Heute vor 20 Jahren: 9/11

Heute vor 20 Jahren fanden die schrecklichen terroristischen Attentate in den USA statt, die offensichtlich einen islamistischen Hintergrund hatten.

Zwei Flugzeuge wurden als Waffe eingesetzt, nachdem sie entführt worden waren, und von den Terroristen in die Twintowers des World Trade Centers gesteuert, die darauf einstürzten, weitere Gebäude in New York wurden in Mitleidenschaft gezogen, das Gebäude World Trade Center 7, ebenfalls ein mehrstöckiges Hochhaus, stürzte in der Folge auch ein.

Ein anderes Flugzeug wurde von den Terroristen ins Pentagon gestürzt, ein weiteres entführtes Flugzeug stürzte irgendwo in den Weiten der USA ab, ohne größeren Schaden anzurichten.

Als Reaktion auf diese terroristische Aggression begann der sogenannte „war on terror“, ausgerufen von dem damaligen US-Präsidenten George Bush, der unter anderem dazu führte, dass einige Länder der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan einmarschierten, wo ein Rückzugsort für islamistische Terroristen vermutet wurde.

Kürzlich zogen sich die USA und ihre Alliierten aus Afghanistan zurück, wo nun die radikalislamischen Taliban, wie schon vor 20 Jahren, wieder an die Macht kamen und kommen. Man kann hoffen, dass Afghanistan nun nicht wieder ein Rückzugsort für Terroristen wird.

Den USA und dem Westen ist es nicht gelungen, in den 20 Jahren in Afghanistan einen demokratischen und stabilen Rechtsstaat zu errichten. Mittlerweile versteht man auch im Westen, dass ein solcher Prozess die tiefe und aktive Unterstützung der ansässigen Bevölkerung benötigt.

Viele Menschen in Afghanistan haben derzeit Sorge vor dem bevorstehenden Regime der Taliban, welchem sie misstrauen, und versuchen nach wie vor, das Land zu verlassen, was aber nicht so leicht ist.

Während des „war on terror“, der zunächst von den USA ausgerufen worden war, herrschte ein doppelter moralischer und ethischer Standard, innerhalb der westlichen Länder galt im weiten Sinn die Rechtsstaatlichkeit, allerdings wurde diese partiell umgangen und aufgehoben, indem beispielsweise auf Kuba in dem militärischen Gefangenenlager Guantanamo Menschen über Jahre hinweg ohne Anklage gefangen genommen und gefoltert wurden, von denen angenommen wurde, sie könnten Terroristen sein.

Insofern produzierte das terroristische Unrecht, das in den USA verübt worden war, in gewisser Weise weiteres Unrecht.

Mittlerweile ahnt man, dass ein Ausstieg aus der Gewaltspirale durch Waffen wohl kaum möglich sein dürfte, sondern nur durch diplomatische Anstrengungen und Interessenausgleich. Ein schwieriger Weg, der leiser und unspektakulärer vonstatten geht, als der „war und terror“, der aber wohl derjenige Weg ist, der letztlich zum Erfolg führen könnte.

Genau genommen hatte vor etwa 2000 Jahren schon der jüdische Wanderprediger Jesus von Nazareth mit seinem radikalen Pazifismus erkannt, dass Gewalt immer nur Gegengewalt erzeugt und somit nicht zu einer friedlichen Lösung führen kann. Sondern nur der Verzicht auf Gewalt.

Fotostrecke und mehr Infos.

2 Gedanken zu “Heute vor 20 Jahren: 9/11

  1. Fisch: „Heute vor 20 Jahren … die offensichtlich einen islamistischen Hintergrund hatten“

    Offensichtlich ist nur,
    was offen sichtlich ist.

    Hörensagen ist NICHT (!)
    identisch mit offensichtlich.

    Auch eine „Dokumentation“ bringt uns keine „Offensichtlichkeit“,
    sondern bestenfalls eine gut gemachte Interpretation von etwas.

    Wir neigen dazu, Interpretationen (auch un-
    sere eigenen) mit Wahrheit zu verwechseln.

    Gefällt mir

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