Schwule wollen Psychotherapie-Kongress verhindern

schwulDer Lesben und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) trommelt Unterstützer für die Kampagne gegen einen Kongress der „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V.“ zusammen, den sie gern verhindern möchten. Der Kongress findet am 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg statt.

Grund: Es treten auch Dozenten mit evangelikalem Hintergrund auf, die die Meinung vertreten, daß es für Schwule und Lesben möglich sein soll, ihre homosexuelle Identität zu ändern und wieder heterosexuell zu empfinden. Unter anderm Markus Hoffmann von der Organisation „Wüstenstrom e.V“. und Christl Ruth Vonholdt vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)“ Die genannten Organisationen bieten Beratung, Seelsorge und Therapie für homosexuell veranlagte Menschen an, die an ihrer Veranlagung leiden und gerne heterosexuell empfinden würden.

Dieser Wunsch nach „Entschwulung“, oder „Umpolung“, wie es der LSVD und andere bezeichnen, ist denjenigen Schwulen, die das weder für sich möchten noch überhaupt für möglich halten, offenbar ein gewaltiger Dorn im Auge.

Schwul bleibt schwul und hat für immer schwul zu bleiben! ist scheinbar die Devise. Alle Versuche, von einer homosexuellen Denk- und Lebensweise in das Lager der Heteros abzuwandern sollen mit allen Mitteln verhindert werden, weil der Hilfesuchende nur Schaden nehmen würde. Jegliche therapeutische Hilfe auf solchen „Irrwegen“ sollte möglichst untersagt werden! Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

So wird der Oberbürgermeister der Stadt Marburg sowie die dortige Universität bestürmt, diese Veranstaltung zu boykottieren und sich zu distanzieren. Ein Aktionsbündnis wurde ins Leben gerufen, um politischen und medialen Druck auf die Veranstalter des Kongresses auszuüben und so die Fachtagung zu verhindern. Hier sind der DGB, DIE LINKE, und Fachschaft Katholische Theologie mit Antifa, den Grünen und Schwulenverbänden nun friedlich vereint. Ein interessantes Bündnis.

Ich frage mich nun, ob die genannten Vereinigungen ebensoviel Wind machen würden, wenn ein anderer Kongress (von anderen Veranstaltern) über Wege der Therapie und Seelsorge für Transsexuelle stattfinden würde? Darf man nur nicht „entschwult“ werden, oder ist auch die bewusste Entscheidung für ein komplett anderes Geschlecht von Übel? Sodann frage ich mich, ab wann die Schriften derartiger „Falschberater“ wie Wüstenstrom etc. öffentlich verbrannt werden und die Meinung daß es möglich sei Schwule „umzupolen“ gesetzlich verfolgt wird, so wie das Zeigen von Nazi-Symbolen?

Es gibt allerdings auch namhafte Befürworter der Meinungs-, Rede- und Wissenschaftsfreiheit, die den Kongress befürworten, selbst wenn sie die fachlichen Meinungen der Redner nicht unbedingt teilen. In Österreich hatte der geballte Protest gegen eine ähnliche Tagung, bei der ein Sprecher von „Wüstenstrom“ eingeladen war im Jahr 2007 jedenfalls Erfolg. Der Sprecher wurde rausgemobbt und das geplante Seminar wurde abgesagt.

Foto : philippe leroyer


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Kommentare

57 Kommentare zu „Schwule wollen Psychotherapie-Kongress verhindern“

  1. Harey, mann oh mann.

    Falls Du Dich mit den Argumenten der Gegner auseinandersetzen wuerdest, wuerdest du wissen dass “Umpolungs-Therapien” durchaus Schaden anrichten können! Das ist DER entscheidende Unterschied zu den Bachblueten!!

    Was für eine Argumentation …?!?! 😉 Ja wenn die Gegner das behaupten, was soll man da noch sagen… ?! 😉
    Wusstest Du, das selbst Amalganfüllungen Schäden verursachen können. Manche Menschen vertragen auch kein Penicillin ! Trotzdem ist beides ein „Segen“ für die Menschheit !

    Nach deinem Argument duerfte also auch ein Psychiater praktizieren der der Meinung ist man könnte Psychosen heilen indem mann die Patienten täglich verpruegelt, die Patienten sind schliesslich alt genug sich zu so einer Therapie zu entschliessen, nicht wahr?

    Wo bleibt da die Logik ??? Wer redet denn davon, verprügeln zu legalisieren ? DU !
    Kein Mensch redet davon in einer Therapie Homosexuelle zu verprügeln – es wird eine Therapie angeboten, für die die das wollen – mit Gewalt hat das rein gar nichts zu tun. ( Punkt ).

    Ohne vom Thema ablenken zu wollen : die Mohammedaner fallen gerne durch wirklich physische Gewalt gegen Homosexuelle auf !! Sei es durch „auf die Fresse hauen“ oder in muslimischen Ländern gleich das Aufhängen…. ABER gefährlich für die Homos sind selbstredent nur die Christen, die wollen denen ja Alternativen anbieten, DAS geht ja mal gar nicht, DAS ist Gewalt !! Hahahaha. Kannst Du wenigstens über Dich selber lachen ?? 😉

    Salam

  2. Wer eine Therapie machen will, kann sie machen.
    Wer sie nicht machen will, braucht sie nicht machen.

    Ob so eine Therapie Erfolg hat, ist zweifelhaft.

    Ob „Homosexualität“ eine „Krankheit“ ist, ist ebenfalls sehr fraglich. Vermutlich nicht.
    Nehme man an, man liebt als Mann eine Frau, soll aber nun lernen, als Mann einen Mann zu lieben. Geht das so gut ? Nein ! Ähnlich dürfte es sich mit einer Therapie verhalten, die einen Mann dazu bringen will,eine Frau zu lieben, wo er doch auf Männer steht.

    Übrigens: das Thema Mohammedaner hat hier eigentlich gar nichts zu suchen. Das ist so, wie wenn man über die hohen Benzinpreise redet und plötzlich etwas anführt, was absolut nicht zum Thema gehört, wie zb: der Name des Tankwarts ist Kurt.

  3. Ja, siehe z.B. dieses Dossier:
    http://www.nikodemus.net/data/static/homosex.pdf

    Kann ich nur allen empfehlen, das mal zu lesen.
    Ganz egal, welche Position man bei der Sache einnimmt.

  4. Avatar von harey

    Ach das tut mir aber leid! Da hatte ich doch ganz vergessen wie eine Diksussion funktioniert! Natuerlich ist es völlig absurd von jemanden zu verlangen sich mit den Argumenten der Gegner auseinanderzusetzen, das wäre ja noch schöner!

    ….. eine Diksussion wie Kurt sie sich vortstellt:

    Heinz: Ich glaube die Erde ist eine Scheibe!
    Franz: Das glaube ich nicht, gestern bin ich am Hafen gestanden und bei den Schiffen die weggefahren sind ist immer der Bug zuerst verschwunden, die Erde kann also keine Scheibe sein
    Heinz: Das ist ja unerhört! Gerade hast du doch gesagt dass du nicht glaubst die Erde ist eine Scheibe! Du bist ein Gegner meiner Theorie, mit deinen Arrgumenten muss ich mich gar nicht auseinandersetzen! Du glaubst ja schliesslich die Erde ist keine Scheibe!

    —-ENDE—–

    Stimmt, wo wäre die Wissenschaft ohne solch konstruktive Diskussionskultur!

    😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀

    Glaubst du eigentlich deine eigene Argumentation??

  5. Harey, Harey….
    Dein Horizonz scheint ja nicht besonders zu sein – vieleicht ist Deine Erde ja eine Scheibe ?? 🙂

    Als Tipp für Dich : Meditiere mal über den Begriff : Objektivität.
    Vieleicht hilft Dir das ja weiter.

    Wenn gegner von einer „Theorie“ behaupten, selbige wäre schädlich, dann kann man das zwar überprüfen, aber dabei tunlichst nicht aus den Augen verlieren, das diese Leutchen der Theorie eh skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen !

    Es hat dazu einmal einen Test mit Studenten gegeben :
    Sie sollten Kinder testen – und glaub es oder nicht : die Testergebnisse standen im direkten Zusammenhang mit den Informationen die man den Studenten vorher über die Kinder gegeben hatte….

    Keine Ahnung ob Du schlau genug bist, das zu raffen …. aber einen Versuch war es wert. 🙂

  6. Ja. So ganz gehören sie hier nicht ins Thema, die Mohammedaner.
    Sie fallen mir aber regelmäßig ein, wenn Leutchen wie hier sich darüber beschweren, das z.B. Homosexuelle von Christen diskriminiert werden.

    Die Diskriminierung kann schon darin bestehen, wenn eine „Kirchenmann“ von sich gibt, dass zu einer Familie ein Vater, eine Mutter und min ein Kind gehört.
    Das stellt schon eine so heftige Verletzung der Persönlichkeit da – das man sich lauthals darüber aufregen MUSS ! Und am liebsten mit politischem Paten, den Herrn Volker Beck.

    Von den gleichen Volker Becks und Gutmenschen und Menschenrechtsschützern hört man aber wenig bis gar nichts, wenn eine andere Religion als das Christentum Homosexuelle verletzt, vertreibt und ermordet ! DAS gehört dann plötzlich nicht mehr zum Thema….

  7. Warum verwendest Du immer den Begriff Gutmenschen ? Weißt Du eigentlich, was damit gemeint ist ? Auf was für Seiten treibst Du Dich rum…

    Hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch

  8. Ich kenne den Begriff wohl schon seit den ´90ern. Und ich würde mal behaupten aus eher ziemlich linken Kreisen. Und von Linker Musik. Zu der Zeit habe ich mich gewiss nicht im Netz auf Seiten rumgetrieben. Heute begenet mir der Begriff auch aus Seiten – allerdings ganz altmodisch in Buchform. Ja – es gibt Leute die lesen noch Bücher. 🙂
    Und dann gibt es noch so schillernde Persönlichkeiten die diesen Begriff verwenden und bestimmt nicht Rechts sind, wie z.B. H.M. Broder. Ich glaube für die FAZ hatte er etwaas geschrieben und benutze die Bezeichnung : wellness verblödete Gutmenschen Guerrillia 🙂 🙂 😉
    Ganz passend auch noch seine Bezeichnung „die SA der Friedensbewegung“ !! 😉

    Aber für Gutmenschen wie Euch ist bestimmt auch ein linker Jude ein Nazi, wenn er NICHT Eurer Meinung ist….

    Schalom

  9. Völlig egal ob jemand Jude, Christ, Moslem ist.
    Sofern er die Grenzen anderer respektiert, darf er denken, was er möchte.

  10. Solange sich solche Organisatione verhalten wie sie das tun, zeigen sie nur eines, die Patienten sind ihnen völlig egal, das wichtigste ist nicht den Homosexuellen ein glueckliches Leben zu ermöglichen, sondern sie nach einem gewissen Weltbild zu formen! Das ist ekelhaft!!

    Ich glaube nicht, dass Wüstenstrom sich so verhält. Wenn es so wäre, wäre das natürlich zu verurteilen.
    Sie sind wohl eher der Ansicht, dass der Homosexualität in den meisten Fällen eine Störung der Persönlichkeitsentwicklung in der Kindheit zugrunde liegt und es somit keine gleichwertige Alternative zur Heterosexualität ist.
    Die Frage ist doch, ob ein homosexuell empfindender Mensch wirklich seine Sehnsüchte stillen kann, wenn er seine gleichgeschlechtlichen Begierden auslebt.
    Oder ist es vielleicht nicht eher so, dass er sich auf Dauer unglücklich macht, wenn er beim gleichen Geschlecht das sucht, was er letztlich nur vom anderen Geschlecht bekommen kann?

    Ich denke, dein Vorwurf lässt sich unter diesem Gesichtspunkt eher auf den Schwulen- und Lesbenverband beziehen. Schließlich haben die ein starkes Interesse daran, dass Menschen homosexuell bleiben. Ihr Einfluss schwindet mit jedem Menschen, der sich therapieren lässt.
    Dass es diesem Menschen danach vielleicht besser geht, bleibt völlig außer Acht. Ein solcher Mensch wird von den Homosexuellenverbänden überhaupt nicht gehört und respektiert. Ihm wird sogar sein Urteilsvermögen abgesprochen, als müsse man es ihm mit aller Gewalt einreden, gefälligst schwul bzw. lesbisch zu bleiben. Das finde ich schade.

    Dass jemand durch eine Therapie Schaden nehmen könnte, ist für mich kein Argument, um die Therapie vollständig abzulehnen, solange man ein für diesen Menschen sinnvolles Therapieziel verfolgt und Aussicht auf Verbesserung des seelischen Zustands hat. Viel eher müsste man darüber debattieren, wie man die Methodik der Therapie verbessern kann.
    Aber es wird ja geradezu ausgeschlossen, dass das Ziel der Therapie sinnvoll sein könnte. Das Argument bezüglich den Gefahren der Therapie ist also nur ein vorgeschobener und nicht der eigentliche Grund, warum die Therapie abgelehnt wird.

    Allgemein wird da sehr hitzig diskutiert. Mir wäre es lieber, man würde die Forschung nicht behindern, damit Fakten auf den Tisch kommen, und damit besser abgeschätzt werden kann, wie viel Nutzen bzw. Gefahren eine Therapie von Homosexuellen eigentlich tatsächlich bringt.

  11. Höflichkeit wäre auch eine Möglichkeit…

  12. Vom Prinzip her stimme ich Dir da ja erst einmal zu – ABER : Was ist mit den Ideologien, die eben NICHT die Grenzen anderer respektieren ??

    Die alte Gleichung :“Gegen Nazis = für Ausländer“ funktioniert einfach dann nicht mehr, wenn der Ausländer ein Nazi ist !!

  13. In dem Fall würde das nicht funktionieren.
    Ist jetzt aber etwas hypothetisch formuliert und es kommt immer auf den Einzelfall an, sofern man nicht eine Gruppe welcher Ideologie oder Glaubensrichtung auch immer unter Generalverdacht stellen will.

  14. Avatar von harey

    Ich habe nicht behauptet dass Kritiker grundsätzlich recht haben! Ich habe nur gefordert dass sich gewisse Organisationen mit Kritik auseinandersetzen!

    Geschieht das nicht ist meines Erachtens keine sachliche geschweigedenn wissenschaftliche Diskussion möglich.

    Wenn Kritik von „Gegner“ (oder auch einfach Menschen mit anderen Ueberzeugungen) kategorisch abgelehnt wird, kann man am Ende jede noch so absurde oder offensichtliche Theorie aufrechterhalten, auf dei Kritiker muss man ja schliesslich nicht hören, noch weniger muss man mit ihren Argumenten umgehen.

    Wäre das die „Diskussionkultur“ in der Wissenschaft , gäbe es cschlicht keinen wissenschaftlichen Fortschritt weil jede Theorrie bestehen bleiebn wuerde bis alle Anhänger aussterben, das ist schlicht absurd, und es ist mir ein Rätsel wie Du Dir eine wissenschaftliche Auseinandersetzung vorstellst!

    Das ganze hat nur einen sehr offensichtlichen Vorteil, jeder hat immer recht!

    😀

  15. Avatar von harey

    @theolounge

    Da hast du recht, ich persönlich habe nur so meine Probleme mit Höflichkeit wenn ich wuentend werde… oder das Gefuehl habe gegen eine Wand zu reden. 🙂

  16. Avatar von harey

    Und uebrigens gilt das Argument der Voreingenommenheit meines Erachtens fuer beide Seiten, die Befuerworter und die Gegner!

  17. war eigentlich weniger an harey adressiert…

  18. Avatar von harey

    Warum kannst du nicht tolerieren dass es Homosexuelle gibt die ihre Sexulatität ausleben und damit gluecklich sind?

    Es ist auch eine Tatsache dass es Homosexuelle gibt die Probleme mit ihrer Homosexulalität haben. Die Frage ist doch ob diese Menschen ungleucklich sind weil die durch ihre Homosexulalität familiäre Probleme haben und sich ausgeschlossen fuehlen aus einer Gesellschaft die ihre Lebensweise nicht voll akzeptiert, oder ob sie Probleme mit ihrer Sexualität haben. Der erste Punkt in einer Therapie sollte doch sein festzustellen wo das Problem liegt und dann dafuer zu sorgen dass der Patient ein glueckliches und erfuelltes Leben leben kann! Eine Therapie die ohne festzustellen was das Problem ist gleich die Lösung präsentiert finde ich daher sehr bedenklich.

    Einen Menschen der darunter leidet wie die Gesellschaft auf ihn reagiert so umzutherapieren dass die Gesellschaft nicht mehr negativ auf ihn reagiert finde ich unmenschlich!

    Sollte es nicht bei jeder Therapie darum gehen dem Patienten ein erfuelltes Leben zu ermöglichen (solange dies anderen Menschen nicht schadet)?

    Nur mal so, findest du eigentlich auch dass es Therapien geben sollte um Heterosexuelle die sich unwohl in ihrer Situation fuehlen in Homosexualle umzutherapieren?

  19. Warum kannst du nicht tolerieren dass es Homosexuelle gibt die ihre Sexulatität ausleben und damit gluecklich sind?

    Warum lässt du niemanden von der Brücke springen, wenn er das wirklich will und glücklich damit ist? Ich denke, man muss zwischen Freiheit und Gleichgültigkeit unterscheiden.
    Mir ist es nämlich nicht egal, was die Menschen mit ihrem Leben anstellen. Ich will, dass sie das Beste daraus machen. Und dazu gehört im Fall der Homosexuellen, dass man sich einmischt und eine Alternative zu der vorherrschenden Ideologie vorstellt und ihnen Hilfe angeboten wird. Nicht mehr und nicht weniger.
    Jeder ist natürlich sein eigener Herr und muss selbst entscheiden, wie er leben will. Ich finde es natürlich wichtig, dass man die Entscheidungen dieser Menschen auch respektiert und sie nicht bevormundet.

    Den Homosexuellen wird heutzutage erzählt, dass sie ihr Glück darin finden, wenn sie ihre Homosexualität voll ausleben. Daran habe ich eben meine Zweifel. Schon allein die hohe Promiskuität unter Homosexuellen zeigt, dass es eben doch nicht so viel Ähnlichkeit heterosexuellen Beziehungen gibt, wie allgemein angenommen wird.

    Nur mal so, findest du eigentlich auch dass es Therapien geben sollte um Heterosexuelle die sich unwohl in ihrer Situation fuehlen in Homosexualle umzutherapieren?

    Du hast wohl meine Argumentation nicht richt gelesen oder nicht richtig verstanden, sonst würdest du diese Frage nicht stellen. Ich bin ja der Meinung, dass es keine Analogie von Homosexualität und Heterosexualität gibt. Ich denke eben nicht, dass man die homosexuelle Beziehung gleichwertig neben die heterosexuelle Beziehung stellen kann. Dazu muss ich nicht einmal religiös argumentieren, das lehrt uns schon die Biologie. Deshalb wäre es auch völliger Unsinn, zu versuchen, Heterosexuelle in Homosexuelle zu verwandeln, weil die Heterosexualität ja das ist, was eigentlich vorgesehen ist.

    Einen Menschen der darunter leidet wie die Gesellschaft auf ihn reagiert so umzutherapieren dass die Gesellschaft nicht mehr negativ auf ihn reagiert finde ich unmenschlich!

    Es geht mir in erster Linie wirklich um den betroffenen Menschen und darum, wie er ein erfülltes Leben finden kann.
    Aber wenn wir schon bei dem Thema sind:
    Hast du dich schon einmal gefragt, warum Homosexualität in nahezu allen Kulturen auf der Erde geächtet ist? Ich denke, es liegt daran – und jetzt wird wahrscheinlich ein Sturm der Entrüstung über mich hereinbrechen – dass offen ausgelebte Homosexualität eine zersetzende Wirkung auf den Zusammenhalt innerhalb einer Gesellschaft hat. Wenn zu viele Menschen von der Norm abweichen, dann gibt es keine Norm mehr. Wir müssen ein gesundes Mittelmaß an Individualismus und Kollektivismus finden, sonst wird unsere Gesellschaft auseinander brechen. „Individualismus pur“ funktioniert nicht.

    Sollte es nicht bei jeder Therapie darum gehen dem Patienten ein erfuelltes Leben zu ermöglichen (solange dies anderen Menschen nicht schadet)?

    Die Freiheit hört nicht erst da auf, wo die Freiheit eines anderen Menschen anfängt. Eine Gesellschaft stellt zusätzliche Erwartungen und Normen an die Menschen, aufgrund von Zielen des Kollektivs (z.B. Wohlstand, die nächste Generation, Erhalt des kulturellen Erbes, …). Und wer sich nicht daran hält, wird einem sozialen Druck ausgesetzt. In dem Punkt sind wir unehrlich zu uns selbst und unsere Gesellschaft sollte sich mal klar machen, welche Erwartungen an ihre Mitglieder gestellt werden. Wir können nicht länger so tun, als gäbe es sie nicht.

  20. Die Freiheit hört nicht erst da auf, wo die Freiheit eines anderen Menschen anfängt.

    Hmm, also eigentlich denke ich schon, dass meine Freiheit dort aufhört, wo die meines Nächsten beginnt.

    Und: wer ist DIE Gesellschaft ?
    Ich denke, man sollte sich nicht von „DER“ ominösen Gesellschaft erdrücken lassen. Es gibt eigentlich kein recht der sog. „Gesellschaft“, Schwule umzuerziehen, nur weil die „Gesellschaft“ das so lieber hätte.
    Dann könnte man auch Menschen in Sklaven umereziehne, wenn „Die Gesellschaft“ eben das gerade mal gerne mag.

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