Der Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht schaffen kann.
Er lebt davon, dass die Menschen moralisch anständig miteinander umgehen.
Diese Voraussetzungen werden zwar nicht nur, aber in einem nicht unerheblichen Maße beispielsweise auch durch die Kirchen uns durch die Religion geschaffen und gefördert.
Die Voraussetzung, dass Menschen am Gemeinwesen interessiert sind und für andere Menschen sorgen und auf sie Rücksicht nehmen wollen, ist eine Voraussetzung, die der Staat aber nicht anordnen kann, sondern er ist abhängig davon, dass diese Voraussetzungen schon bestehen.
Gerade jetzt in der Pandemie merkt man bei einigen Menschen, auch bei vielen aus dem Milieu der sogenannten Querdenker, dass diese den Staat als eine Art Dienstleister sehen. Sie denken, sie zahlen Steuern, dafür könnten sie dann aber maximalen Profit aus dem Staat ziehen, der für sie zu funktionieren habe wie ein Supermarkt oder ein Geschäft. Man zahlt und dann will man dafür auch etwas bekommen.
So aber funktioniert kein Gemeinwesen, denn diese egozentrische Sicht, in der es nur darum geht, selbst ein Maximum an Vorteilen zu ergattern, lässt ein Gemeinwesen und einen Staat auf Dauer kollabieren.
Schön bringt dies der Philosoph Richard David Precht bei Markus Lanz auf den Punkt.



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