
Es ist Sommer in München. Aber halt! Lassen Sie uns das Wörtchen „Sommer“ noch einmal genauer definieren. Ein Blick aus dem Fenster lässt eher vermuten, dass wir uns in einem grünen Winter befinden. „Schau, es regnet“, könnte der begeisterte Tourist sagen und dem unwissenden Beobachter könnte es leicht entfallen, dass er sich mitten im August befindet.
Die Wolken hängen tiefer als die Stimmung bei einem Spiel der Bayern gegen den Tabellenletzten. Der Regen prasselt gegen das Fenster wie die Worte von Karl-Heinz Rummenigge nach einem verpatzten Transferfenster. Ja, es ist definitiv „Sommer“ in München.
Ein solcher Anblick kann nur zu einer Aktivität verleiten: dem ausgiebigen Besuch von Museen und Galerien. Oh Freude! Jetzt haben Sie endlich die Chance, alle 80.000 Exponate in der Alten Pinakothek zu bewundern oder den wunderbaren Charme des NS-Dokumentationszentrums zu erkunden. Was für ein Glück, dass wir in einer Stadt leben, die von Kultur nur so strotzt.
Aber warten Sie, es gibt eine Falle. Nach dem zwanzigsten Ölgemälde, der zehnten Porzellanschale und dem dritten interaktiven Videokunstwerk ist der Durst nach Kunst und Kultur plötzlich erschöpft. Selbst das verlockendste Cézanne-Gemälde kann nicht mehr mithalten mit dem Wunsch nach einem kühlen Bier im Biergarten. Oh, der Münchner Sommer, du bist so grausam!
Und dann kommt der Punkt, an dem wir uns alle fragen: „Wann erreicht die globale Erwärmung endlich München?“ Ja, es ist wahr, wir haben uns jahrelang dagegen gewehrt, haben versucht, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und erneuerbare Energien zu fördern. Aber jetzt, da wir hier mit unseren Regenschirmen und feuchten Füßen stehen und uns nach der Hitze sehnen, scheinen wir den Klimawandel fast herbeizusehnen.
Doch lassen Sie uns nicht verzweifeln. Es heißt, nach Regen kommt Sonne, und so bleibt uns nur zu hoffen, dass diese alte Weisheit bald in die Tat umgesetzt wird. Bis dahin… vielleicht sollten wir uns einfach noch eine Runde durch das Deutsche Museum drehen. Es gibt sicher noch eine Abteilung, die wir übersehen haben.




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