Universum: der Spielraum Gottes schrumpft ?

universe-thomas-hawk.jpgLesen Sie im Folgenden, was dabei herauskommt, wenn Kosmologen philosophieren. Nicht ein Universum gebe es, sondern möglicherweise unendlich viele. Das wäre erstmal kein Problem, wenn es so wäre. Kein Problem für die Theologie zumindest. Denn die Urfragen bleiben bestehen: woher kommt alles, warum ist alles, worin ist alles ?

Zu der Multiversentheorie findet man einen anschaulichen Videobeitrag bei „Dr. Max erklärt die Welt“ ( > hier ansehen). Dieser Beitrag ist – ganz gut soweit.

Was nicht mehr gut ist, ist folgender Artikel in der ZEIT. Es liegt allerdings nicht an der ZEIT, sondern an den Personen dieses Artikels. Hier werden nämlich zwei Kosmologen interviewt – zur Multiversentheorie. Sie steigen in die Argumentation naturwissenschaftlich ein – und ohne, dass der unbedachte Leser es vermuten oder denn gar merken würde, haben sie die Grundlagen der Naturwissenschaft verlassen. Und befinden sich mitten in einem philosophischen und theologischen Weltbild.

Sie gehen nämlich davon aus, dass die Unendlichkeit existiere. Eine Annahme. Eine bloße Annahme. Die aber als Gewissheit verkauft wird. Daraus folgern die Wissenschaftler, die sich nun nicht mehr als Natur- , sondern plötzlich als Geisteswissenschaftler versuchen: Gott gebe es eigentlich nicht. Denn alles existiere unendlich oft in der Unendlichkeit. Ein verlockender Gedanke. Aber er wird wohl nicht stimmen. Denn die Forscher meinen – nun im Philosophischen angelangt – , dass es demnach ja jede erdenkliche Möglichkeit, jede Situation, die es gibt, unendlich oft geben müsste. Und in jeder Abwandlung.

Spätestens hier kann dem – aufmerksamen – Leser bewußt geworden sein, dass man den Boden der Naturwissenschaft längst verlassen hat und sich in philosophischen Spekulationen befindet. Nehmen Sie dies wahr, wenn Sie diesen Artikel lesen. Denn diese Verschiebung zwischen Faktenwissen und subjektivem Weltbild geschieht ganz schleichend und unmerklich – und dieses Weltbild wird somit als „wirklich“ verkauft. Der unaufmerksame Leser wird zudem den Eindruck gewinnen, die Existenz Gottes sei irgendwo widerlegt – naturwissenschaftlich.

Gerade das Gegenteil ist aber der Fall. Denn was Sie geboten bekommen, sind: subjektive Wirklichkeitskonstruktionen, also Weltbilder. Denn diese Erkenntnisse – wenn es denn welche sind – lösen die Gottesfrage in keinster Weise. Sie sagen nichts darüber aus, ob Gott existiert, oder nicht. Stattdessen befinden wir uns im persönlichen, subjektiven Weltbild der beiden Kosmologen, die eben meinen, Gott gebe es nicht. Dass sie damit zu kurz denken, können Sie an unzähligen Artikeln in der theolounge selbst nachspüren.

Lesen Sie > hier besagten ZEIT Artikel. Und lesen Sie > hier, warum die Annahme, es gebe die Unendlichkeit, durchaus problematisch ist.

Lesen Sie auch: > Was ist Wirklichkeit ? – Formen des Nichtwissens (F.A.Z)
> Wo steckt Gott ? – Theologie, Philosophie & Wissenschaft

Bild:Thomas Hawk , flickr.com

18 Gedanken zu “Universum: der Spielraum Gottes schrumpft ?

  1. Hast du den Artikel in der Zeit eigentlich gelesen?
    Und verstanden?

    Ich glaube nicht….

    Die zwei Kosmologen betonen dass eine Theorie erst bestätigt wird wenn sie Vorraussagen macht die dann durch Experimente bestätigt werden.
    Solange das nicht passiert ist diese Theorie einzig eine mögliche Erklärung der Realität.
    Natuerlich kann man nicht direkt beweisen dass es Multiversen gibt, aber falls diese Theorie auch Aussagen ueber andere messbare Einheiten macht ist dies als Bestätigungzu bewerten.

    Die zwei sagen eindeutig dass ihre Theorie weder die Existenz noch die Nicht-Existenz Gottes beweist.
    Als sie gefragt werden, ob sie an Gott glauben sagen sie nein.

    Und wo war jetzt noch mal dein Problem??

    harey

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  2. Ich nehme mal wieder die Rolle als „rationaler Hofnarr“ ein.
    Es wird in dem Artikel mehrmals und ausdrücklich darauf hingewiesen, was Theorie und Spekulation und was die Motivation und der wissenschaftliche Ausgangspunkt dafür ist. Nicht jede Spekulation ist übrigens eine philosophische, auch wenn mir der abwertende Gebrauch des Begriffs, so wie Du ihn hier vewendest, natürlich gefällt; der Gedanke, dass zwei Theoretiker, die sich über die Reichweite wissenschaftlicher Theorien Gedanken machen, auf einmal in der Geisteswissenschaft oder Philosophie betreiben, ist wohl eher in der Furcht begründet, dass all die Schwammigkeiten, die aus beiden Gebieten zur Gottesfrage kommen, vielleicht doch naturwissenschaftlicher Überprüfung unterliegen könnten. Das wird man aber nicht dadurch verhindern können, dass man einen großen Stempel draufpappt: Bitte nicht drüber reden, das war doch mal Geisteswissenschaft.
    Aber es erklärt auch die Beunruhigung über ein paar Thesen, die für die Theologie ja „gar kein Problem“ sind, von zwei Forschern, die noch nicht mal Gott ausschließen wollen — als hätten die zur atheistischen Revolution aufgerufen.

    Kosmologie erzeugt also „Weltbilder“? Tja, das ist Zweck der Veranstaltung. Nur leider sind die eben nur solange subjektiv, bis sie überprüfbar gemacht worden sind. Ob das funktioniert und ob die Theorie überhaupt irgendwie stimmt, kann man aus wissenschaftlicher Sicht relativ gelassen abwarten. Aber scheinbar nicht aus theologischer.

    Sehr ironisch finde ich aber den Schluss: „Stattdessen befinden wir uns im persönlichen, subjektiven Weltbild der beiden Kosmologen, die eben meinen, Gott gebe es nicht. Dass sie damit zu kurz denken, können Sie an unzähligen Artikeln in der theolounge selbst nachspüren.“
    Da bringen zwei Theoretiker eine Theorie über den Aufbau der Natur, wie er sich aus den physikalischen Modellen ergeben könnte, und denen wird vorgehalten, das seien ja nur subjektive Vermutungen. Und dass sie zu kurz „denken“ (nicht „sich irren könnten“), sieht man dann wirklich an den subjektiven, sich auf keinerlei Nachweisbares berufendes, seit Jahrhunderten nur marginal überarbeiteten, theologischen Spekulationen hier?
    Wie gesagt: reich an Ironie.

    Vielleicht bedarf es doch noch ein bisschen Reflexion, wie sich Wissenschaft der Wirklichkeit nähert und wie man sich als Theologe zu beidem verhält: zur Wissenschaft wie zur prüfbaren Wirklichkeit.
    Von Wissenschaftlern zu fordern, nur noch über endgültig Bewiesenes zu reden, könnte allerdings auch auf einen selbst zurückfallen.

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  3. @Harey und Kamenin

    Ja, hab den Artikel schon gelesen. Kam mir so vor, dass beides mit einander recht vermengt wird in dem Artikel. Das stört mich deshalb, weil auch einige Naturwissenschaftler erst naturwissenschaftlich argumentieren, und dann plötzlich umschwenken zu persönlichen Glaubensaussagen. Das wollte ich hier mal demonstriert habe.

    Nein, die Multiversentheorie stresst micht nicht. Sondern nur die Sache, dass dann automatisch die Gottesfrage mit hineingenommen wird in das Interview, so ganz beiläufig. Drum kann der Anschein enstehen, den ich beschrieben habe. Und das ist gefährlich.

    @kamenin
    Ja, ist mir durchaus klar, dass diese Glaubensaussagen auch Glaubensdinge sind 😉 …aber in einem naturwissenschaftlichen Artikel haben sie eigentlich keinen Platz. Dass wir hier uns um Glaubensdinge bemühen, ist ja vollkommen offensichtlich 😉
    Aber ein kosmologischer Artikel sollte damit einfach vorsichtig sein, weil eben sonst der Eindruck entstehen kann, den ich oben beschrieben habe.

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  4. @ Harey:

    das Problem ist, dass persönliche Glaubensaussagen in ein kosmologisches Erklärungsmodell eingebettet werden. Das hat hier nichts zu suchen. Auf der theolounge vielleicht, dort aber eigentlich nicht.

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  5. @theolounge

    Ich stimme dir nicht zu, ich hatte nicht den Eindruck dass in dem Interview Glaubensfragen und Wissenschaft vermischt wurden. Die zwei Kosmologen haben eine, wie vorher schon bemerkt, bisher völlig spekulative Theorie präsentiert, es wird auch nicht bestritten dass die Theorie rein spekulativ ist da ihre Aussagen bisher nicht ueberpruefbar sind.

    Keiner der beiden Wissenschaftler zieht aus der Theorie irgendwelche Schluesse ueber die Existenz Gottes!! Ledeiglich auf die Frage ob sie PERSÖNLICH an Gott glauben antworten sie mit nein. (Man sollte auch Wissenschaftler noch ihre Glaubensfreiheit lassen, oder etwa nicht?)

    Ich sehe keinerlei „Verbindung zwischen Faktenwissen und subjektivem Weltbild“, bei dieser Theorie handelt es sich nicht mal um Faktenwissen, sie ist rein spekulativ.

    Und an welchem Punk werden hier persönliche Glaubensaussagen in ein kosmologisches Erklärungsmodell eingebettet?

    harey

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  6. Ach, mich wundert ja schon gar nichts mehr.
    Bei der Lektüre der ganzen Zeit-Kommentare musste ich mehr als einmal ein Einsteins Relativitätstheorie denken. Genau der gleiche Brei kam damals aus der Öffentlichkeit und sogar noch aus weiten Teilen traditioneller, heute ganz alt aussehender Physik: der spinnt ja; das kann er ja nie beweisen; das ist ja absurd; lass mir doch von einem Physiker mein Weltbild nicht kaputt machen…
    Und vermutlich haben diese Unkenrufe jede wissenschaftliche Neuerung begleitet, die unser Weltbild verändert hat.

    Das ist natürlich kein Argument, dass diese Vorstellungen sich hier als ähnlich wahr herausstellen werden. Aber es ist schon fortgeschrittener Wissenschafts-Analphabetismus, wenn man heute immer noch nicht verstanden hat, dass man an den Grenzen der Wissenschaft die Grundannahmen nehmen und aus denen heraus spekulieren und hypothetisieren _muss_.
    Und wenn man das tut — darf man dann kein Interview mehr geben, wenn man gefragt wird? Auch wenn man fünfmal sagt, dass man gerade Theorien aufstellt und noch an der Überprüfbarkeit arbeiten muss?

    Und dann sammeln sich die Illiteraten der Masse im Zeitforum und wollen allen ernstes den beiden Theoretikern das Theoretisieren erklären:
    „Wie der Big-Bang reines Marketing um sich seiner eigenen Bedeutung als Forscher zu vergewissern.“
    „Irgendwas läuft schief in der theoretischen Physik.“
    Tja, hätten die beiden Theoretiker mal erst Hans-Dieter aus dem Zeit-Forum gefragt, ob der das alles für plausibel hält.

    Bevor sich mein Kulturpessimismus in gröberen Worten ausdrückt, hör ich mal lieber auf…

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  7. @theolounge

    Diese ganze Diskussion auf zeit.de ist ein Ausdruck unglaublicher Naivität .

    Wie glaubst du eigentlich funktioniert theoretische Physik?

    Die Entwicklung neuer theoretischer Modelle ist nun mal mathematisch und oft sehr hypothetisch, doch es geht nicht anders, also:

    Es gibt in der Physik ungelöste Probleme (das sind die Stellen an denen du immer Gott vermutest), die gab es immer und die wird es wohl auch immer geben. Will man diese Probleme lösen sucht man nach mathematischen Modellen die eine Lösung besitzen, die das besagt beschreibt und nicht bisherigen Erkentnissen widerspricht. Diese mathematische Lösung sollte dann auch Aussagen machen, die man ueberpruefen kann.
    Nächster Schritt, man versucht die Hypothese anhand von Experimenten zu falsifizieren oder verifizieren, solange das nicht geschieht sind es reine Hypothesen, wenn eine experimentelle Bestätigung gelingt hat man eine neue Theorie, die ständig experimentell ueberprueft wird.

    Die besagte Multiversentheorie ist eine Hypothese, sie löst offensichtlich gewisse Probleme in der Kosmologie ist allerdings mitnichten experimentell bestätigt. Allerdings scheint es mir ganz sinnvoll wenn die zwei Herren das ganze nicht fuer sich behalten, schliesslich wollen sie ja, dass ihre Hypothese irgendwann bestätigt wird, das liest dann der Herr von der Zeit, findet es interessant und interviewt die beiden. Und dann versuchen sie ihre Hypothese ein bisschen zu erklären ohne mit zu viel Mathematik anzukommen. Die zwei behaupten zu keinem Zeitpunkt dass ihre Hypothese stimmt!

    Und jetzt noch mal die Frage:
    wo war da noch mal dein Problem?
    Immer noch kein Gottesbeweis?
    Es gibt Atheisten?
    Die duerfen tatsächlich öffentlich sagen dass sie nicht an Gott glauben? (das heisst ja nicht mal dass sie Atheisten sind, könnten auch Agnostiker sein)
    Artikel mal so ueberflogen, nicht verstanden und festgestellt dass da zwei Kosmologen das Wort unendlich benutzen und dann auch noch zugegeben haben, dass sie Atheisten sind und so richtig wuetend geworden?

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  8. @Harey

    wo war da noch mal dein Problem?

    > Das Problem ist, dass es in den Medien oft geschieht, dass Naturwissenschaft und Gott vermengt werden. Für viele Menschen ergibt sich der Trugschluss, Gott wäre naturwissenschaftlich widerlegt oder nicht akzeptabel.
    Dies wollte ich an diesem Text demonstrieren. Denn das sind gefährliche Trugschlüsse. Ich habe nichts gegen Naturwissenschaften übrigens.

    Immer noch kein Gottesbeweis?

    > die Naturwissenschaft wird sich schwer tun, Gott zu beweisen, ebenso die Kosmologie. Denn die Fragestellung nach Gott ist eigentlich in dem engen naturwissenschaftlichen Denkmodell nicht enthalten bzw. nicht zulässig.

    Es gibt Atheisten?

    > Ja. Aber sie sollen nicht (s. Punkt 1) durch solch eine verschwimmende Berichterstattung das Gefühl bekommen, das ich oben beschrieben habe – weil es eben falsch ist.

    Artikel mal so ueberflogen, nicht verstanden

    > was gibt es dann da nicht zu verstehen, bitte ??

    und festgestellt dass da zwei Kosmologen das Wort unendlich benutzen

    > ja, wo ist das Problem ? Das Problem ist, dass sie es – zumindest in dieser Berichterstattung – unreflektiert tun. Sie gehen von der philosophischen Vorstellung aus, dass die Unendlichkeit existiere. Dies ist eine Annahme. Und darauf muss man hinweisen, denke ich. Denn wenn jemand etwas in der Öffentlichkeit sagt und man dazu schweigt, dann bedeutet dies, dass man zustimmt. Das tue ich so aber nicht.

    und dann auch noch zugegeben haben, dass sie Atheisten sind und so richtig wuetend geworden?

    > Ich bin nicht wütend, weil jemand Atheist ist. Zudem bin ich nicht ohne weiteres wütend zu machen. Der Artikel hat mich auch nicht wütend gemacht, also da muss schon viel mehr kommen.
    Aber ich meine, man muss etwas dazu sagen…wie gesagt: tut man es nicht, wird das als Zustimmung ausgelegt.
    Drum kommentierst Du ja hier auch, nicht wahr 😉

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  9. > Das Problem ist, dass es in den Medien oft geschieht, dass Naturwissenschaft und Gott vermengt werden. Für viele Menschen ergibt sich der Trugschluss, Gott wäre naturwissenschaftlich widerlegt oder nicht akzeptabel.
    Dies wollte ich an diesem Text demonstrieren. Denn das sind gefährliche Trugschlüsse. Ich habe nichts gegen Naturwissenschaften übrigens.

    Ich hatte nur so gar nicht das Gefuehl da will jemand Gott naturwissenschaftlich widerlegen, ich halte das fuer eine Art Paranoia, Naturwissenschaftler sind nicht daran interessiert Gott zu beweisen oder zu widerlegen.

    > die Naturwissenschaft wird sich schwer tun, Gott zu beweisen, ebenso die Kosmologie. Denn die Fragestellung nach Gott ist eigentlich in dem engen naturwissenschaftlichen Denkmodell nicht enthalten bzw. nicht zulässig.

    Wie gesagt, ist nicht der Bereich der Naturwissenschaft und wohl auch nicht möglich. (genauso wenig wie das Gegenteil, aber das ist meine Meinung)

    >>Artikel mal so ueberflogen, nicht verstanden

    > was gibt es dann da nicht zu verstehen, bitte ??

    das Konzept einer Hypothese, was eine Theorie und was eine Hypothese ist, inwiefern die zwei glauben ihre Hypothese sei die Wahrheit und nicht als die Wahrheit……..

    > ja, wo ist das Problem ? Das Problem ist, dass sie es – zumindest in dieser Berichterstattung – unreflektiert tun. Sie gehen von der philosophischen Vorstellung aus, dass die Unendlichkeit existiere. Dies ist eine Annahme. Und darauf muss man hinweisen, denke ich. Denn wenn jemand etwas in der Öffentlichkeit sagt und man dazu schweigt, dann bedeutet dies, dass man zustimmt. Das tue ich so aber nicht.

    Unendlichkeit ist ein mathematisches Konzept, und Kosmologen, Mathematiker und Physiker verwenden das meiner Meinung nach weit ueberlegter als du das tust.
    Theoretische Physik besteht aus Formeln, und in manchen kommt dann auch unendlich vor, dass das menschliche Gehirn sich Unendlichkeit nicht vorstellen kann ist ein anderer Punkt.
    Aber frag mal ein paar Physiker ob sie die Quantenmachanik oder die Relativitätstheorie verstanden haben……..
    Manche Dinge kann man eben nicht verstehen, aber mathematisch trotzdem erfassen.

    > Ich bin nicht wütend, weil jemand Atheist ist. Zudem bin ich nicht ohne weiteres wütend zu machen. Der Artikel hat mich auch nicht wütend gemacht, also da muss schon viel mehr kommen.
    Aber ich meine, man muss etwas dazu sagen…wie gesagt: tut man es nicht, wird das als Zustimmung ausgelegt.
    Drum kommentierst Du ja hier auch, nicht wahr 😉

    yep 🙂

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  10. @Harey

    Unendlichkeit ist ein mathematisches Konzept, und Kosmologen, Mathematiker und Physiker verwenden das meiner Meinung nach weit ueberlegter als du das tust.

    > ich verwende das jetzt nicht gerade sonderlich unüberlegt. Ich überlege vielmehr sogar, ob es sie gibt, die Unendlichkeit. Nach oben hin kann man sich dies Vorstellen: zu jedem Schritt kann man einen weiteren hinzusetzen.
    Aber kann man ein Teilchen immer mehr teilen ? Ich denke nicht. Drum besteht die Überlegung: wenn es die Unendlichkeit nach unten hin womöglich nur als mathematisches Konstrukt gibt – also sie physikalisch nicht existiert nach unten hin – , so könnte dies nach oben hin auch gelten. Es gibt sie womöglich nicht, die Unendlichkeit.

    Es gibt sie nur im geschlossenen mathematischen System. Das ist so etwas wie eine Dogmatik – die innerhalb ihrer Vorgaben funktioniert. Aber physikalisch muss das nicht der Falls sein.

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  11. @theolounge

    ich verwende das jetzt nicht gerade sonderlich unüberlegt. Ich überlege vielmehr sogar, ob es sie gibt, die Unendlichkeit. Nach oben hin kann man sich dies Vorstellen: zu jedem Schritt kann man einen weiteren hinzusetzen.

    >und ich dachte darueber wuerdest du dich beschweren???

    Aber kann man ein Teilchen immer mehr teilen ? Ich denke nicht. Drum besteht die Überlegung: wenn es die Unendlichkeit nach unten hin womöglich nur als mathematisches Konstrukt gibt – also sie physikalisch nicht existiert nach unten hin – , so könnte dies nach oben hin auch gelten. Es gibt sie womöglich nicht, die Unendlichkeit.

    >blödes Argument, Unendlichkeit „nach unten“ hat nichts mit Unendlichkeit zu tun, und zwei unterschiedliche Dinge miteinander zu vergleichen macht eben meist keinen Sinn.
    Manche kosmologischen Modelle haben eben solche Lösungen, wenn diese Modelle die Wirklichkeit beschreiben so ist das ein Indiz dass sie stimmen, ein Beweis freilich nicht, mehr sagt auch kein Kosmologe.

    und mal ne andere frage, was ist denn dann am Rande des Universums, ne Mauer??? und hinter der Mauer??? 😉

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  12. @Harey

    ich verwende das jetzt nicht gerade sonderlich unüberlegt. Ich überlege vielmehr sogar, ob es sie gibt, die Unendlichkeit. Nach oben hin kann man sich dies Vorstellen: zu jedem Schritt kann man einen weiteren hinzusetzen.

    >und ich dachte darueber wuerdest du dich beschweren???
    >> ich frage nur, ob es sie gibt, die Unendlichkeit. Denn diese beiden Kosmologen gehen einfach mal schnell so davon aus, dass es sie gibt.

    Aber kann man ein Teilchen immer mehr teilen ? Ich denke nicht. Drum besteht die Überlegung: wenn es die Unendlichkeit nach unten hin womöglich nur als mathematisches Konstrukt gibt – also sie physikalisch nicht existiert nach unten hin – , so könnte dies nach oben hin auch gelten. Es gibt sie womöglich nicht, die Unendlichkeit.

    >blödes Argument, Unendlichkeit “nach unten” hat nichts mit Unendlichkeit zu tun, und zwei unterschiedliche Dinge miteinander zu vergleichen macht eben meist keinen Sinn.
    >> doch, das hat eben schon was mit Unendlichkeit zu tun. In der Mathematik kein Problem, in der Physik funktioniert es aber wohl nicht. Drum ist die Frage, ob die Unendlichkeit existiert.

    Manche kosmologischen Modelle haben eben solche Lösungen, wenn diese Modelle die Wirklichkeit beschreiben so ist das ein Indiz dass sie stimmen, ein Beweis freilich nicht, mehr sagt auch kein Kosmologe.

    und mal ne andere frage, was ist denn dann am Rande des Universums, ne Mauer??? und hinter der Mauer???
    >> das kann ich Dir auch nicht beantworten, denn wir Menschen können dies nicht denken. Weil wir diese Lücke füllen wollen, setzen wir die Unendlichkeit an ihre Stelle – wie schon gesagt, vielleicht ist sie nur ein Konstrukt. Ein ziemlich abstruses.

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  13. @theolounge

    die Unendlichkeit ist schwer vorzustelle, genauso wie uebrigens das Gegenteil (die besagte „Mauer“).

    Also, zwei Möglichkeiten die beide mit der beschränkten Vorstellungskraft das Menschen kollidieren.
    Da scheint es mir ganz vernuenftig nicht mit unsinnigen Vergleichen anzukommen, („Unendlichkeit nach unten“ hat wie gesagt nicht das geringste mit Unendlichkeit zu tun!!!!).

    Mit dieser Art von Argumentation kannst du die gesamte moderne Physik widerlegen. Das menschliche Gehirn ist zu sehr an den Alltag gewöhnt, es ist nur sehr bedingt in der Lage sich Dinge vorzustellen die davon abweichen. Und so ist es mit der Relativitätstheorie, mit grossen Teilen der Kosmolgie und vor allem mit der Quantenmechanik. All diese Theorien weichen sehr stark von normaler menschlicher Vorstellung ab, wurden aber in eben diesen Punkten experimentell sehr gut belegt.

    Und in Punkten in denen meine Vorstellung versagt, wuerde ich eher an mathematisch konsistente Modelle glauben als an blabla-Argumentationen, die auf unzulässigen Vergleichen aufgebaut sind.

    Kosmologie nimmt Unendlichkeit nicht als gegeben hin, Unendlichkeit ist innerhalb kosmoligischer Modelle notwendig!

    harey

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  14. @Harey

    Wenn die Unendlichkeit in der Kosmologie scheinbar keine Rolle spielt, wie Du meinst, so erkennt man daran sehr klar, dass auch die Kosmologie eben Denkmodelle voraussetzt, in dem Fall die Frage nach der Unendlichkeit vielleicht einfach ausklammert (bis auf die beiden Kosmologen im Zeitartikel).

    Dennoch argumentieren die beiden mit dem Unendlichkeitsbegriff, den auch ich in „Der lange Atem der Unendlichkeit“ gebrauche. Insofern kann ich nicht erkennen, warum Du sagst, dies sei nicht zulässig.
    Die beiden Kosmologen argumentieren nämlich gerade damit.

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  15. @Harey

    Die Unendlichkeit ist nämlich auch ein philosophisches Problem. Und in dieser Art wird es in dem Zeitartikel auch behandelt.

    Drum hat die Unendlichkeit nach unten hin durchaus eine große Relevanz dafür, ob die Unendlichkeit überhaupt existiert.

    Ich löse hiermit übrigens nicht die Frage, was denn wäre, wenn es die Unendlichkeit nicht gibt (bzw. ich könnte dies mit Gott auflösen, tu ich hier in dem Kommentar jetzt aber nicht).

    Es ist einfach so, dass die Unendlichkeit möglicherweise nicht existiert, also ein Konstrukt ist.

    Was wir aber dann an ihre Stelle setzen sollten, wissen wir ebenfalls nicht (sofern man nicht auf Gott hinaus wil).

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