Heinrich Bedford-Strom, ehemals EKD Ratsvorsitzender, seit September 2022 Vorsitzender des Zentralausschusses des ökumenischen Rates der Kirchen, möchte versuchen, die ukrainisch-orthodoxe Kirche zusammen mit der russisch-orthodoxen Kirche an einen Tisch zu bringen, um zu ergründen, wie Frieden hergestellt werden könnte.
Der Versuch ist sicher gut gemeint, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit aber völlig unrealistisch sein. Kyrill, Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, war ebenso wie der russische Diktator Putin Geheimdienstoffizier beim KGB und dürfte Putin auch weiterhin unterstützen. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche hatte sich aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine von der russisch-orthodoxen Kirche abgespalten.
Zwischen diesen beiden Kirchen dürfte auf Jahrzehnte kein Kontakt mehr möglich sein. Von daher, eine vielleicht gut gemeinte Idee, aber ohne irgendeine Aussicht auf Erfolg. Wie soll denn ein Austausch mit der russisch-orthodoxen Kirche möglich sein, welche die Waffen für Putins Angriffskrieg gesegnet hat und sicherlich nach wie vor massiv unter dem Einfluss des russischen Diktators steht?
Man muss doch auch ein bisschen realistisch im Vorfeld abwägen, bevor man irgendwelche Initiativen auf den Weg bringt. Solange Russland die Ukraine weiterhin überfällt, ganze Städte auslöscht, Frauen und Kinder und Männer vergewaltigt und verschleppt und ermordet, wird es mit der russisch-orthodoxen Kirche, welche von Putin für dessen Zwecke instrumentalisiert wird, keine Aussöhnung geben können. Absolut ausgeschlossen. Da müsste der Heilige Geist schon sehr stark wehen.
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