Ukraine: Sterben auf Raten

Putin legt die Ukraine in Schutt und Asche.

Die EU hat reagiert und viele Sanktionen in Kraft gesetzt. Das, was Putin aber extrem treffen würde, einen kompletten Boykott seiner Rohstoffe, möchte man doch nicht umsetzen. Das wäre für die EU ja auch teuer. Ganz besonders Deutschland hatte sich auch dagegen ausgesprochen.

Deutschland könnte sich mit seiner Bundeswehr selbst zwar überhaupt nicht verteidigen, möchte aber andererseits auch keine so hohen finanziellen Einschnitte wegen dieses Krieges haben.

Bis vor gar nicht allzu langer Zeit wollte Deutschland auch keine höheren Kosten für die NATO zahlen. Sagen wir mal so: würde Deutschland von Russland angegriffen, müsste es in gutem Glauben auf die tatsächliche Bündnistreue der NATO-Partner hoffen, dass man sich schon etwas fragt, ob es nicht klug wäre, im Vorfeld die maximalen wirtschaftlichen Sanktionen zu ziehen, um einen solchen Fall überhaupt niemals Realität werden zu lassen. Denn Bündnistreue ist so eine Sache, auf dem Papier funktioniert sie wunderbar, aber in der Realität?

In der Realität wird die Ukraine von Putin in Schutt und Asche gelegt, obwohl die USA, Großbritannien und Russland im Budapester Memorandum von 1994 im Gegenzug zur Abgabe der ukrainischen Atomwaffen an Russland der Ukraine territoriale Integrität zugesichert hatten. Und wie wir sehen, zerstört Russland gerade die territoriale Integrität der Ukraine. Die Verpflichtungen der USA und Großbritanniens konnten die Ukraine nicht schützen.

Und sollte das im Fall des Falles mit der NATO-Bündnistreue auch so aussehen, dann gute Nacht Deutschland.

Die USA, Großbritannien und Länder der EU liefern der Ukraine Waffen, allerdings nicht in dem Umfang, dass sie damit den Krieg stoppen könnte. Insofern ist das ein verlangsamtes Sterben auf Raten.

Die EU könnte dieses Sterben wesentlich schneller stoppen, wenn sie ein Rohstoff-Embargo gegen Russland verhängen würde.

Und dann noch die Sache mit den westlichen Waffenlieferungen. Irgendwie will man Putin nicht so richtig reizen, andererseits will man seine ganzen Menschenrechtsverletzungen auch nicht so stehen lassen, drum also schon Waffenlieferungen, mit denen sich die Ukrainer wehren können, aber keine, mit denen sie den Krieg beenden können. Das ist ethisch ziemlich problematisch.

Dieser Logik nach muss der Westen Putin gewinnen lassen. Denn sonst könnte Putin verärgert sein und vielleicht einen großen Krieg beginnen.

Einen solchen großen Krieg müsste der Westen dieser Logik nach Putin dann aber auch gewinnen lassen, denn sonst könnte Putin einen Atomkrieg anfangen.

Und so weiter. Sie merken, wir stehen schon mit dem Rücken an der Wand? Ja, wenn man in dieser Art und Weise denkt, dann durchaus.

Im Grunde darf man schon jetzt nicht mehr zurückweichen. Denn wenn der Westen jetzt zurückweicht, wird Putin das so interpretieren, dass der Westen schwach ist und Putin wird weitermachen, womöglich auch jenseits der Ukraine. Glauben Sie nicht? Nun, Sie hatten auch nicht geglaubt, dass Putin so verrückt sein und einen Krieg in Europa beginnen würde, oder?

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