des Allmächtigen. Mit kurzen, verständlichen Videoclips, wie „Er“ denkt, welche Ziele er hat und wie das alles mit der Menschheit mal weiter oder zu Ende geht…
Vielleicht gibt es sogar im Entwicklungsteam bei Google einen Softwareentwickler mit einem besonders heissen Draht zum Schöpfer? Der könnte ja so ein Projekt für uns alle nutzbar machen? Ich sollte mal nachfragen…
Aber Hallo: Bei etwas Nachdenken fällt einem auf, dass es Google Heaven ja schon längst gibt. Vielleicht nicht in der gewünschten digitalen Multi-Media-Form. Aber als Buch allemal. Es heisst „The Book of Revelation“ – das Buch der Offenbarung. Für viele ist es ein Buch mit sieben Siegeln, aber Gott liess es schreiben, gerade damit Menschen verstehen, wie es im Himmel aussieht und was bald geschehen wird.
Und das sind tolle Aussichten, die viele von uns erwarten. Plötzlich verstummen anklagende Vorwürfe, sind offene Fragen beantwortet. Eine ganz andere Sichtweise wird uns vermittelt. Wir gelangen aus einer begrenzten (Scheuklappen-) Sicht in die erhöhte Warte eines himmlischen Berichterstatters. Plötzlich sieht die Welt ganz anders aus. Und ein gewaltiger Trost schwappt wie eine Welle aus der anderen Welt herüber, wenn es da heisst:
„Denn das Lamm, das du in der Mitte stehen siehst, dort, wo der Thron ist, wird ihr Hirte sein und sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens fließt. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.“ – Offenbarung 7,17
Keine Finanzkrisen oder Politikerskandale werden uns beschäftigen, sondern im Mittelpunkt des Universums steht Jesus Christus, dargestellt mit seinen Eigenschaften als Lamm, welches Schuld für andere trug, aber auch als Hirte. Einer, der sich wirklich um die Bedürfnisse seiner ihm Anvertrauten kümmert und bis ins Herz hinein weiss, was du und ich fühlen. Sogar Taschentücher hat er mengenweise zur Hand, denn er wird alle Tränen abwischen. Vielleicht verbeisst du hier im Lebenskampf jede Art von Gefühlen, aber dort erfährst du ein derartiges Entgegenkommen, dass alle inneren Spannungen und Verletzungen sich in einem Tränenstrom lösen dürfen…
Doch – Google Heaven gibt es bereits. Es muss nicht neu erfunden werden. Und beinhaltet jede Menge lebenswichtiger Informationen…
Foto: A. Meissner



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