In Berlin hat eine Waldorfschule sich dagegen entschieden, das Kind eines bekannten AFD-Lokalpolitikers an die Schule zu lassen.
Einerseits werden hier die Gedanken von Sippenhaft wach, was kann das arme Kind dafür.
Andererseits sind gedanklich im Hintergrund die AfD-Meldeplattformen für Lehrer, mit denen ein Klima der Angst geschaffen und Lehrer eingeschüchtert werden sollen, und man muss davon ausgehen, dass der Schulfriede nachhaltig gestört werden könnte, wenn der Herr AfD-Papa dann sein Kind immer abends genauestens interviewt, welcher Lehrer oder welche Lehrerin denn wie gedacht oder sich geäußert habe.
Zwar wäre es natürlich eine schöne Sache, könnte das Kind eine liberale Erziehung an einer Waldorfschule erhalten, aber den politisch am rechten Rand eingefahrenen Vater dürfte das wohl kaum beeindrucken können.
Letztlich hat offenbar die Sorge vor dem Konflikt den Ausschlag gegeben, das Kind nicht zu nehmen. Allerdings auch nicht nur dieses eine Kind nicht zu nehmen, sondern viele Kinder werden von Waldorfschulen abgelehnt, weil zu wenig Plätze da sind.
Süddeutsche Zeitung: Waldorfschule lehnt Kind ab, weil sein Vater in der AfD ist.



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