Zweifel

Man hat uns – nein, das wäre verallgemeinernd – man hat mir das Zweifeln schlechtgeredet. Schon als Kind, aber auch später noch. So lange, bis Zweifel automatisch Gewissensbisse auszulösen in der Lage waren. Sich davon wieder zu lösen, das Zweifeln schätzen zu lernen, ist so einfach nicht und auch nicht überall und jederzeit angebracht.

Als kleiner Junge zweifelte ich an der Ernsthaftigkeit mütterlicher Warnungen bezüglich Kerzenflammen, bis ich mir die Finger verbrannt hatte. Ich zweifelte auch daran, dass ein »Christkind«, auf unerforschliche Weise mit Paketen beladen durch Wände oder Decken gleitend, für die weihnachtliche Bescherung zuständig war.

Die Zweifel an der Mär vom Christkind waren berechtigt, die Zweifel bezüglich der….

viaGünter J. Matthia: Zweifel.


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