
Stell dir vor, der Himmel über der Ukraine, oft verdunkelt durch Schwärme russischer Kamikaze-Drohnen, könnte bald von einer unsichtbaren Macht gesäubert werden. Einer Macht, die mit Lichtgeschwindigkeit zuschlägt und ein Ziel nach dem anderen ausschaltet. Das ist keine Science-Fiction, sondern könnte bald Realität werden, wenn man die jüngsten Nachrichten aus der Rüstungsindustrie betrachtet. Ein australisches Unternehmen hat eine revolutionäre Laserwaffe an ein „nicht näher genanntes europäisches Land“ verkauft. Die große Frage, die im Raum steht: Könnte dieser Käufer die Ukraine sein oder ein Partner, der für Kyjiw einkauft? Sollte dies der Fall sein, dürften die russischen Drohnenschwärme bald passé sein.
Bei der Waffe handelt es sich um ein 100-kW-Hochenergie-Lasersystem des australischen Herstellers Electro Optic Systems (EOS). Dieses System ist nicht irgendein Prototyp, sondern eine ausgereifte, mobile Waffe, die auf einem LKW montiert ist. Ihre Leistung ist beeindruckend: Sie kann bis zu 20 Drohnen pro Minute abwehren. Das ist eine enorme Kadenz, die gerade gegen die Taktik von Massenangriffen mit günstigen Drohnen wie den Shahed-Modellen entscheidend wäre. Anstatt teure Abfangraketen zu verschwenden, deren Kosten oft den Wert der abzuwehrenden Drohne bei Weitem übersteigen, schlägt der Laser mit reiner Energie zu. Die Kosten pro „Schuss“? Etwa 10 Cent.
Jetzt kommt der konkrete Teil, der die Spekulationen anheizt: Der Käufer ist ein europäischer NATO-Staat. Zwar ist die Ukraine kein NATO-Mitglied, aber die Unterstützung durch NATO-Länder ist der entscheidende Faktor in diesem Krieg. Es ist absolut denkbar, dass ein Partnerland die Beschaffung übernimmt und die Systeme dann an die Ukraine weiterleitet. Das System soll bis spätestens 2028 ausgeliefert werden.
Der Krieg in der Ukraine ist auch ein technologischer Wettlauf. Während Russland auf die Masse an günstigen Drohnen setzt, antwortet der Westen mit immer fortschrittlicheren Abwehrtechnologien. Sollte diese Laserwaffe tatsächlich in der Ukraine ankommen wäre das nicht nur eine weitere Waffenlieferung. Es wäre ein qualitativer Sprung, der die Regeln des Drohnenkrieges neu schreiben könnte. Die russische Taktik, die Verteidigung mit schierer Masse zu überfordern, würde an ihre Grenzen stoßen.
Quelle: Die Hintergrundinformationen basieren auf einem Artikel von Heise Online vom 09.08.2024.



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