Ukraine-Krieg: Der leidende Gott

Vor etwa 2000 Jahren wurde der personifizierte Gott, Jesus, von Imperialisten, den Römern, getötet. Auf grausamste Weise.

Wird Gott heute noch einmal gekreuzigt?

Theologisch könnte man das so interpretieren, und zwar diesmal durch die russische Armee, die ein freies und demokratisches Land angegriffen hat und ganz offensichtlich bewusst gegen die Zivilbevölkerung äußerst brutal und rücksichtslos vorgeht.

Zu Beginn der Bibel, in der Genesis, heißt es, Gott schuf den Menschen zu seinem Ebenbild. Jesus greift dies auf:

„Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ , sagte Jesus. Sagte Gott.

Papst Franziskus fasste es so in Worte:

„Ja, Christus wird in den Müttern, die über den ungerechten Tod ihrer Männer und Kinder weinen, nochmals ans Kreuz genagelt. Er wird gekreuzigt in den Flüchtlingen, die mit den Kindern im Arm vor den Bomben fliehen. Er wird gekreuzigt in den alten Menschen, die zurückgelassen werden und einsam sterben müssen, in den jungen Menschen, die ihrer Zukunft beraubt werden, in den Soldaten, die ausgesandt werden, um ihre Geschwister zu töten.“

Quelle katholisch.de

Heute Nacht könnte Mariupol fallen, ein Genozid könnte folgen, denn nach alledem, was man bisher über das Vorgehen der russischen Armee mitbekommen hat, dürfte sich ein Angriff kaum auf die ukrainischen Soldaten beschränken, sondern dürfte auch schlimmste Auswirkungen auf die noch weit über 100.000 verbliebenen Bewohner in Mariupol haben.

Dazu ein paar unkommentierte Meldungen von heute:

Die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte im belagerten Mariupol erwarten derweil ihre Niederlage in der kommenden Nacht. Das teilte die 36. Marinebrigade auf Facebook mit. Sie berichtete in einer Erklärung an das „liebe ukrainische Volk“ von einer totalen Isolation vom Rest des Landes und anderen militärischen Einheiten sowie Nachschubwegen. Seit Kriegsbeginn habe es nur eine Munitionslieferung gegeben, Ankündigungen der Militärführung, die Blockade zu durchbrechen, seien folgenlos geblieben. 

Quelle ZEIT ONLINE

Separatistenmilizen in Donezk erwägen laut Sprecher Chemieangriff in Mariupol

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Im Süden der belagerten Hafenstadt Mariupol erwägen die prorussischen Separatisten der selbst ernannten Donezker Volksrepublik einen Chemieangriff. Das sagte laut russischen Medienberichten und der staatlichen Nachrichtenagentur Ria der Sprecher der Militärs im Ersten Kanal. […]

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„Dort gibt es unterirdische Etagen, deswegen macht ein Sturmangriff keinen Sinn.“ Stattdessen müssten alle Zugänge zu dem Gelände blockiert werden. „Und anschließend sollte man sich, denke ich, an die chemischen Truppen wenden, die einen Weg finden werden, die Maulwürfe aus ihrem Bau auszuräuchern.“ 

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Das Fabrikgelände Asowstal am Meeresufer wird von ukrainischen Kräften gehalten. Zuvor berichtete die 36. Marineinfanteriebrigade, sie sei auf dem Fabrikgelände Asowmasch im Nordosten der Stadt eingekesselt und erwarte aufgrund zur Neige gehender Munition im Laufe der Nacht ihr letztes Gefecht.

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Das britische Verteidigungsministerium hatte am Morgen unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mitgeteilt, die Wahrscheinlichkeit einesAngriffs mit Phosphorbomben auf Mariupol steige. Die russischen Truppen haben demnach bereits Phosphormunition in dem Gebiet Donezk, zu dem Mariupol gehört, eingesetzt. 

Quelle ZEIT ONLINE

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