Es ist interessant, die Nachrichten über die aktuelle Finanzkrise im Fernsehen anzuschauen. Die Grundaussage der Berichte und der Kommentatoren über unterschiedliche Aspekte der Bankenkrise ist, dass unsere ganzen Systeme nur funktionieren, wenn wir Vertrauen haben. Es ist ein guter, „not-wendiger“ Zeitpunkt, wieder nach Gott zu fragen.
Vielleicht werden in dem Zusammenhang mit der Vertrauenskrise in der Finanzwirtschaft Gottes Aussagen zum Thema Geld in der Bibel verständlicher. – Gott will uns materiell gut versorgen! Er will, dass wir Ihn dabei in unser Vertrauen ziehen! In ein Vertrauen, das in unserem Alltag konkrete Auswirkungen auf unser Verhalten hat.
Wenn ich eine Überschrift für alle biblischen Aussagen zum Thema Geld finden müsste, würde ich die Aussagen so zusammenfassen: Vertrauen investieren. Auch „Vertrauensvoll säen“ wäre eine gute Überschrift.
Gott möchte, dass wir Geld vertrauensvoll weitergeben. Gott möchte, dass wir andere finanziell unterstützen, weil wir Vertrauen zu Ihm haben. Im Alten Testament war der Zehnte eine Richtschnur. Zehn Prozent des Einkommens für Gottes Zwecke ausgeben. Dabei geht es in erster Linie gar nicht um ein Opfer, das ihr Schöpfer von ihnen benötigt. Auch nicht um die Zahl 10! Es geht Gott um das Vertrauen, das sie damit ganz praktisch zum Ausdruck bringen. Gott liebt einen fröhlichen Geber. Er weiß, dass wenn wir Vertrauen in diesem Sinne säen bzw. investieren, dass wir dann eine Ernte erwarten können. Gott möchte uns diese Ernte geben.
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. 7 Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 8 Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; 9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« 10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken. 2. Kor 9, 6-11
Die Grundfrage ist das dabei: Säen wir auf Fleich oder auf den Geist. Auf Fleisch säen bedeutet: Wir tun es aufgrund einer magischen Angst, aus Menschengefälligkeit oder um uns öffentliche Vorteile und Ansehen bei Menschen zu verschaffen. – Geistlich zu säen bedeutet: Wir danken Gott für das bereits Empfangene und bringen ihm unser Vertrauen für die Zukunft zum Ausdruck. Unser Motiv dabei ist, dass wir Gott Lobpreis bringen wollen und dass auch andere Gott dadurch dankbarer werden. Siehe dazu auch meine eigene Erfahrungen vor kurzem: Meine jüngste Gebetserhörung
Hier noch drei Verse, die uns Kraft und die richtige Perspektive in dieser aktuellen Finanzkrise geben können. Lernen Sie diese Verse auswendig und bewegen Sie sie ihn ihrem Herzen. Sie werden sehen, dass viele Sorgen dadurch von Ihnen abfallen werden:
Spr 13,22: Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Habe wird gespart für den Gerechten.
Spr 11,24 Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart, als recht ist, und es gereicht ihm nur zum Mangel.
Prediger 11,1-2 Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! – denn du wirst1 es nach vielen Tagen wieder finden! -2 Gib Anteil sieben anderen, ja, sogar acht, denn du weißt nicht2, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird!
Lesen Sie mehr, wie Isaak mitten in einer Hungersnot und Dürreperiode anfing, Samen auszusäen: Kann man eine Firma segnen?
Lesen Sie auch über die Grenzen des Weitergebens: Die Kunst ein liebenswerter Egoist zu werden – „Lebensstil 10/10“
Bild: pixelio.de; Rolf Laube



Kommentar verfassen