Aus einer gestern veröffentlichten Yahoo-Umfrage geht leider mal wieder der Zeitgeist unserer Gesellschaft in Sachen Liebe und Partnerschaft hervor. Demnach sind Männer zu einem Drittel eher darauf aus ihre handwerklichen Fähigkeiten zu verbessern, als auf die Wünsche ihrer Partnerinnen einzugehen und bessere Liebhaber zu werden. Lediglich ein Zehntel der Männer will sich auf den Hosenboden setzen, um ein besserer Liebhaber zu sein. Bei den Frauen gaben nur sechs Prozent an, bessere Liebhaberinnen sein zu wollen; jede Dritte Frau will sich lieber dem Thema Gesundheit und Wellness widmen.
Meine lieben Damen…
Die Liebe und Verfassung einer Beziehung gehört ja zum Glück nicht zur Gesundheit und der seelischen Verfassung des Menschen. Darum können sie sich weiter beruhigt der Wellness widmen!
…und Herren!
Wenn Sie sich weiterhin nur noch handwerklichen Tätigkeiten widmen wollen, hat Ihr „Bohrer“ seinen Platz bald wirklich nur noch in der Heimwerkstatt!
Angesichts solcher Umfrageergebnisse wird der Zeitgeist unseres Egoismus wieder schmerzlich kundgetan. Noch nie sind so viele Beziehungen und Ehen gescheitert wie den letzten Jahren. Tendenz…? Partnerschaft heißt eben auch Opfer bringen und „ein“ gemeinsames Privatleben aufzubauen. Die Entscheidung für ein gemeinsames Leben, womit eigene Interessen nicht vom Tisch verschwinden müssen, birgt auch Absagen an alte und andere Gewohnheiten in sich. Wenn man sich für etwas entscheidet, schließt man auch gleichzeitig andere Dinge aus. Einige Dinge müssen Prioritäten untergeordnet werden. Wenn der Mensch, den man lieben sollte den zweiten Platz hinter eigenen Interessen belegt, stellt sich die Frage, welchen Begriff von Liebe unsere lieben Leut von heut denn so haben. Es sieht so aus, als ob der Partner zum Lebensabschnitt-Gefährte und Genussmittel geworden ist, das man auswechselt, wenns eben nicht mehr klappt. Dass die Menschen selbst die Ursache und Grund des Beziehungsruins sind fällt ihnen dabei offenbar nicht auf. Der Partner verliert hier den Status als einmaliger, nicht zu ersetzender Mensch. Liebe muss an erster Stelle stehen. Bewahrt man sie aber wie ein kaltes Bier im Kühlschrank nach der Arbeit auf, ist sie vielleicht etwas zu kalt für den Magen! Erst behandeln die Leute Liebe wie Ware und wundern sich, dass sie kaputt geht. Es liegt vielleicht daran, dass wir ernten was wir sähen.
Einfach mal bei Yahoo reinschauen!



Kommentar verfassen