Angriff auf AKW Saporischschja: russischer „Nuklear-Terror“

Gestern feuerten russische Truppen im Osten der Ukraine auf das größte Atomkraftwerk Europas mit 6 Atomreaktoren. Wie durch ein Wunder verfehlten die Geschosse das eigentliche Kernkraftwerk und trafen nur ein Ausbildungsgebäude.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski brachte es korrekt auf den Punkt, was da passiert war, es handelt sich um russischen „Nuklear-Terror“ . Und zwar nicht nur gegenüber der Ukraine, sondern aufgrund dieser gigantischen Dimensionen auch gegenüber ganz Europa.

Wären uns Gott oder der Zufall oder beide nicht zur Seite gestanden und die Geschosse hätten wirklich einen oder mehrere Reaktoren getroffen, wäre eine Kettenreaktion in Gang gekommen, die aufgrund der sechsfachen Grüße von Tschernobyl einen sechsfachen Super-GAU hätten auslösen können und die Ukraine, weite Teile Europas und auch weite Teile Russlands über Jahre hinweg radioaktiv verstrahlt und womöglich auch unbewohnbar gemacht hätten.

Während der Kriegsverbrecher Putin seit über einer Woche die ganze Welt, besonders natürlich die Ukraine, aber auch Europa gewissermaßen als Geisel hält, während er vor ihren Augen ein Land, die Ukraine, vergewaltigt und mit Krieg und Tod überzieht, war der russische Angriff auf das Atomkraftwerk Saporischschja gestern im Grunde ein Angriff auf ganz Europa.

Es stehen in der Ukraine noch weitere Kernkraftwerke und man braucht realistischerweise nicht zu glauben, dass Putins Rücksichtslosigkeit und die Brutalität und Rücksichtslosigkeit des russischen Militärs, die man aus Tschetschenien und Syrien bereits kennt, bei weiteren Kernkraftwerken nun irgendwie weniger werden würde. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Nach innen hin wird Russland immer repressiver, nach dem neuesten Gesetzentwurf der Duma kann man jahrelang ins Gefängnis kommen, wenn man irgendwie „falsch“ über den Krieg berichtet, wobei falsch hier bedeutet, dass der Kreml interpretiert, was richtig und was falsch ist. Nach Vorgabe des Kremls darf man diesen Krieg in Russland nicht einmal Krieg nennen, es handelt sich nach russischer Lesart euphemistisch nur um eine sogenannte militärische Sonderoperation Mehrere westliche Medien haben bereits angekündigt, sich deswegen aus Russland zurückziehen zu müssen.

Wenn man die derzeitige Entwicklung richtig interpretiert, könnte Russland sich zu einer Art neuem Nordkorea entwickeln, welches sich nach außen komplett abschottet und die Menschen im Inneren als Geiseln hält.

Und ein Aspekt ist auch noch bedeutsam: Russland und die Ukraine liefern einen großen Teil des Getreides weltweit. Neben dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, neben der atomaren Rücksichtslosigkeit könnte demnächst auch, zumindest in Ländern, die nicht genug Getreide selbst anbauen oder sich den Kauf von Getreide finanziell kaum leisten können, eine Hungersnot drohen. Dass man als russischer Staatschef damit kein allzu großes Problem hat, zeigt ein Blick in die Geschichte, als Stalin Millionen Ukrainer*innen hatte verhungern lassen. Diese staatlich angeordnete Hungersnot nennen die Ukrainer*innen Holodomor.

Europa befindet sich mittlerweile im Krieg mit Russland, will es sich nur noch nicht eingestehen.

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