In Deutschland reagierte die Politik besorgt, aber auch verhalten verschnupft darauf, dass sich offenbar der saudische Journalist Khashoggi ohne Not in der saudischen Botschaft der Türkei hat umbringen lassen.
Das setze einen wieder so unter einen unangenehmen moralischen Druck, dass man die Menschenrechte ja einerseits verteidigen müsse, wo aber doch andererseits jeder wisse, dass die Saudis ihren zweitgrößten Waffenimport von Deutschland beziehen (tolles Rüstungsgeschäft) und man in Deutschland, bis man dann endlich mal funktionierende Elektroautos habe, die auch mehr als 100 km Reichweite besitzen, ja doch noch ein wenig auf das billig billig Erdöl aus Saudi-Arabien angewiesen sei.
Völlig untragbar, was Herr Khashoggi da mit sich hat machen lassen. Und die Deutschen müssen es mal wieder ausbaden. Vielen Dank auch, Herr Khashoggi!
Es sei ja unter gewissen Journalisten fast schon zu einem Volkssport geworden, sich aus politischen Gründen in irgendwelchen Ländern ermorden zu lassen. Demokratische Länder wie die Bundesrepublik kämen dadurch dann massiv in die moralische Bredouille und müssten den ganzen ethischen Schlamassel wieder ausbaden, Moral gegen wirtschaftliche Interessen. Das könne so ja nicht sein, man lasse sich doch von derartigen journalistischen Machenschaften nicht erpressen. Da müsse man auch besagten Journalisten doch endlich mal ein wenig auf die Füße treten. Es könne doch nicht angehen, dass die mit ihrem ganzen Menschenrechts-Blabla und ihren linksgrünversifften Ideen dann die Wirtschaft so ruinieren. Die arme Wirtschaft !
KHASHOGGI-AFFÄRE:Wie Saudi-Arabien das Silicon Valley finanziert
Saudi-Arabien ist an namhaften amerikanischen Tech-Unternehmen beteiligt. Für manches Start-up ist die Khashoggi-Affäre ein richtiger Balanceakt.




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