Nachhaltigkeit? Ach was!

Da will man in der Früh seinen Kaffee trinken und erwartet, so wie es schon längere Zeit der Fall ist, dass man danach unter der Kaffeemaschine wieder einen kleinen See an Kaffeewasser wegwischen muss. Woher dieses Wasser stammt, ist einerseits ein Rätsel, aber ganz grob gesagt stammt es natürlich auf irgendeine Weise aus der Maschine. Wieso es nicht darin bleibt, unklar. Irgendein Ventil vielleicht. Es schmiert und sifft jedenfalls immer. Dabei ist die Maschine in etwa nur vier Jahre alt, wobei man heutzutage wohl dafür schon ein großes Lob aussprechen muss. Gut erinnere ich mich noch an meine Stereoanlage, die ich 1988 kaufte und die im Prinzip immer noch geht und die bei uns auch noch in einem Zimmer steht. Eine Sony. Qualität. Aber zurück zur Kaffeemaschine. Neben dem See aus Kaffee fing heute das Mahlwerk verdächtig an zu Knacksen und hörte auch nicht mehr auf damit. Eine wässrige Lösung an kaffeeartigem Getränk verließ die Maschine, mit Geschmack war da aber nicht mehr viel. Was tun? Bereits das Wasserleck ließ sich nicht auffinden, aber auch das Mahlwerk, wie ich eben feststellen musste, lässt sich nicht mit Imbusschlüsseln öffnen, sondern nur mit irgendwelchen Spezialschlüsseln. Insofern geht man entnervt zu einem Online-Anbieter, macht klick klick und hat eine neue Maschine. Und ärgert sich, warum die Geräte heute so schnell kaputt gehen. Aber ändern als Einzelperson kann man es wohl nicht. Die Umwelt freut sich nicht, von Nachhaltigkeit braucht man hier auch nicht zu sprechen. Das Gerät zur Reparatur einzuschicken würde wohl mittlerweile den Wert des Gerätes bei weitem übersteigen. So what. Dann kann man sich wenigstens auf die innere Position zurückziehen, dass man ja keine seltenen und gefährdeten Tropenhölzer irgendwie verwendet für den eigenen Haushalt, wenngleich der Kaffee auch aus fernen Ländern extra importiert werden muss. Der Kaffee darf ins Land, die Flüchtlinge sollen draußen bleiben. Okay, eine etwas verwegene Kombination zweier Themen gerade. Wie auch immer, ökologisch sinnvoll ist das Ganze nicht, aber die Industrie hat damit wohl kein Problem, das hat dann nur der Einzelne, der es nur so beseitigen kann, indem er seinen Konsum dann eben fortsetzt und eine neue Maschine kauft. Oder keinen Kaffee mehr trinkt.


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Kommentare

5 Kommentare zu „Nachhaltigkeit? Ach was!“

  1. Avatar von portapatetcormagis
    portapatetcormagis

    Da lohnt es sich, nach einem Repair Café zu suchen 🙂

    Oder gleich auf Pressstempelkanne oder den guten alten Filter umsteigen. Mit Fairtrade-Kaffee ein nachhaltiger und leckerer Kaffee.

    Guten Morgen!

  2. Ich persönlich könnte mit einer Pressstempelkanne ganz gut leben, aber das geht nicht jedem im Haushalt so. Repair Café, ja, könnte ich mal schauen. Fairtradekaffee, gute Idee.

  3. Das Problem ist, dass viele Menschen immer mehr Wirtschaftswachstum erzielen wollen und gar nicht verstehen, dass das auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen im Grunde gar nicht möglich ist. Dass Elektrogeräte heute schneller kaputt gehen ist in vielen Fällen wohl Absicht – mein Smartphone z.B. ist keine 2 Jahre alt und das Display flackert dauernd!
    Da kann man es wohl nicht vermeiden, aber ansonsten sind mir nicht-elektronische Geräte lieber, zum Beispiel mache ich meinen Kaffee im Herdkännchen und wenn da mal Wasser rausläuft kann man einfach nur den Dichtungsring wechseln und es funktioniert wieder ☕

  4. Stimme ich zu. Und gerade bei den Smartphones hat man ein Problem, nicht nur, dass sie vielleicht gar nicht so lange halten, wie sie eigentlich sollten, sondern dass sie nach einiger Zeit auch keine Updates mehr erhalten, man also gewisse Sicherheitslücken hat, wenn man nicht auf ein neues umsteigt.

  5. Ja, das kommt auch noch dazu 🙄

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