Menschen meinen es eigentlich immer nur gut. Die Frage ist nur, für wen.
Es gibt, ganz grob eingeteilt, drei Typen von Menschen.
Die Altruisten. Sie denken in ihrer Reimform immer nur an die anderen, sie selbst kommen dadurch aber immer zu kurz.
Die Egoisten. Sie haben nur den eigenen Vorteil im Blick. Sie kümmern sich auch um andere Menschen, aber nur dann, wenn sie sich dafür eigene Vorteile erhoffen, z.b. Wertschätzung, einen Machtzuwachs oder das Gefühl, nicht allein zu sein.
Menschen, die zwischen Altruismus und Egoismus angesiedelt sind und sich zudem selbst annehmen. Sie wissen um die Gefahren des Egoismus, bei dem man sich selbst verlieren kann, obwohl man glaubt, für sich selbst alles zu gewinnen. Sie wissen um die Gefahren des Altruismus, bei dem man sich selbst genauso verlieren kann. Und sie wissen um die Gefahren einer überhöhten Selbstannahme, die dann wieder zum Egoismus führen könnte. Sie siedeln sich irgendwo zwischen diesen Extremen an, mal mehr hier, mal mehr dort. Sie befinden sich in einem Fluidum zwischen diesen Extremen und müssen bei jeder Situation neu ihre Positionierung ausloten und überdenken. Sie werden dadurch aufgrund ihrer reflektierten Haltung den Situationen und Menschen aber am meisten gerecht.
Abschließend kann man also sagen, die meisten Menschen meinen es tatsächlich immer nur gut. Das gilt allerdings auch für Hunde, die beißen, denn die Herrchen meinen dann oft: der will doch nur spielen!



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