Angstmache als Geschäftsmodell

Seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine wird die politische Debatte in Deutschland von zwei Lagern dominiert. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die für eine entschlossene Unterstützung der Ukraine eintreten – durch schnelle Waffenlieferungen, harte Sanktionen und eine klare Strategie zur Eindämmung Moskaus. Auf der anderen Seite stehen die Angstmacher: Politiker, Wissenschaftler und Kommentatoren, die die Furcht vor einer Eskalation mit Russland gezielt schüren, um Unterstützung für die Ukraine zu blockieren.

Eine zentrale Figur in dieser Debatte ist Olaf Scholz. Der Bundeskanzler und andere führende Vertreter der SPD verkörpern eine Politik, die von Vorsicht und Abwarten geprägt ist – auf Kosten der Freiheit und Sicherheit Europas. Diese zögerliche Haltung hat Deutschland in eine gefährliche Lage gebracht, die nicht nur die Ukraine schwächt, sondern auch die Demokratie selbst gefährdet.

Die Eskalationsangst als Instrument

Die Angstmacher operieren mit einem simplen, aber effektiven Argument: Jede weitere Eskalation der Unterstützung für die Ukraine – sei es durch Waffenlieferungen oder härtere Sanktionen – könne Russland angeblich zu einem atomaren Erstschlag provozieren. Dieses Argument wird wiederholt, obwohl die Realität längst gezeigt hat, dass Moskau seine Eskalationspolitik unabhängig von westlichem Handeln verfolgt.

Durch diese ständige Beschwörung eines nuklearen Konflikts wird die öffentliche Debatte vergiftet. Statt Solidarität mit der Ukraine und entschlossener Unterstützung herrscht in Deutschland eine lähmende Unsicherheit. Waffenlieferungen erfolgen nur nach langem Zögern, und dann meist in zu geringen Mengen. Gleichzeitig wird der Ukraine die Möglichkeit genommen, strategisch wichtige Ziele in Russland anzugreifen, indem Reichweitenbeschränkungen für Waffen auferlegt werden.

Das Resultat: Die Ukraine wird nicht in die Lage versetzt, sich aus einer Position der Stärke zu verteidigen oder zu verhandeln. Dieser Zustand verlängert den Krieg und kostet täglich Leben – eine Verantwortung, die auch die Angstmacher tragen.

Die Gefahr für die Demokratie

Die Angstmacher agieren nicht nur politisch, sondern beeinflussen auch die öffentliche Meinung massiv. Sie nutzen die verständliche Sorge vieler Bürger, um Zweifel an der Unterstützung der Ukraine zu säen. Umfragen zeigen, dass ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung skeptisch gegenüber weiteren Waffenlieferungen ist. Besonders in Ostdeutschland haben die Argumente der Angstmacher bereits das Parteiensystem erschüttert und populistische Kräfte gestärkt.

Dieser Trend ist gefährlich. Je mehr sich Deutschland von seiner Verantwortung zurückzieht, desto mehr leidet seine internationale Glaubwürdigkeit. Eine Politik, die von Angst getrieben ist, signalisiert autoritären Regimen weltweit, dass Aggression und Drohungen erfolgreich sind. Dies gefährdet nicht nur die Ukraine, sondern die gesamte demokratische Weltordnung.

Die Rolle von Olaf Scholz und der SPD

Olaf Scholz und seine SPD würden eigentlich in der Verantwortung stehen, diese Dynamik zu durchbrechen. Doch stattdessen dominiert eine von Olaf Scholz Politik des Kleinmuts und der Verzögerung. Anstatt als führende Kraft in Europa voranzugehen, wird die deutsche Unterstützung für die Ukraine auf einem niedrigen Level gehalten. Scholz’ zögerliches Handeln mag auf kurzfristige politische Sicherheit abzielen, doch langfristig untergräbt es Deutschlands Rolle als Verfechter von Demokratie und Menschenrechten.

Die Angstmacher in Politik und Medien tragen eine Mitschuld an diesem Versagen. Ihre ständige Beschwörung eines „unbesiegbaren Russlands“ und ihre Weigerung, Moskau für seine Kriegsverbrechen zu kritisieren, haben eine gefährliche Stimmung geschaffen. Diese Haltung unterminiert nicht nur die moralische Klarheit in der Ukraine-Frage, sondern macht Deutschland zu einem unsicheren Partner für seine Alliierten.

Ein Appell an die Verantwortung

Deutschland muss sich seiner Verantwortung stellen. Es darf nicht länger zulassen, dass die Angstmacher die politische Debatte vergiften. Die Verteidigung der Ukraine ist nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern eine der Selbstbehauptung der demokratischen Werte Europas.

Je länger das Zögern andauert, desto höher ist der Preis – nicht nur für die Ukraine, sondern für die Zukunft der Demokratie. Die Zeit der Angst ist vorbei. Jetzt ist der Moment für Mut, Klarheit und entschlossenes Handeln gekommen. Die Geschichte wird nicht nur die Täter in Moskau, sondern auch die Zauderer in Berlin beurteilen.

Quelle und mehr Infos: Die Angstunternehmer, von Carlo Masala. Handelsblatt.


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