Der innere Weg zum Glück

freude.jpgEs gibt viele Anbieter und vielleicht aber doch nur wenige Wege zum Glück – so scheint es. Aber die Wege, die zum inneren Glück führen, sind sich offensichtlich zumindest doch ähnlich. Hier wird über einen buddhistischen Mönch berichtet. Auch, wenn in der Lehre, der er anhängt, kein Gott vorkommt – also letztlich das Problem theologisch nicht wirklich gelöst ist, wo wir alle herkommen – kann man hier sicher auch einiges lernen: in Bezug auf Lebensführung.
Es ergeben sich auch Parallelen zu Sichtweisen, die Jesus vermittelte: Wenn Du einen Job, einen Beruf ausübst, der Dich fertigmacht, wenn Du den ganzen Tag nur am Bildschirm sitzt und keinen Sinn darin siehst, so würde Dich Jesus wohl fragen (wie es von ihm überliefert ist):  Was nützt Dir aller Reichtum, wenn dabei Deine Seele Schaden nimmt ?

Ähnliche Ausrichtungen findet man auch im Buddhismus. Eine mögliche Antwort Jesu ist die: ändere Dein Leben und lebe fortan anders. Richte Dein Leben auf andere Werte aus. Denn Deinen Reichtum kannst Du nicht wirklich mitnehmen – spätestens mit dem Tod fällt er an andere.

Sicher ist es sinnvoll, sein Leben zu planen und einen gewissen Wohlstand zu erreichen. Aber man sollte sich stets bewußt sein, dass man nur ein Gast in dieser Welt ist – irgendwann wird man sterben. Es geht also darum, nicht dem Streben nach Wohlstand – oder auch nach Glück -einen zu hohen Wert zuzuweisen. Man wird sonst unfrei und Sklave seines Strebens. Die Bibel spricht hier von Götzen, denen man anhängt: Wenn das Geld der Götze wird, dem man alles opfert – seine Beziehungen, seine Freizeit und Freiheit, seine Ehe, sein Kinder etc. – dann ist man irgendwo „devot„. Devot kommt nämlich von „devovere“ (lat.) und bedeutet soviel wie: „einer Todesgottheit geweiht„. Wer sein Leben also auf die falschen Werte ausrichtet, der ist innerlich bereits im Hier und Heute abgestorben. Anstatt sich auf den lebendigen Gott zu verlassen und sich ihm zuzuwenden, übergibt man dann sein Leben einem Götzen.

Die radikal andere Linie fuhr Jesus, indem er seine Anhänger dazu aufforderte, ihr Leben komplett zu ändern und auf ihn bzw. auf Gott auszurichten. Viele ließen ihre bisherige Arbeit zurück und lebten radikal diese neue Weltsicht.

Auch, wenn es uns schwerfällt, dies in dieser letzten Konsequenz nachzuleben, so können wir doch immer wieder lernen davon. Und letztlich auch davon, wie innerer Frieden – auch in anderen Weltanschauungen – gelebt und erstrebt wird. Hier lesen.

Das, was Jesus verkündet – bzw. Gedanken davon – , findet man übrigens in ähnlicher Form schon in älteren Schriften, wenn auch nicht mit diesem Wahrheitsanspruch, den Jesus hat: hier lesen:    Kohelet oder: was ist der Sinn Deines Lebens ?


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