Das Zitat aus der Überschrift stammt von der damaligen EKD Ratsvorsitzenden Margot Käßmann, also der Vorsitzenden der evangelischen Kirche Deutschland, aus ihrer Neujahrsansprache im Jahr 2010.
Das Zitat flog ihr immer mal wieder um die Ohren, weil es Kreise gab, die das so nicht stehen lassen wollten. Zu düster, zu pessimistisch, zu einseitig.
Heute, wo nach 20 Jahren Einsatz die westlichen Truppen aus Afghanistan zurückgekehrt sind, ohne es geschafft zu haben, dort eine Zivilgesellschaft im demokratischen und rechtsstaatlichen Sinne zu etablieren, wirkt das Zitat irgendwo treffsicher.
Heute fand in Berlin eine 7 stündige Feier statt, um die Bundeswehr Soldat*innen zu ehren, die im Rahmen des NATO-Bündnisfalls in Afghanistan gedient hatten. 59 von ihnen waren bei ihren Einsätzen gestorben.
Dennoch hat ein politischer Rückblick auf die 20 Jahre Kampfeinsatz in Afghanistan einen faden Beigeschmack.
Denn das westliche Bündnis war in Afghanistan 2001 einmarschiert, um die radikalen Taliban, die Terroristen Unterschlupf gewährt hatten, zu entmachten. 20 Jahre später nun sind die westlichen Truppen weg – und wieder an der Macht sind die radikalen Taliban.



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