Die Grünen-Politikerin Renate Künast wehrte sich gerichtlich gegen üble Beschimpfungen im Internet. Das Berliner Landgericht urteilte, ein Politiker müsse sich eben beschimpfen lassen, sogar außerordentlich derb.
Das Unlogische daran ist, dass ein Politiker zugleich auch ein Bürger ist. Und dass man ja eigentlich denken würde, jeder Bürger sei vor dem Gesetz gleich. Wie kann es dann aber sein, dass ein normaler Bürger Beleidigungen nicht einstecken muss, ein Politiker aber schon?
Vielleicht weht der Wind aber auch aus einer ganz anderen Richtung. Vielleicht sind die Gerichte in Berlin unterbesetzt und man möchte sich so auf diese nicht gerade elegante Weise vor eine hoffnungslosen Überlastung der Gerichte und Richter schützen. Denn anders kann man das Urteil kaum erklären.
Aber mal ehrlich, dass der Schuss nun so nach hinten losgeht und durch die Medien saust, zu Recht übrigens, hätte man ja ahnen können.



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