
Ein Farbenschrei aus rissigem Schwarz. Leben bricht auf wo nur Bruch war und Staub.
Ein Samen, klein, legte sich nieder im harten Schweigen der Welt. Wer nährte ihn? Wer flüsterte ihm Licht zu?
Es ist nicht Illusion, dieses zarte Emporstreben, die Blütenblätter, getränkt in unmöglicher Pracht. Es ist ein Versprechen, das sich entfaltet gegen alle Wahrscheinlichkeit.
Vielleicht ist Gnade so, ein plötzliches Leuchten im vertrockneten Feld, ein Beweis, dass das Ende nur eine andere Form des Anfangs sein kann.
Und der Himmel, er scheint nur fern, doch seine Tropfen fallen, unsichtbar, nähren das Wunder im Riss des Seins. Dies, sage ich leise, dies ist Hoffnung.



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