Das Herz von Jenin (DVD-Tipp)

Das Herz von Jenin erzählt die wahre Geschichte Ismael Khatibs, dessen 12-jähriger Sohn Ahmed 2005 im Flüchtlingslager von Jenin von Kugeln israelischer Soldaten tödlich am Kopf getroffen wird. Nachdem die Ärzte im Krankenhaus nur noch Ahmeds Hirntod feststellen können, entscheidet der Palästinenser Ismael, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden und damit deren Leben zu retten.

Der israelische Filmemacher Leon Geller und der Deutsche Marcus Vetter rekonstruieren die Geschichte zwei Jahre später anhand von TV-Material und der Befragung von betroffenen Familien und anderen Beteiligten. Sie begleiten Ismael Khatib, Ahmeds Vater, auf einer bewegenden Reise zu den Kindern, denen die Organe seines Sohnes das Leben retteten. Die Begegnungen mit den Familien führen zugleich das breite Spektrum der Probleme vor, die den Alltag israelischer Araber prägen. Der schwierigste Teil der Reise ist der Besuch bei dem jüdischen Siedler, der von beidseitiger Befangenheit, Unverständnis, aber auch tiefer Dankbarkeit seitens der jüdischen Familie bestimmt ist. Den Filmemachern gelingt es, die Dramatik dieser Situation spürbar zu machen, der eine hohe politische Symbolik innewohnt. „Das Herz von Jenin“ ist ein beeindruckendes Dokument, das auf der einen Seite die scheinbar unüberwindlichen Ressentiments zwischen Israelis und Arabern zeigt, die den Nahostkonflikt prägen. Auf der anderen Seite ist der Film aber auch ein Zeugnis dafür, dass Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft diesen Konflikt einmal überwinden könnten.

Regie/Drehbuch: Leon Geller, Marcus Vetter
Deutschland 2008

Die DVD ist ab 16. November im Handel erhältlich

Quelle: > EKD

> Infoblatt zum Film lesen (Jury der evangelischen Filmarbeit)

Trailer ansehen:

foto: mertzim,flickr.com


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Kommentare

5 Kommentare zu „Das Herz von Jenin (DVD-Tipp)“

  1. Sicherlich ein sehenswerter Film – aber hier bei theolounge muß ich auch einmal auf das hier hinweisen, was nicht minder bedenkenswert ist: http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2601

  2. Danke für die Links.

  3. Gerne! 🙂 War leider ein Doppelposting, das erste kannst Du also löschen!

  4. Aber diesen Artikel finde ich schon polemisch, auch, wenn er sicher teilweise vielleicht recht haben mag. Aber ich denke, die Absicht des Films ist überhaupt nicht, die Juden schlecht zu machen.
    Die Absicht ist meiner Meinung nach, zu zeigen, dass Hass und Fremdheit durch Menschlichkeit überwunden werden kann.

    Ich finde es schon etwas erschreckend, wie unterschiedlich man so etwas auffassen kann, wenn ich den von Dir verlinkten Artikel so lese.

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