Novichok unter Freunden, das geht gar nicht

Der britische Außenminister Boris Johnson beschuldigt Putin, den russischen Präsidenten, höchstpersönlich, mit dem Nervengiftanschlag in Großbritannien zu tun zu haben.

Nervengift unter Freunden, das geht ja gar nicht.

Aber ob Russland so ein guter Freund ist, steht ja immer mehr in Frage. Seit dem verdeckten russischen Angriffskrieg in der Ost-Ukraine, mit dem Putin ja angeblich auch nichts zu tun hat. Und seit Putin den syrischen Diktator Assad, der sein Volk in Grund und Boden zu bomben nicht müde wird, unterstützt.

In Russland hergestelltes Nervengift, einen Kampfstoff, kann man ja normalerweise nicht am Kiosk kaufen. Insofern ist der Anschlag in Großbritannien auf den russischen Ex-Agenten Sergei Skripal und seine Tochter womöglich schon im Zusammenhang mit Staatsterrorismus zu sehen. Sofern sich denn wirklich nachweisen lässt, dass dieses Nervengas aus Russland stammt. Aber dafür scheint es derzeit ja überwältigende Beweise zu geben.

Da vor einigen Jahren auch schon mal ein russischer Agent, Litvinenko, in Großbritannien mit Polonium vergiftet wurde, ist es nicht so ganz abwegig, dass russische Geheimdienstkreise hinter dem Ganzen stecken könnten.

Andererseits hat man natürlich auch noch im Hinterkopf, wie der einstige britische Außenminister Tony Blair einen Angriffskrieg gegen den Irak unterstützte mit der Begründung, dieser habe Massenvernichtungswaffen. Was er dann nicht hatte.

Wenn man sich allerdings die Poloniumvergiftung von Litvinenko und nun die Novichokvergiftung von Sergei Skripal ansieht, liegt es natürlich nicht gerade fern, dort eine Linie zu vermuten.

In den Medien wird unter anderen die These vertreten, dass Putin entweder tatsächlich dahinter steckt, oder seinen Geheimdienst nicht mehr im Griff hat. Was beides nicht gerade beruhigend wäre.

Großbritannien vermutet Putin hinter Nervengift-Anschlag
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/boris-johnson-putin-steht-wohl-hinter-nervengift-anschlag-15497624.html


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Novichok unter Freunden, das geht gar nicht“

  1. […] diesem Fall wäre der Mord allerdings nicht wie bei Herrn Skripal, der in London vor gar nicht allzu langer Zeit durch das Nervengift Novichok zu Tode kam, vonstatten gegangen, sondern ganz konventionell durch ein paar Kugeln. Good old school […]

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