Putin bricht Lieferverträge für Erdgas. Kein verlässlicher Vertragspartner mehr.

Die Lieferverträge für Erdgas an Deutschland und an die EU lauten auf Euro oder US-Dollar.

Putin wird vertragsbrüchig, weil ab nächster Woche in Rubel bezahlt werden soll.

Putin hat somit die Verträge aufgekündigt.

Durch den vertragswidrigen Zwang, künftig in Rubel bezahlen zu sollen, will Putin die Sanktionen des Westens aushebeln. Der Krieg in der Ukraine würde so wesentlich in die Länge gezogen und vielleicht sogar zu einem Krieg ohne Ende werden, die Sanktionen des Westens würden weitgehend nutzlos werden.

Und Putins Krieg könnte demnächst übrigens auch in die EU getragen werden, denn es dürfte etwas blauäugig sein, zu glauben, ein Krieg ließe sich auf Dauer einhegen. Das Wesen des Krieges ist nämlich seine Unkontrollierbarkeit.

Da Putin vertragsbrüchig geworden ist, sind somit die Lieferverträge hinfällig.

Deutschland und die EU sollten sich eingestehen, dass man mit Putins Russland keinen zuverlässigen Vertragspartner mehr hat. Und Deutschland und die EU sollten endlich in den sauren Apfel beißen und das Wirtschaftswachstum zurückstellen für Frieden in Europa.

Das ist man einerseits den Menschenleben in der Ukraine schuldig, des weiteren den 10 Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine und darüber hinaus auch der EU selbst, die 10 Millionen Flüchtlinge versorgen muss und demnächst sicher noch viele weitere Millionen. Es dürfte ein naiver Irrglaube sein, dass der Krieg sich ohne allzu große Kosten für den Westen einhegen lässt. Frieden ist in diesen Zeiten nicht mehr billig zu haben.

Mit Putin, der Russland faschistisch* umgebaut hat, sollte man keine weiteren Verträge machen, also auch diese von ihm gebrochenen Verträge dementsprechend nicht verlängern. Denn wenn man Putin nun wieder Geld liefert, dürfte sich der Krieg in der Ukraine noch sehr lange hinziehen, die Flüchtlingszahlen in Richtung EU in weit größerem Ausmaß in die Millionen gehen und der Krieg morgen womöglich in die EU kommen.

Ein geringeres Wirtschaftswachstum dafür in Kauf zu nehmen ist noch das geringste Übel, ansonsten muss man morgen vielleicht selbst kämpfen. Die Politik sollte das der Gesellschaft auch einmal ganz klar benennen: Wir. Haben. Krieg. Glücklicherweise ist er noch nicht bei uns. Noch nicht. Vielleicht können wir ihn wirtschaftlich stoppen. Vielleicht. Dazu ist nun aber unsere ganze Anstrengung nötig. Die ganze.

*vgl. Printausgabe der neuen ZEIT, Seite 15: Ist es FaschiZmus?

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