Die EU hat in Brüssel beschlossen, dass ab dem Jahr 2130 Neufahrzeuge insgesamt 37,5 % weniger CO2 ausstoßen dürfen, als aktuell.
Die Autoindustrie gibt sich etwas pikiert und mahnt an, dass die geplanten 112 Jahre für die Umsetzung dieses Abkommens doch etwas knapp angesetzt seien und man nicht immer nur fordern dürfe, sondern auch fördern solle.
Sie, die Autoindustrie, sei ja auch ziemlich unter Druck, wenn sie weiterhin hohe Gewinne einfahren wolle. Außerdem wolle der deutsche Autofahrer auch lieber große und schwere SUVs fahren, als in kleineren und sparsamen Autos durch die Welt zu gondeln. Zudem sei der Deutsche es gewohnt, die Zigarette am Kiosk mit seinem SUV zu holen, was ja letztlich auch der Sicherheit diene. Die berüchtigte Bananenschale, auf der Fußgänger ausrutschten, sei leider bittere Realität in Deutschland, so ein unabhängiger Sprecher der Autolobby.
Politiker, so hört man aus Brüssel, bereiteten bereits ihre Kindeskinder, die ebenfalls Politiker werden könnten, darauf vor, im Jahre 2129 der Öffentlichkeit zu erklären, warum die völlig übereilte CO2-Reduktion so schnell nicht umgesetzt werden könne. Als realistischer Termin sei das nächste Millenium anzustreben, dann aber ganz sicher und mit Nachdruck.
Handelsblatt: EU beschließt schärfere CO2-Grenzen für Neuwagen.



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