Prophetie live im Angesicht des Todes

die-letzte-zigaretee.jpgStellen Sie sich vor: Ihr Vater stirbt und Sie haben die Chance, die letzte Stunde seines Lebens mit ihm zu verbringen. Was erwartet Sie wohl? Die Vergangenheit, die erlebten Schmerzen oder vielleicht die schönen Momente? Reden, Schweigen? Oder herrscht der Schmerz vor, jetzt in der Gegenwart loslassen zu müssen? Werden diese Momente auch von Hoffnung und Gedanken an die Zukunft bestimmt sein?

Sicherlich wird sich in der Stunde des eigenen Todes zeigen, in welcher Haltung wir unser Leben gelebt haben. Ein Philosoph hat einmal gesagt: Ich konnte gut ohne Gott leben, aber jetzt kann ich nicht ohne ihn sterben.

Ein sehr eindrückliches Beispiel eines Abschieds vom Leben finden wir bei Jakob, der zum Abschied für jedes seiner Kinder einen prophetischen Segen ausspricht. Wir erleben Jakob in dieser Stunde als jemanden, der im Leben mit Gott gereift ist und Gottes Stimme hören kann. So kann er in seinen letzten Momenten hier auf der Erde segnen und in die Zukunft blicken.

Seine Worte waren keine sentimentalen und frommen Wünsche eines alten Mannes, sondern sie waren vom Heiligen Geist inspirierte und wirklichkeitsformende Prophetien für seine Kinder.

Über Joseph spricht er den folgenden Segen aus, den wir in 1. Mose 49, 22-26 lesen können:

Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken über die Mauer.

Und es reizen ihn die Bogenschützen und schießen und feinden ihn an; aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels, von dem Gott deines Vaters – der helfe dir – und von Gott, dem Allmächtigen

– der segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes. Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen der uralten Berge, das begehrenswerte Gut der ewigen Hügel.

Sie seien auf dem Haupt Josefs und auf dem Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern.

Drei Eigenschaften charakterisieren den Segen Josephs:

  1. Er ist ein Fruchtbaum, der über seinen eingegrenzten Bereich hinaus Frucht bringt. Schön wird die Abhängigkeit des Fruchtbringens von der Quelle dargestellt. Gott kann sein Werk durch ihn ausführen.
  2. Er ist ein Kämpfer und ein Bogenschütze, der in Abhängigkeit von Gott, den Angriffen des Feindes, dem Meister der Pfeile wie es hier wörtlich heißt, widersteht. Er kann diesen Angriffen widerstehen, weil er das Wesen Gottes als Hirte, als Fundament Israels und als ewig Mächtigen auf intime Art und Weise kennen gelernt hat.
  3. Er ist ein Abgesonderter (wörtlich ein Nasiräer), der sein Leben Gott völlig geweiht hat und der manchen Dingen, nach denen man sonst streben könnte, nicht nachgeht, um sein Leben Gott hinzugeben. Gemeint sind damit nicht angenehme Umstände und eine Abstinenz von allem, was Freude macht. Nein, Joseph wird im Segen ja ausdrücklich materieller Wohlstand zugesagt. Es geht darum, Abstand von Sünde, d.h. von Dingen, die einen von Gott trennen – zu nehmen.

Ich wünsche uns allen, dass wir Gott in unserem Alltag auf eine solche Art und Weise kennen lernen, dass wir wie Jakob Menschen, die uns nahe stehen, solche Worte für ihren zukünftigen Lebensweg mitgeben können, wenn unsere eigene Zeit hier abgelaufen sein wird.

Ein Weg dazu, Gott besser kennen zu lernen, wird in dem Segen für Joseph beschrieben:

Wir weihen in einer Entscheidung bewusst unser Leben dem Leben mit Gott und enthalten uns einem sündigen Lebenswandel, wir nehmen den Kampf des Lebens an und machen uns dabei von Gott auf positive Art und Weise abhängig.

http://www.inmeinerstrasse.de

Bild: Regina Kaute, pixelio.de


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