Das Gespräch

Eine kleine Anekdote aus meinem Leben, die tatsächlich so stattgefunden hat.

Meine Frau und ich waren bei einem anderen Ehepaar eingeladen, die zu diesem Zeitpunkt schon älter waren. Er war so um die 60 und recht beleibt.

Wir speisten gemeinsam und dann für den Nachtisch verzogen sich die Damen in die Küche, so dass ich mit dem Hausherrn gemeinsam an einem Tisch saß und wir uns durch ein etwas mühsames und langwieriges Gespräch hindurch quälten, in welchem man immer versuchte, wieder einen neuen Gedanken irgendwo zu finden, um das Gespräch nicht vollends verebben zu lassen.

Es kam ab und an zu Gesprächspausen und nach einer Gesprächspause, die etwas länger gedauert hatte, merkte ich, dass der Kopf des Gastgebers ein wenig nach vorne gekippt war und sich mit dem Kinn auf der Brust abstützte.

Ich ging dann doch lieber zu den Damen in die Küche, um den Gastgeber in seinem Schlaf nicht zu stören.

Gerne wäre ich seinem Vorbild gefolgt, aber als Gast hat man ja ein wenig den Schein zu wahren.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Das Gespräch“

  1. Ja, unsere Bereitschaft zur Anpassung (an die Gepflogenheiten) ist zu 99% größer als unsere Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit (Authentizität).

    Wir wollen dazugehören und nicht als Sonderling gelten (Angst).

    Fröhliche Auferstehung. 🌿
    (Transformation)

    – Nirmalo

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