“In der Abteilung geht die Liste für die Weihnachtsfeier rum,” brummelt meine Liebste. “Ich hab mich noch nicht eingetragen. Vielleicht nehme ich mir da einen Zahnarzttermin.”
“Lieber zum Zahnarzt als mit den Kollegen feiern?” Das klingt wenig begeistert.
“Ja, ist doch irgendwie verlogen. Das ganze Jahr hetzen sie einen in den Burnout, und nun auf einmal Friede, Freude, Weinachtsstollen! Eigentlich haben fast alle keine Lust. Es traut sich nur keiner, ‘nein’ zu sagen.”
Es ist also wieder soweit. In den Supermärkten liegt schon seit Anfang September Weihnachtsgebäck. Die Einkaufsstraßen sind jetzt auch festlich illuminiert, Weihnachtsmärkte sind eröffnet, die Tageszeitung quillt vor Werbebeilagen über. Feiern in Betrieben, Kindergärten, Vereinen, Bazare in den Kirchengemeinden. Und allenthalben Klagen darüber, dass es zu viel ist, Genörgel über den Konsumrausch, auch das Missfallen über den Weihnachsstress kommt “alle Jahre wieder”…
viaAlternativen zum Main-Stream-Weihnachten? Ein Aufruf zu kulturellem Ungehorsam. | Glaubenstexturen.



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