Was ist Religionskritik ?

warnschild-lademocraciaes-flickrIst Religion noch zeitgemäß ? Und sag, Gretchen, wie hältst Du’s mit der Religion ? Braucht der Mensch die Religion und kann man Gott überhaupt beweisen ? Was kritisieren wir an der Religion und was sagen die großen Philosophen ? Sind Kirche und Religion dasselbe ? Kann man Glaube und Wissenschaft zusammenbringen ? > Hier gibt es einige Antworten.

Bild: lademocracia.es ,flickr.com


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Kommentare

27 Kommentare zu „Was ist Religionskritik ?“

  1. […] Lesen Sie auch: > Was ist Religionskritik ? […]

  2. Der Neoatheismus wurde unlängst von einem Theologen als Reinigunsprozess des heutigen Glaubens gewertet. Dem kann ich viel abgewinnen.

    Schließlich bringt man mir von theologischer Seite auch bei, dass:

    -es am Anfang des Monotheismus, bei den Propheten der Exilszeit um Religionskritik ging,

    -Jesus (d.h. der Logos, die Logik, Weltvernunft in Menschengestalt) ein Religionskritiker war, der genau deswegen hingerichtet wurde,

    -daher auch das anfängliche Christentum als eine atheisitische Religionskritik angesehen wurde, die sich in einer Glaubensaufklärung gegen die mystischen Götter richtete.

    Nein, die neuen naturalistischen Atheisten aus dem Lager der Evolutionsbiologen sind keine neuen Christen. (Auch wenn sie zurecht viel Unsinn thematisieren, der sich eingenistet hat.)

    Doch könnte es nicht sein, dass sie in ihrer umfassenden, universalen, logischen Welterklärung ewiger einheitlicher Prinzipien allen natrülichen Werdens genau den Logos in Händen halten, um den es vor 2000 Jahren bei Jesus ging, der damals als lebendiges ewiges Wort wiederverstanden, bisher jedoch im Namen Jesus von Schriftlehre verleugnet wurde?

  3. […] Sie auch: > Was ist Religionskritik ? > Craig Venters „Design-Genom“ foto:Richard Dawkins, […]

  4. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Die grundsaetzliche Kritik ist sehr viel einfacher: Wenn ich etwas behaupte, z. B. das in einem euklidischen raum die Summe aller Winkel eines Dreiecks pi betrage, oder dass die Entrophie in einem geschlossenen System gleich bleibe oder abnehme, aber niemals zunehme, so muss ich dies begruenden. Solche Begruendungen werden einer rigosen Ueberpreufung unterzogen und eine solche Aussage erhaelt erst dann Geltung, wenn diese staendige Ueberpruefung positiv verlaeuft.

    Religionen behaupten nun alle moeglichen Dinge, die Leibliche Aufnahme Mariens, die Hautfarbe Krishna, machen Aussagen ueber die Struktur des menschlichen Geistes („Seele“), etc. pp. ohne auch nur eine Andeutung eines Beleges herzufuehren.

    Was soll man da kritisieren? Die objective Beweislage fuer die Richtigkeit religoeser Aussage ist gleich der fuer das „Flying Spaghetti Monster“.

    Am rande: Jesus wurde nicht als „Religionskritiker“ hingerichtet, die roemischen Behoerden kuemmerten sich wenig um die Religion der Beherrschten: Regelmaessige Steuereinnahmen waren da um Kategorien wichtiger. Er wurde als potenzieller Unruhestifter gesehen und da gab es wohl einen kurzen Prozess – Rom verstand dort wenig Spass, insbesondere in einer strategisch wichtigen Provinz, die als staendiger Unruheherd sehen wurde.

  5. @Rheinländer

    Religionen machen Aussagen über die menschliche Seele, aber sie führen in der Tat einiges an Belegen an.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Seele#Judentum

    Es findet sich zudem eine geschichtliche Entwicklung dessen, was man als Seele betrachtet.

    Das Flying Spaghetti Monster ist reine Satire natürlich, also doch etwas ziemlich anderes.

    Jesus wurde getötet, weil er dem jüdischen Tempel einerseits den Rang ablief, indem er eine gewaltige Menge von Menschen hinter sich scharte, die vom Tempel ausgeschlossen waren. Möglicherweise sahen die Römer auch einen Unruhestifter in ihm. (Übrigens, er war selber Jude – nur, damit das hier nicht jemand wieder in den falschen Hals bekommt).

    Zudem kündigte Jesus das Reich Gottes an, das mit ihm begonnen hatte. Zeichen aus dem Alten Testament sah man in ihm verwirklicht. Jesus heilte Menschen und blieb nicht im Tod.

    Für die Juden ist er allerdings nicht der Messias, sie warten noch auf ihn. Aus christlicher Sicht ist er es jedoch.

  6. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Zunaechst zu Jesu Tod: Er wurde gekreuzigt, das war eine roemische Hinrichtungsmethode fuer alle, die nicht unter besonderen Schutz des roemischen Rechts standen. Waere es eine religoese Sache gewesen, haette man ihn wohl gesteinigt. Es gibt keinen Beleg, dass sich Rom in die religoesen Angelenheiten der beherrschten Voelker eingemischt haette – wie gesagt: Steuern sah man als entschieden wichtiger an.

    Ich sehe das keinen Beleg, sondern im besten Falle ein Aufkochen der platonischen Philsophie auf die wohl die einzig angemessene Antwort das Gelaechter des Kynikers Diogenes ist.

  7. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Zum „Flying Spaghetti Monster“ (FSM) – Satire und mehr als nur Gelaechter.

    Das FSM zeigt, in der Tradition von Russel’s Teapot, dass man hinter dem Schutzmantel der Religion jeden, noch zu bluehenden Un- und Dummsinn, verbreiten kann, ohne einen Beweis antreten zu muessen.

    Von Standpunkt der Beweisbarkeit ist das FSM genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie der christliche Gott oder Krishna. Warum sollte ich also den christlichen Gott mehr Glauben schencken als dem FSM oder der Pallas Athene?

  8. @Rheinländer

    Dem christlichen Gott kann man Glauben schenken, weil er sich selbst gezeigt hat, in Jesus Christus.

    So, bin dann mal weg.

  9. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Die halbwegs verlaesslichen Quellen, dass Jesu ueberhaupt gelebt hat, sind sehr duenn, das Neue Testament ist in sich widerspruechlich und druefte als „Fan Bericht“ kaum wirklichen Wert haben. Es fuer bare Muenze zu nehmen ist vergleichbar das Leben des Joseph Smith aus den Texten der Mormonen zu rekonstruieren ohne neutrale andrere Quellen hinzu zu ziehen.

    Nebenbei: Mit Ihrem Argument koennte man auch die Richtigkeit des Hinduismus „belegen“ zeigte sich doch Vishnu, einer der fuenf Formen Gottes, in der Gestalt des Krishna den Menschen und lebte unter ihnen.

  10. @Rheinländer

    Lesen Sie: Fünf Phasen der Leben-Jesu-Forschung

    http://www.theologie-examen.de/exzerpte/Sammlungen/GERDES/NT/Theissen-Merz%20Leben%20Jesu%201.doc

  11. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    In aller Kuerze – aus Ihrem Text: „historische Frage nach Jesus kann den Glauben an die Gegenwart und das Handeln Gottes in Christus nicht begründen“

    Soetwas ist fuer mich eine schlichte Bankrotterklaerung – wenn man aus der historischen Person seinen Glauben nicht herleiten kann, was ist dann anderes als eine Illusion mit nicht mehr Wahrheitsgehalt als die Gechichte vom floetenspielenden und blauhaeutigen Krishna oder den Bettgeschichten des Zeus?

  12. @Rheinländer

    Lesen Sie es vielleicht doch mal ganz.

  13. …es gibt zudem auch die Unterscheidung:

    – historischer Jesus
    – kerygmatischer (verkündeter) Christus.

    Historisch kann man sagen, dass ein Mann namens Jesus in Galiläa lebte und als Wanderprediger lehrte und die Leute erzählten, er habe Wunder vollbracht.

    Kerygmatisch ist das, was die Menschen, die ihm begegneten, erfuhren und über ihn weitergeben wollten. Sie wollte damit zeigen, dass er kein normaler Mensch war, so wie sie es erlebt haben.
    Allerdings ist das Glaubenssache.

    Ansonsten ist auch der Link zur Christologie hilfreich, wenn man die Entwicklungen etwas nachvollziehen will.

  14. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Historisch kann man sagen, dass unter der Regierung des Tiberius ein Wanderprediger namens Jesus ans Kreuz geschlagen wurde – damals kein so ungewoehnliches Ende.

    Alles andere sind Berichte von Leuten aus wohl zweiter oder dritter Hand, die meinen das da was „Besonderes“ gewesen sein koennte.

    Das ist keine Glaubenssache, sondern zunaechst eine Frage dessen, was man weiss – alles andere ist fuer einen vernunftbegabten Menschen keine sichere Erkenntnis und sollte deshalb nicht in das Urteil einbezogen werden.

    Es ist ist mir deshalb ein Raetzel warum man an Jesus glauben sollte und nicht an Krishna. Fuer beide ist die objektive Beweisslage aehnichlich sicher oder wackelig.

    Was ist also der objective Unterschied zwischen Krishna und Jesus?

  15. @Rheinländer

    Paulus ist die erste Generation nach Jesus, der vermutlich noch zur selben Zeit lebte. 1. Korinther und 1. Galater stammen aus dem Jahr 55 n.Chr., also gerade mal 20 Jahre nach Jesu Tod.
    Wenn Sie sich an etwas erinnern, was Sie vor 20 Jahren erlebten (etwas außergewöhnliches), werden Sie feststellen, dass Sie die wesentlichen Aspekte von diesem Erlebnis noch recht gut wissen.
    Die ersten Überlieferungen geschahen offenbar mündlich. Bei Paulus haben wir eine erste schrifltiche Fixierung dieser Ereignisse. Es gab neben Paulus sicher auch weitere Berichte, aber die sind nicht erhalten.

    Wenn Sie sich mehr für die Historizität der Quellenlage interessieren, können Sie in dem Buch „Der historische Jesus“ von Gerd Theissen dazu nachlesen.
    Dort:

    Die Quellen und ihre Auswertung:
    §2 Christliche Quellen über Jesus
    §3 Die nicht-christlichen Quellen über Jesus

  16. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Zu §3: Diese sind ziemlich mager und sagen nicht mehr aus, als dass ein gewisser Christus unter Tiberius ans Kreuz geschlagen wurde.

    Zu §2: Das ist also Hoerensagen, von Leuten deren Wahrnehmung durch ihren Glauben nicht mehr objectiv war und bei denen durch Geschichten diese sich veraenderten. Vor keinem anstaendigen Gericht dieser Welt wuerden solche Aussagen fuer ein Urteil ausreichen. Warum soll ich dann gar mein Leben danach richten.

    Oder andersrum: Warum nicht die Geschichten um die Goetter der Hindu oder der Griechen mit dem gleichen Wahrheitsgehlat ansehen?

  17. Avatar von Rheinlaender
    Rheinlaender

    Was mich dabei noch mehr faziniert, die „goeetliche Vorsehung“: Waerend wir ueber das Leben und den Character z. B. Julius Caesar ganz gute Quellen haben, auch von Leuten, wie Cicero, die seine Gegener waren, ist das Ganze fuer den angeblichen Sohn Gottes ziemlich wackelig und wiederspruechlich.

    Warum hat dann Gott z.B. sich mehr darum gekuemmert, dass wir die (aus heutiger Sicht etwas schluepfrigen) Gedichte des Catullus vollstaendig haben, waerend er bei der Ueberlieferung des angeblich wichtigsten Buches der Welt doch ziemliche Schlamperei zuliess?

  18. @Rheinlaender

    Nein, die Quellenlage zum Neuen Testament ist recht gut. Die ältesten Quellen, einige Paulusbriefe, gehen ins Jahr 55 zurück sogar, also ca. nur 20 Jahre entfernt vom Geschehen.

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