
Gerade erst ist der mit Spannung erwartete Horrorfilm „Backrooms“ von A24 in den Kinos angelaufen und sorgt weltweit für weiche Knie im Kinosessel. Der Regisseur Kane Parsons hat es geschafft, die unheimlichen, endlosen Korridore mit ihren gelben Tapeten auf die ganz große Leinwand zu bringen. Genau in diesem Moment, in dem das Kino den kollektiven Albtraum feiert, taucht im Netz eine völlig andere, faszinierende Interpretation auf. Was passiert nämlich, wenn man creepy Luna, ihres Zeichens ja Vampirin, mitten in dieses gelbe Labyrinth hineinsetzt?
Ein Tanz im leeren Raum
Ein aktuelles Video auf dem Kanal god_fish | monsta_one wagt genau dieses Experiment. Statt der nackten Panik, die uns aktuell im Kinofilm den Atem raubt, erleben wir hier eine fast schon hypnotische Performance. Luna läuft in ihrem düsteren Goth-Look – mit tiefdunklem Make-up gemeinsam mit ihren beiden Begleitern Sel und Lem barfuß durch die schmutzigen, verlassenen Hallen.
Der Clip bricht dabei auf herrlich erfrischende Weise mit den typischen Genremustern. Während die Figuren im Kinofilm um ihr Überleben rennen, verwandelt Lunas Gruppe das unheimliche Labyrinth in eine Bühne für einen rhythmischen, düsteren Tanz. Relativ zu Beginn sagt Luna „this is the life“. Das gibt der ohnehin schon surrealen Kulisse eine ganz eigene, magische Wirkung. Der Kontrast zwischen der düsteren Ästhetik der Tanzenden und der Trostlosigkeit der Umgebung funktioniert erstaunlich gut.
Warum uns die gelben Gänge so fesseln
Diese kreative Antwort auf den aktuellen Kinostart zeigt, wie lebendig die digitale Popkultur ist. Der Schrecken wird hier nicht einfach nur kopiert, sondern in etwas völlig Neues umgewandelt. Die heruntergekommenen Wände und die herabhängenden Deckenplatten sind plötzlich kein reiner Ort des Schreckens mehr, sondern der Hintergrund für ein stylisches Kunstwerk.
Während das Kino uns das Fürchten lehrt, zeigt uns dieser Clip, wie man der gähnenden Leere des Labyrinths mit eigener Kreativität trotzt. Das gelbe Grauen verliert dadurch vielleicht ein wenig von seinem Schrecken, gewinnt dafür aber eine absolut faszinierende, neue Ebene hinzu.
Das kurze Video zu diesem surrealen Tanz im gelben Nichts gibt es hier zu sehen:



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