Schwule wollen Psychotherapie-Kongress verhindern

schwulDer Lesben und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) trommelt Unterstützer für die Kampagne gegen einen Kongress der „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V.“ zusammen, den sie gern verhindern möchten. Der Kongress findet am 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg statt.

Grund: Es treten auch Dozenten mit evangelikalem Hintergrund auf, die die Meinung vertreten, daß es für Schwule und Lesben möglich sein soll, ihre homosexuelle Identität zu ändern und wieder heterosexuell zu empfinden. Unter anderm Markus Hoffmann von der Organisation „Wüstenstrom e.V“. und Christl Ruth Vonholdt vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)“ Die genannten Organisationen bieten Beratung, Seelsorge und Therapie für homosexuell veranlagte Menschen an, die an ihrer Veranlagung leiden und gerne heterosexuell empfinden würden.

Dieser Wunsch nach „Entschwulung“, oder „Umpolung“, wie es der LSVD und andere bezeichnen, ist denjenigen Schwulen, die das weder für sich möchten noch überhaupt für möglich halten, offenbar ein gewaltiger Dorn im Auge.

Schwul bleibt schwul und hat für immer schwul zu bleiben! ist scheinbar die Devise. Alle Versuche, von einer homosexuellen Denk- und Lebensweise in das Lager der Heteros abzuwandern sollen mit allen Mitteln verhindert werden, weil der Hilfesuchende nur Schaden nehmen würde. Jegliche therapeutische Hilfe auf solchen „Irrwegen“ sollte möglichst untersagt werden! Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

So wird der Oberbürgermeister der Stadt Marburg sowie die dortige Universität bestürmt, diese Veranstaltung zu boykottieren und sich zu distanzieren. Ein Aktionsbündnis wurde ins Leben gerufen, um politischen und medialen Druck auf die Veranstalter des Kongresses auszuüben und so die Fachtagung zu verhindern. Hier sind der DGB, DIE LINKE, und Fachschaft Katholische Theologie mit Antifa, den Grünen und Schwulenverbänden nun friedlich vereint. Ein interessantes Bündnis.

Ich frage mich nun, ob die genannten Vereinigungen ebensoviel Wind machen würden, wenn ein anderer Kongress (von anderen Veranstaltern) über Wege der Therapie und Seelsorge für Transsexuelle stattfinden würde? Darf man nur nicht „entschwult“ werden, oder ist auch die bewusste Entscheidung für ein komplett anderes Geschlecht von Übel? Sodann frage ich mich, ab wann die Schriften derartiger „Falschberater“ wie Wüstenstrom etc. öffentlich verbrannt werden und die Meinung daß es möglich sei Schwule „umzupolen“ gesetzlich verfolgt wird, so wie das Zeigen von Nazi-Symbolen?

Es gibt allerdings auch namhafte Befürworter der Meinungs-, Rede- und Wissenschaftsfreiheit, die den Kongress befürworten, selbst wenn sie die fachlichen Meinungen der Redner nicht unbedingt teilen. In Österreich hatte der geballte Protest gegen eine ähnliche Tagung, bei der ein Sprecher von „Wüstenstrom“ eingeladen war im Jahr 2007 jedenfalls Erfolg. Der Sprecher wurde rausgemobbt und das geplante Seminar wurde abgesagt.

Foto : philippe leroyer


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Kommentare

57 Kommentare zu „Schwule wollen Psychotherapie-Kongress verhindern“

  1. Vielen Dank für diesen Artiekl! Hab zwar noch nirgends etwas darüber gehört, kann mir aber vorstellen, wie die Berichterstattung aussehen wird, wenn die „professionellen“ Medien nachziehen…

    n Österreich hatte der geballte Protest gegen eine ähnliche Tagung, bei der ein Sprecher von “Wüstenstrom” eingeladen war im Jahr 2007 jedenfalls Erfolg. Der Sprecher wurde rausgemobbt und das geplante Seminar wurde abgesagt.

    Das ist das Problem. In der Erziehung bspw wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, konsequent zu sein und zu Entscheidungen zu stehen – wenn man zurückweicht, wittern die kleinen Tyrannen Morgenluft und werden in dem Bereich umso penetranter verweigern. Ebenso hier – je öfter man nachgibt, desto aggressiver wird der Protest und der Gegenwind sein. Da hilft nur eins: Dicke Haut und durchziehen! Die Meinungsfreiheit gilt für alle!

  2. Avatar von harey

    Es hilft sich die Argumente der Gegner anzuhören bevor man anfängt laut „Zensur“ zu bruellen!

    Wer den Brief des Lesben und Schwulenverbandes durchliest wird sehen dass darin die „Umpolung“ nicht grundsätzlich abgelehnt wird. Im offenen Brief werden folgende Punktu kritisiert:

    -die Therapieangebote von Wuestenstrom werden zwar als ergebnisoffen angepriesen, aber Homosexuelle die sich nicht unpolen lassen wollen werden nicht weiter unterstuetzt und in einem labilen psychischen Zustand „zurueckgelassen“, das wird zurecht kritisiert, denn das ist einfach unmenschlich!
    -der Nutzen dieser Therapie wird bezweifelt, es wird argumetiert dass Umpolungstherapien die Homosexuellen nicht gluecklicher machen sondern Depressionen auslösen. Dagegen zeigen „unterstuetzende“ Therapien in denen die Homosexualität nicht negativ bewertet bessere Erfolge bezueglich des Wohlbefindens der Homosexuellen

    Es scheint mir dass der Lesben und Schwulenverband nicht vordergruendig daran interessiert wie Homosexuelle mit ihrer Neigung umgehen sondern wie es ihnen dabei geht. Das ist verständlich und berechtigt! Und bevor man laut „Zensur“ bruellt sollte man sich vielleicht mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen!

    Und dann noch etwas zum Zensur-Gebruelle Evangelikaler: man darf durchaus der Meinung sein dass Homosexualität eine Krankheit ist, die Erde 6400 Jahre alt ist oder dass die Erde im Zentrum der Welt steht, aber wenn man daraus eine wissenschaftliche Aussage machen will muss man in der Lage sein seine Aussage wissenschaftlich zu belegen! Es ist keine Zensur wenn ein wissenschaftliches Magazin einen Artikel zum Thema „Die Erde als Zentrum der Welt“ ablehnt weil die These nicht wissenschaftlich belegbar ist! Genausowenig ist es Zensur wenn die Heilung Homosexueller durch Umpolung _wissenschaftlich_ abgelehnt wird!

    Ein weiterer Punkt ist die Menschenwuerde, und wenn eine Therapieform darauf abzielt Menschen nach einem bestimmten Bild zu formen ohne dabei deren Wohlbefinden im Auge zu behalten ist das sehr wohl zu kritisieren! Es gibt schliesslich auch Gruende warum Exorzismus nicht im Psychatriestudium gelehrt wird!

  3. Ich habe selbstverständlich den offenen Brief des LSVD durchgelesen und konnte daraus ausschließlich entnehmen, daß eine wie auch immer geartete „Umpolung“ grundsätzlich abgelehnt wird. Schon dieser Begriff ist ein Kampfbegriff, ebenso wie das in anderen Publikationen so gern verwendete Wort „Homoheiler“. Ich kann dem Brief an keiner Stelle entnehmen, daß eine Hinwendung zur Heterosexualität grundsätzlich für möglich gehalten wird!

    Zitat: „Organisationen wie „Wüstenstrom“ oder das „Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft“ wenden sich mit Nachdruck gegen alle Thesen „vom homosexuellen Menschen als Gattung“ mit einer angeborenen „sexuellen Natur“ bzw. von einer unveränderbaren sexuellen Identität. Sie vertreten die Auffassung, dass jede Form der Sexualität etwas Gewordenes, hoch Flexibles und Veränderbares sei, also etwas, das Motiven folgt und der zwischenmenschlichen Aushandlung unterliegt.“

    Offenbar sieht der LSVD die Homosexuellen als „eigene Gattung mit einer angeborenen unveränderbaren sexuellen Identität“ und zieht gegen Jeden zu Felde, der diese These anzweifelt.
    Das kann man ja auch durchaus gern tun, wenn man möchte. Aber doch bitteschön ohne Denk- und Redeverbote! Ein wissenschaftlicher Diskurs über die gegensätzlichen Meinungen muss doch wohl erlaubt sein.
    Und wenn solch ein Diskurs von vorherein unterbunden werden soll, kann man durchaus von Zensur sprechen! Warum entsenden die Schwulenverbände nicht einfach ein paar Vertreter auf den Kongress, hören sich das Ganze erst einmal an, bevor sie zeter und mordio schreien?

  4. Avatar von harey

    Im Zitat wird lediglich die Einstellung von „Wuestenstrom“ und ähnlichen Organisation zusammengefasst, ich habe im ganzen Brief keine grundsätzliche Ablehnung dieser Einstellung gefunden! Falls ich das ueberlesen habe wuerde ich gerne ein Zitat lesen das zeigt dass der Lesben-und Schwulenverband fest davon ueberzeugt ist Homosexulaität sei angeboren!

    In dem offenen Brief lese ich lediglich eine grosse Sorge um die Folgen der „Umpolung“ fuer Homosexuelle. Das ist ein berechtigter Einwand! Wer sich einen wissenschaftlichen Anstrich gibt, wie es diese „umpolungs-Organisationen“ tun, der muss auch wissenschaftlich argumentieren können! Und wer eine „Therapie-Form“ entwickelt, der muss bereit sein ueber deren Auswirkungen auf die Patienten zu diskutieren! Eine Therapie muss vor allem daran gemessen werden ob es sie dem Patienten hilft, wer das ausser acht lässt sollte nicht therapieren duerfen.

    Das ein Verband der sich fuer die Rechte von Homosexuellen einsetzt eine Therapieform fuer Homosexuelle kritisiert die offenbar oftmals schlimme Folgen fuer die Patienten hat ist nur selbstverständlich!

    Und Deinen Kommentar ueber Transsexuelle verstehe ich auch nicht.

  5. @Harey: Das Wort „Umpolung“ allein legt ja schon nahe, daß hier offenbar Homosexuelle gegen ihren Willen zwangsweise zu Heteros gemacht werden sollen, was natürlich völliger Nonsense ist. Schon an dieser und ähnlicher Wortwahl wird deutlich, wie unsachlich die ganze Kritik ist. Der LSVD und das Aktionsbündnis will aber auch nicht „nur“ kritisieren (was Ihnen völlig unbenommen bleibt) sondern den ganzen Kongress mit allen Mitteln verhindern.
    Und wenn man die Liste der eingeladenen Referenten des Kongresses anschaut, kann man auch nicht von einem „wissenschaftlichen Anstrich“ reden. Einige davon sind Lehrstuhlinhaber an der Uni. Andere leitende Ärzte an psychiartrischen Kliniken.
    Lass die sich doch bitte mit den anderen Richtungen der Psychotherapie streiten dürfen! Das belebt den Markt der Möglichkeiten.

  6. Avatar von harey

    Es stimmt schlicht nicht dass gefordert wurde den kompletten Kongress abzusagen:

    Zitat aus dem offenen Brief des LSVD:
    Wir sind aber der Meinung, dass es verfehlt ist, zu dem Kongress auch Vertreter von Ansichten und Therapieformen einzuladen, die für die Probanden höchst problematisch und schädlich sind.

    Darin wird ausdruecklich _nicht_ die Ausladung von Referenten gefordert die abweichender Meinung sind sondern die Ausladung von Therapeuten die problematische, d.h. fuer die Patienten potenziell schädliche Therapien anbieten!

    Man sollte da schon bei der Wahrheit bleiben!

    Und die Kritik hauptsächlich darauf zu beziehen dass der LSVD das Wort „Umpolung“ verwendet finde ich geradezu kindisch.

    Und es gibt jede Menge Kritikpunkte an Wuestenstrom, die Organisation weigert sich wohl sich zu diesen zu äussern:

    -wer sich an einem gewissen Punkt entscheidet homosexuell zu leben und sich nicht umpolen zu lassen wird nicht weiter unterstuetzt
    -ehemalige Patienten die sich in den Medien negativ ueber Wuestenstrom äussern werden eingeschuechtert
    -Wuestenstrom weigert sich Patienten die während der „Behandlung“ in schwere Depressionen fallen an Psychiater zu verweisen, das ist grob fahrlässig!
    -Kritiker werden mit völlig unsachlicher Argumentation beschimpft, z.B. wird Psychiatern die bekennend homosexuell sind wird es abgesprochen sich kritisch ueber Wuestenstrom zu äussern

    Eine Organsation die so handelt zeigt klar dass sie nicht in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten oder verantwortlich mit Patienten umzugehen! Wer an einem Kongress zu Psychotherapie teilnehmen will sollte zu beidem in der Lage sein!

    Und Wuestenstrom darf sich gerne mit anderen Psychotherapeuten streiten…. sobald es sich in der Lage zeigt auf Kritik einzugehen und Patienten verantwortlich zu behandeln!

  7. @Harey: Gern bleibe ich bei der Wahrheit. Es stimmt selbstverständlich, daß gefordert wird, den gesamten Kongress abzusagen und daß der Bürgermeister und die Uni der Stadt Marburg dahingehend unter Druck gesetzt werden. Dazu gibt es eine Presseerklärung des Aktionsbündnisses gegen den Kongress, die an Klarheit nicht zu überbieten ist:
    http://noplace.blogsport.de/2009/05/05/4-pressemitteilung/
    Das steht noch nicht so explizit indem offenen Brief des LSVD ist aber ganz klar das Ziel der ganzen Aktion! Wer lesen kann, der möge lesen!

  8. Gut – dann müsste man die Behandlung psychischer Probleme mit Bachblüten oder die Heilung durch Reiki auch verbieten.

    Gott sei Dank haben wir in Deutschland aber noch die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Heilbehandlung, wenn überhaupt, wir wollen.
    Das hat niemand zu entscheiden als der oder die Betroffene selber, und da im Durchschnitt Schwule und Lesben geistig und psychisch ebenso begabt sind wie der Durchschnitt der restlichen Bevölkerung, finde ich das einigermaßen arrogant, wenn so ein Verband meint, diese Entscheidung für den Einzelnen Betroffenen treffen zu müssen. Man könnte das auch Entmündigung nennen…

  9. Avatar von harey

    Ein Bericht der behauptet dass der LSVD den Kongress absagen will ist meiner Meinung nach kein Beweis dass der LSVD den Kongress absagen will. Wenn die Studentenvereinigungen etwas anderes fordern ist das nicht dem LSVD anzulasten!

    Und wie ich schon zitiert hatte, kritisiert der LSVD ausdruecklich die Folgen der Therapie fuer die Patienten, das ist eine berechtigte Kritik zu der Du dich bis jetzt nicht geäussert hast.

    Wie ich schon mehrfach gesagt habe und der LSVD im offenen Brief erklärt hat wird stark bezweifelt dass die Therapieform den Patienten hilft, es gibt starke Hinweise dass die Therapie fuer die Patienten _schädlich_ ist!

    Wer darueber völlig hinweg sieht zeigt eindeutig dass er sich in keinster Weise um den Patienten sorgt, sondern einzig daran interessiert ist seine eigene Weltanschauung durchzusetzen, das hat mit Therapie nicht das geringste zu tun! Das ist schlicht abscheulich!

    Solange sich Wuestenstrom nicht in der Lage zeigt ueber die Folgen der angebotenen Therapie auf wissenschaftlichem Niveau zu diskutieren, haben sie auf keinem Kongress etwas verloren!

  10. Avatar von harey

    Das ist doch völliger Unsinn!

    Ob die Bachblueten-Therapie Wirkung zeigt ist so weit ich weiss nicht eindeutig belegt, andererseits bin ich mir auch sicher dass es keine negativen Auswirkungen dieser Therapie gibt. Das muss man nicht von der Kasse bezahlen lasse, verbieten sollte man es aber keinenfalls, es richtet ja schliesslich keinen Schaden an. Ähnliches gilt fuer Reiki.

    Falls Du Dich mit den Argumenten der Gegner auseinandersetzen wuerdest, wuerdest du wissen dass „Umpolungs-Therapien“ durchaus Schaden anrichten können! Das ist DER entscheidende Unterschied zu den Bachblueten!!

    Nach deinem Argument duerfte also auch ein Psychiater praktizieren der der Meinung ist man könnte Psychosen heilen indem mann die Patienten täglich verpruegelt, die Patienten sind schliesslich alt genug sich zu so einer Therapie zu entschliessen, nicht wahr? Das muss doch erlaubt sein, das ist doch von der Meinungsfreieheit gedeckt! Da muss man auch keine Studien machen ob diese Therapie hilft, Meinungsfreieheit und so, nicht wahr! Solche Menschen solte man auch sofort zu allen Psychiatriekongessen einladen! 😀

    Patienten die sich an Psychotherapueten wenden sich im Allgmeinen psychisch labil, verzweifelt und möglicherweise bereit sich an jeden Ast zu klammern. Natuerlich können sie sich frei fuer oder gegen eine Therapie entscheiden. Doch es gebuehrt ihnen besondere Schutz gegen Menschen die ihre Verzweiflung fuer die eigenen Interessen ausnutzen!

    Warum äussern sich Organisationen nicht zu Vor- und Nachteilen iherer Therapie-Form? Warum gibt es keine Berichte darueber wie es den Patienten ergeht? Wo sind die Studien ueber die Wirksamkeit dieser Therapieform?

    Solange sich solche Organisatione verhalten wie sie das tun, zeigen sie nur eines, die Patienten sind ihnen völlig egal, das wichtigste ist nicht den Homosexuellen ein glueckliches Leben zu ermöglichen, sondern sie nach einem gewissen Weltbild zu formen! Das ist ekelhaft!!

  11. @Harey: ich gebe Dir darin recht, daß dem LSVD nicht anzulasten ist, was das genannte Aktionsbündnis erreichen will: „Die Absage des Kongresses“ (Immer schön bei der Wahrheit bleiben) 😉
    Der LSVD drückt sich verhaltener aus: „Die Universität und die Stadt Marburg sollten wie die Universität Graz deutlich machen, dass sie solche pseudowissenschaftlichen Angebote nicht unterstützen.“
    Der Titel meines Artikels ist aber nicht: LSVD will Kongress verhindern, sondern „Schwule wollen Kongress verhindern“!
    Ich hatte in der Tat angenommen, daß auch der LSVD teil dieses „Aktionsbündnisses“ wäre, was offenbar nicht der Fall ist. Sicher ist aber ME, daß sie mit den genannten Aktivitäten sympathisieren, wie man an anderer Stelle auf ihrer Webseite lesen kann.
    Über die Folgen einer „Entschwulungstherapie“ wollte ich hier auch nie diskutieren, weil daß gar nicht mein Thema war und ist.
    Scheinbar hat sie ja zumindest bei Markus Hoffmann geklappt, wie man bei Wüstenstrom nachlesen kann!
    Ob etwas wissenschaftlich begründet, oder pseudowissenschaftlich ist, kann ich nicht beurteilen.

  12. Avatar von harey

    Dann fassen wir das alles doch mal zusammen:

    -Ein Buendniss aus Gewerkschaften, Linken, der Antifa, Studentenverbänden und Gruenen bezeichnest du als „Schwule“. Ich wusste gar nicht dass es so viele Schwule in Deutschland gibt! Erstaunlich!

    -Du kritisierst sehr scharf Kritiker von Wuestenstrom und ähnlichen Organisationen, wirfst ihnen vor gegen die Meinungs- und Forschungsfreiheit zu sein, unterstellst ihnen also antidemokratische Tendenzen. Dabei lässt du völlig ausser acht worin die Kritik besteht, was die Kritiker genau kritisieren und ob ihre Kritik der Wahrheit entspricht. Du verurteilst also einzig die Tatsache dass diese Organisationen eine christliche Organisation kritisieren.

    Was lernen wir daraus:

    Man darf Christen nicht kritisieren (ohne als Antidemokrat beschimpft zu werden)?
    Man darf Christen gar nicht kritisieren?
    Christen haben das Recht ihre obskuren Ideologien als Wissenschaft zu verkaufen ohne dabei wissenschaftlichen Standards auch nur annähernd zu folgen?
    Homosexuelle duerfen sich zu Homosexualität nicht äussern da sie „voreingenommen“ sind?
    Jeder der glaubt das Homosexuelle ein Recht auf Entfaltung ihrer Sexualität haben und Therapie-Formen kritisiert die Homosexuellen schaden ist selbst homosexuell?
    Eine Therapieform gilt als wirkungsvoll und wissenschaftlich wenn sie möglicherweise (jedoch nicht unabhängig bestätigt) einen einzigem Menschen geheilt hat?
    Eine Organisation die grundsätzlich irgendwie diffus mit irgendeiner anderen Organisation sympathisiert ist fuer alle Aussagen der zweiten Organisation verantwortlich zu machen?

    Und da soll sich noch einer wundern wenn manche an den demokratischen Werten gewisser christlicher Organisationen zweifeln!

    Hurra, hurra, die Inquistion kommt!

  13. Ich zweifele mittlerweile an, daß Du richtig lesen kannst (bzw. möchtest)
    Ich kritisiere an keiner Stelle die Kritiker an Wüstenstrom. Meine Aussagen „Kritik bleibt den genannten Verbänden und Gruppen unbenommen“ hast Du wohl regelmässig überlesen?
    Ich kritisiere einzig und allein, daß dieser wissenschaftliche Kongress mit allen Mitteln verhindert werden soll! Bitte kritisiert alle ruhig weiter den „Wüstenstrom“ und alle Therapeuten, die ein Konzept der Hilfe für änderungswillige Homosexuelle propagieren. Das ist Euer gutes Recht!
    Aber versucht doch bitte keine Seelsorger und Therapeuten mundtot zu machen, die Euch nicht passen!
    Die Inquisition kommt doch wohl eher aus einer ganz anderen Richtung!
    Deine Anschuldigungen werden immer unsachlicher. Wo behaupte ich denn, daß man Christen nicht kritisieren dürfe? Oder das Homosexuelle sich nicht zu Homosexualität äußern dürfen? Du packst hier Deine gesammelten Vorurteile gegen Christen in unverschämter Weise aus und unterstellst mir Dinge, die ich an keiner Stelle behauptet habe! *Groll*
    So ist keine vernünftige Diskussion möglich.

    Ps. Bald fange ich noch an Dir zu glauben, daß überhaupt kein einziger Schwuler an dem Aktionsbündnis zur Verhinderung des Marburger Kongresses beteiligt ist! Die habe da auch gaaar nichts angeschoben und unterstützt. Lächerlich! 🙁

  14. Avatar von harey

    Dieser wissenschaftliche Kongress soll nicht mit aller Macht verhindert werden! Lies doch bitte mal den Brief wirklich durch!
    Es wird nicht die Meinung kritisiert Homosexulalität sei nicht angeboren sonder „umwelt-bedingt“! Wenn du das Gegenteil behauptest bring bitte ein Zitat!

    Es wird lediglich eine BESTIMMTE Therapieform die wissenschaftlich _in_ _keinster_ Weise belegt ist, möglicherweise fuer die Patienten höchst schädlich ist abgelehnt!

    Wer nicht in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten hat auf einem wissenschaftlichen Kongress nichts zu suchen! Das hat nichts mit Rede und Denkverbot zu tun sondern damit dass Wissenschaft nur funktioniert wenn sich alle an gewisse Regeln halten. Jeder kann behaupten dass er Schwule heilen kann, wenn er das aber als Wissenschaft auslegt muss er es wissenschaftlich belegen können! Das gilt uebrigens fuer alle Wissenschaftler!

    Lies dir doch bitte mal die Kritik durch!

    Du wirfst dem LSVD etwas vor was er nie gesagt hast, du luegst und verdrehst die Wahrheit, machst aus Gewerkschaftern Schwule, setzt dich nicht mit den Argumenten derer auseinander die du kritisierst!

    Was ist _konkret_ deine Kritik am LSVD den „Schwulen“ oder wem auch immer?

    Dass sie fordern dass auf einem wissenschaftlichen Kongress nur wissenschaftlich erarbeitete Therapien präsentiert werden?

  15. Durch Wiederholung werden Deine Argumente nicht besser.
    Geh spielen!

  16. Avatar von harey

    Ich muesste meine Argumente nicht wiederholen wenn Du auf sie antworten wuerdest!

  17. Ob die Bachblueten-Therapie Wirkung zeigt ist so weit ich weiss nicht eindeutig belegt, andererseits bin ich mir auch sicher dass es keine negativen Auswirkungen dieser Therapie gibt. Das muss man nicht von der Kasse bezahlen lasse, verbieten sollte man es aber keinenfalls, es richtet ja schliesslich keinen Schaden an. Ähnliches gilt fuer Reiki.

    Nun gut, damit hast Du Dich in meinen Augen als Diskussionspartner schon mal disqualifiziert. Was meinst Du, warum die Kassen Homöopathie und ähnlichen Schmuh nicht zahlen? Eben WEIL es wissenschaftlich nicht belegbar ist, dass diese Therapien wirken (was ich im übrigen gar nicht bezweifeln will – mag ja sein, dass sowas wirklich wirkt, aber belegt ist es eben nicht).

    Und stell Dir vor, es gibt unter Kritikern von Reiki & Co. viele, die behaupten, dass eine Behandlung zu Schäden beim Patienten führt! Noch nie gehört?
    Und nun?
    Es gibt auch unter Kritikern von Waldorfschulen welche, die behaupten, das dieses System zu psychischen und sozialen Störungen führen kann. Hm…

    Ich gönn Dir Deine Meinung – kein Problem. Aber manchmal wundere ich mich schon, wieviel Meinung man bei vergleichsweise wenig Wissen haben kann…

  18. Ich fühle mich von Dir durch verbale Gewalt zur „Umpolung“ meines Verstandes gedrängt!
    Lass es sein.
    EoD. Ende der Diskussion

  19. Wer behauptet da eigentlich, der Therapieerfolg sei nicht wissenschaftlich belegbar? Ich meine, schon Artikel gelesen zu haben, die auf entsprechende Studien verwiesen – die wissenschaftlichen Texte selbst habe ich natürlich nicht gelesen, da mir dazu das entsprechende Fachwissen fehlt…
    Nur mal als sachliche Nachfrage und gar nicht polemisch zu verstehen (muss man bei der derzeitigen Diskussionshitze ja mal anmerken…)

  20. Avatar von harey

    Womit hab ich mich disqualifiziert?

    Ich habe lediglich gefordert Bach_blueten und ähnliches nicht zu verbieten, ich glaube nicht dass es wirkt, ich glaube auch nicht an Horoskope, die solte man aber trotzdem nicht verbieten.

    Und soweit ich weiss bezieht sich die allgemeine Kritik bei Bah-Blueten und ähnlichen darauf dass Patienten _nur_ diese Behandlungen und nicht die „normalen“ durchfuehren, dadurch mag dem Patienten Schaden entstehen, aber die Therapie selbst richtet den Schaden nicht an. Schliesslich kann auch jeder Patient z.B. eine Strahlenbehandlung fuer Krebs ablehnen, das mag auch Schaden anrichten.

    Und bitte nenn mir eine Quelle in der auf wissenschaftlicher Basis der Schaden von Bach-Blueten und ähnlichem belegt wird!

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