Beim Frauenarzt

Eine Dame, die ich kenne, war kürzlich in München Schwabing bei einem Frauenarzt, bei dem sie sonst noch nicht war.

Glücklicherweise war gesundheitlich alles in Ordnung, wie sich herausstellte. In anderer Hinsicht war aber nicht unbedingt alles ganz so in Ordnung, wie man zunächst einmal annehmen würde. Es passierte nämlich das Folgende.

Die Dame ging gerade ins Wartezimmer, als sie von einer Sprechstundenhilfe angesprochen und nach ihrer Versicherungskarte gefragt wurde. Sie sagte daraufhin, dass sie privat versichert sei. Die Sprechstundenhilfe stoppte sie daraufhin und sagte, dann gehen Sie doch bitte in das andere Wartezimmer.

Das Wartezimmer, in das die Dame zuerst gehen wollte, war schön. Das Wartezimmer für Privatpatienten, in das sie dann ging, war aber schöner.

Ja, es gibt eine Zweiklassenmedizin in Deutschland. Auch, wenn das nicht jeder wahrhaben möchte.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Beim Frauenarzt“

  1. Avatar von Rainer Kirmse , Altenburg
    Rainer Kirmse , Altenburg

    Ärzte und Co. im Gedicht:

    DER HAUSARZT

    Die Spezies ist akut bedroht,
    Der Nachwuchs macht sich rar.
    Der Hausarzt ist heute wichtig,
    Wie er’s zu allen Zeiten war.

    Er genießt unser Vertrauen,
    Der Umgangston ist familiär.
    Er ist Freund des Menschen,
    Sonst wäre er Veterinär.

    Er ist erster Rettungsanker,
    Wenn die Leiden uns ereilen.
    Mit Gott Äskulap im Bunde,
    Hat er die Lizenz zum Heilen.

    Virusgrippe oder Bauchweh,
    Sein Repertoire ist universal.
    Von ihm erwirkte Linderung
    Beendet langer Nächte Qual.

    Die Schwestern in der Praxis
    Regeln den Ablauf kompetent;
    Wechseln die alten Verbände,
    Ernten manches Kompliment.

    Spritzen werden aufgezogen,
    Patienten müssen mutig sein.
    Tabletten werden verschrieben,
    Mancher nimmt sie sogar ein.

    Unterstützen wir Arztes Werk,
    Nehmen seine Ratschläge an.
    Gönnen wir ihm die Freude,
    Wenn er Kranken helfen kann.

    BEIM ZAHNARZT

    Bei Zahnweh hilft kein Kamillentee,
    Der gefürchtete Zahnarzt muss ran.
    Der Gedanke schreckt uns per se,
    Doch jeden erwischt’s irgendwann.

    Der Doktor hantiert mit Zangen,
    Spannt die gehassten Bohrer ein.
    Er klammert und setzt Spangen,
    Rückt zu Leibe dem Zahnstein.

    Wie hat man im Mund gelitten,
    Oft gewimmert, nicht gegessen.
    Das ist vorbei mit den Dritten,
    Man ist ein anderes Wesen.

    Der Abdruck ist letzte Tortur;
    Die Prothese sollte passen,
    Will man in jeder Positur
    Sein Lächeln blitzen lassen.

    DIE APOTHEKE

    Ein traditionsreiches Gewerbe
    Pflegt sein Jahrhunderte altes Erbe;
    Von ersten Vorläufern im alten Rom
    Und Paracelsus zum Pharmadiplom.

    Es wird dekantiert,filtriert und titriert,
    Man mixt hoch wirksame Tinkturen.
    Puder und Salben werden offeriert,
    Auch Hilfsmittel für diverse Kuren.

    Die Säurehemmer florieren,
    Dauerbrenner ist Aspirin.
    Es gibt was für Blase und Nieren,
    Für jedes Leid eine Medizin.

    Wenn uns eine Krankheit plagt,
    Ist die Apotheke der Ort.
    Es ist Fachkompetenz gefragt,
    Wir vertrau’n Apotheker’s Wort.

    HOMÖOPATHIE

    similia similibus curentur

    Homöopathie stößt an Grenzen,
    Es fehlt letztlich der Beweis.
    Sie kann Schulmedizin ergänzen,
    Und somit schließen den Kreis.

    Sie kann keinen Krebs kurieren,
    Auch nicht die streikenden Nieren.
    Erkältung und Gliederschmerzen
    Kann sie vielleicht ausmerzen.

    Wo Schulmedizin die Waffen streckt,
    Wird oft letzte Hoffnung geweckt.
    Wettbewerb ist niemals schlecht,
    Es gilt stets, wer heilt hat Recht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

  2. Danke, erscheint heute im Laufe des Tages

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