Das Coronavirus bei München. Was man jetzt wissen sollte.

Nun ist im Landkreis Starnberg bei München ein Fall aufgetreten, in dem ein Mann sich mit dem Coronavirus infiziert hat, so berichtet Radio Gong. Der erste nachgewiesene Fall des Coronavirus in Deutschland.

Der Mann habe sich vermutlich bei einem Arbeitskollegen angesteckt, der zuvor in China war. Menschen, mit denen der aktuelle Patient zuvor engeren Kontakt gehabt haben könnten, werden derzeit informiert. Die Inkubationszeit des Virus beträgt scheinbar bis zu 14 Tagen. Der Patient befindet sich derzeit in einem Krankenhaus in Quarantäne, ihm geht es bislang offenbar gut.

Die zuständigen gesundheitlichen Stellen schätzen das Risiko für eine Ansteckung im Großraum München aber nach wie vor als moderat ein. Generell werde das Virus wohl durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Insofern ist es sicher sinnvoll, sich möglichst nicht von Menschen anhusten zu lassen, sofern man das irgendwie vermeiden kann, und sich zudem oft und gründlich mit viel Seife die Hände zu waschen, um das Risiko durch eine Schmierinfektion zu minimieren, die ja vermutlich auch stattfinden könnte.

Als Symptome das Coronavirus gelten beispielsweise hohes Fieber und ein starker Husten. Gefährdet sind vor allem Menschen, deren Immunsystem von Haus aus schon geschwächt ist, also Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die ziemlich alt sind. Besonders bei dieser Gruppe trat bislang infolge des Virus eine schwere Lungenerkrankung auf und es kam zu Todesfällen. Für Menschen, die nicht zu dieser Risikogruppe gehören, zeigt sich das Virus offenbar eher in grippeähnlichen Symptomen, scheint aber nicht tödlich zu verlaufen.

Sollte sich das Risiko in München und Umkreis erhöhen, kann man wohl davon ausgehen, dass die Behörden bzw zuständigen Stellen eine Warnung herausgeben würden. In diesem Fall könnte man beispielsweise auch auf einen Mundschutz ausweichen, um einer Tröpfcheninfektion zu entgehen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich natürlich auch gleich einen Mundschutz aufsetzen. Zudem ist es natürlich sinnvoll, rein prophylaktisch große Menschenansammlungen zu meiden, sofern sie sich vermeiden lassen.

Bislang sollte man sich aber, so der Tenor, wohl nicht verrückt machen lassen. Das Risiko einer Ansteckung soll aktuell eher gering zu sein. Andererseits beginnt gerade die Bundeswehr mit Vorbereitungen, um etwa 90 Deutsche aus Wuhan (China) auszufliegen. Das Coronavirus war in dieser Region erstmals aufgetreten, dort laufen mittlerweile viele Menschen mit Mundschutz herum. Wuhan und weitere chinesische Städte sind aus Gründen der Quarantäne von der Außenwelt weitgehend abgeriegelt.

Mehr Infos können Sie hier nachlesen.


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