Normalerweise sind wir ja recht wissenschaftsgläubig. Bei der Klimaerwärmung seltsamerweise nicht. Manche schon, viele nicht.
Oder genauer gesagt, viele machen sich Sorgen, dass das Klima sich verändern könnte und immer heißer wird. Die Folge wären beispielsweise Regionen, in denen Menschen überhaupt nicht mehr leben könnten, weil es dort zu heiß ist oder dort auch nichts mehr wachsen kann. Globale Flüchtlingsbewegungen könnten die Folge sein. Und da man 2015 ja gesehen hat, dass beispielsweise Deutschland nicht gerade tiefenentspannt beim Thema Flüchtlinge ist, wie übrigens fast alle Länder auf der Welt, wäre allein das schon Grund zur Beunruhigung.
Zudem dürften die extremen Wetterphänomene massiv zunehmen. Stürme, Hurricanes, Orkane und Sturmfluten sowie massiven Überschwemmungen.
Viele Leute finden es mittlerweile gut, wenn das Klima etwas mehr geschützt werden würde und sehen die zunehmende Klimaerwärmung durchaus als Problem an. Dieselben Leute sehen das Problem allerdings nicht mehr in derselben Größe, wenn sie dafür etwas tun müssten. Beispielsweise weniger Fleisch essen, den Verkehr anders regeln, Flugreisen überdenken, das Autofahren auf andere Weise gestalten.
Und das ist das Problem. Es müssten nun wohl derzeit ziemlich schnell und in ziemlich vielen Ländern auf der Welt starke Veränderungen im politischen Bereich eintreten, so dass die Bürger ein anderes Verhalten in Bezug auf den Klimaschutz an den Tag legen müssten.
Der Wille ist zwar in Ansätzen da, wie man an den „fridays for future“ Demonstrationen sieht, aber ehrlich gesagt, die Gesellschaft ist meistens träge. Und die Gesellschaften in vielen Ländern sind sicherlich in ihrer Gesamtheit noch träger.
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Könnte man satirisch sagen.
Realistisch müsste man aber wohl sagen, die Chancen, dass wir den Klimawandel stoppen können, sind denkbar schlecht, weil wir Menschen und Gesellschaften uns so langsam nur ändern können oder wollen oder beides.
Genießen wir noch mal das Wetter, wie es derzeit ist und machen ein paar Fotos, damit wir uns später daran erinnern können, wenn wir uns fragen, warum wir damals nicht gehandelt haben. Und wenn wir unseren Kindern erklären müssen, warum sie in einer solch zerstörten Umwelt leben.
Die Antwort wird dann nach wie vor sein: weil die Menschen träge sind und Veränderungen auch im psychischen Bereich immer nur schleppend vonstatten gehen. Wir bräuchten Zeit, die wir seit Jahrzehnten eigentlich hatten, die wir jetzt aber nicht mehr haben.
Trotzdem ist es besser, nach wie vor Klimaschutz zu versuchen, als gar nichts zu tun. Besser ein paar kleine positive Auswirkungen, als gar keine.
Gehen wir es an. Und gehen wir es bei den nächsten demokratischen Wahlen an, wenn wir Parteien wählen sollten, die sich glaubhaft und nicht nur in populistisch gefärbter Weise aus opportunistischen Gründen heraus kurz einmal für den Klimaschutz einsetzen.




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