
Die Republikanerin Claudia Tenney hat eine großartige Idee: Der 14. Juni, der Geburtstag von Donald Trump, soll ein bundesweiter Feiertag werden. Endlich! Die USA haben wirklich keine drängenderen Probleme als die heroische Verewigung des 45. Präsidenten.
Natürlich kommt die Begründung nicht zu kurz. Trump sei einer der „bedeutendsten Präsidenten der modernen amerikanischen Geschichte“. Man fragt sich nur, für wen. Vielleicht für die Steuersenkungen für Superreiche, die freundlichen Gespräche mit Diktatoren, oder die historische Erstürmung des Kapitols? Aber lassen wir die Details.
Der 14. Juni ist übrigens schon der „Flag Day“, also der Gedenktag zur Einführung der amerikanischen Flagge. Man könnte also auch einfach eine kleine goldene Trump-Silhouette dazusetzen – als Symbol für bedingungslosen Patriotismus.
Was kommt als Nächstes? Trump-Monumente in jeder Stadt? Eine ewige Präsidentschaft per Verfassungsergänzung? Oder gleich ein Mausoleum mit Wachposten?
Klingt absurd? Nein, nein. Die Idee, den Geburtstag eines „starken Anführers“ zum Feiertag zu machen, gibt’s schon. Hat in Russland auch super funktioniert – mit Diktator Lenin.
Wladimir Iljitsch Lenin war de facto ein Diktator. Obwohl er offiziell Vorsitzender des Rates der Volkskommissare (Regierungschef) der Sowjetunion war, regierte er mit autoritären Mitteln und unterdrückte politische Gegner rücksichtslos.



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