Josef Bordat. Ein Beitrag zur Frage der veränderten Darstellung von Religion, Glaube und Christentum in der Populärkultur
Wer gerade den Tatort („Geburtstagskind“, Luzern) gesehen hat, konnte Zeuge des wohl durchsichtigsten Kriminalspiels der Kulturgeschichte werden. Zwar gibt man sich reichlich Mühe, einige Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen, aber überzeugend ist das von dem Moment an nicht mehr, in dem sich eine der Hauptfiguren als religiös erweist. Er ist in offenbar leitender Funktion in einer christlichen Gemeinschaft aktiv, die von den rezipierenden Beamten mit Erlösung, Exklusivität und Eschatologie in Verbindung gebracht wird, in einem Atemzug. Eine Endzeitsekte, die jedoch zugleich die Standard-Theologie aufgreift („Gott ist Gnade.“), diese um den Gedanken der Solidargemeinschaft („Kreis“) ergänzt und insgesamt recht wenig Apokalyptisches zitiert…>mehr.
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foto: Johannes Schätzler / pixelio.de



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