Annalena Baerbock und die ungewöhnliche Berichterstattung über dieselbe

Einige Medien haben es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht, die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, in einer Art und Weise zu durchleuchten, die schon erstaunlich und ungewöhnlich ist.

Es dürften zuvörderst Medien sein, die von ihrer Ausrichtung her den Grünen ohnehin etwas skeptisch bis sogar ablehnend gegenüber stehen.

Natürlich ist es einerseits für die allgemeine Meinungsbildung wichtig, über Politiker*innen zu berichten. Ausgewogenheit wäre hier aber andererseits durchaus sinnvoll. Entsprechend sollte man auch über die Leichen im Keller der anderen Politiker*innen berichten. Denn wer hat sie nicht, diese Leichen? Man muss nur tief genug bohren, dann wird man wohl bei jedem fündig.

2 Gedanken zu “Annalena Baerbock und die ungewöhnliche Berichterstattung über dieselbe

  1. Ich kann Dir nicht zustimmen: Es ist Wahlkampf und das sollte man auch ernst nehmen, denn immerhin geht es doch um den Posten des Regierungschefs. Wie soll der Kanzler/die Kanzlerin bei einem Frontalangriff von Putin, Erdogan oder nur Johnson reagieren? Wie wird er oder sie in Krisen reagieren?
    Es kam nie auf die Themen an: Schmidt musste sich gegen rechts als Terroristenkanzler verteidigen und gegen links, dass er nicht genug sympathisierte. Selbst bei persönlichen Angriffen (Brandt als uneheliches Kind, Schmidt als Offizier der Wehrmacht, Kohl als Birne mit Sprachfehler, Schröder mit Haartönung, Zigarren und Designeranzüge, Merkel wegen Gesichtsausdruck, Frisur und täppischen – um nicht zu sagen Ost- – Verhaltens). Wie reagiert der oder die Kandidatin bei diesen Angriffen? Wir ertragen Aggressivität wie bei Brandt oder Schröder, ebenso wie stoisches Schweigen wie bei Schmidt, Kohl oder Merkel.
    Im Wahlkampf geht es um die Selbstdarstellung, aber auch und vor allem um das Verhalten auf Angriffen. Laschet musste sich gefallen lassen, seine Politik koste Menschenleben. Scholz muss sich dem Wirecard-Skandal stellen. Die Themen sind doch eigentlich gleichgültig, das schreckt auch nicht vor einer grünen Kanzlerin. Ich denke, dass die Bürger – auch die grünen Sympathisanten – Baerbocks Verhalten, plaudernd in die Defensive, nicht als gut genug für das Kanzleramt halten.

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    1. Möglicherweise ist es meine aktuelle Wahrnehmung.
      Gut, über Laschet wird bestenfalls geschmunzelt. Aber die anderen Kandidaten sind meiner Wahrnehmung nach relativ unbehelligt. Scholz hat den Wirecardskandal als Thema für nach der Wahl deklariert, was man ihm bislang offenbar auch durchgehen lässt.

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