
Das Tor zu den Vogesen
Wer das Elsass abseits der ganz großen Touristenströme entdecken möchte, sollte unbedingt in Thann Halt machen. Die charmante Kleinstadt liegt ganz im Süden der berühmten Elsässischen Weinstraße und schmiegt sich malerisch an den Fluss Thur. Hier treffen historische Gassen auf steile Weinberge und die wilde Natur der Region.
Ein Hauch von Straßburg
Das absolute Herzstück der Altstadt ist die Stiftskirche Saint-Thiébaut. Sie gilt neben dem Straßburger Münster als eines der schönsten Meisterwerke der gotischen Baukunst am Oberrhein. Besonders beeindruckend ist die riesige Westfassade mit Hunderten von detailreichen Steinfiguren, die lebendige Geschichten erzählen. Der filigrane, fast 78 Meter hohe Münsterturm prägt das gesamte Stadtbild und zieht die Blicke schon von Weitem an.
Wein aus Vulkangestein
Direkt hinter den historischen Häusern erhebt sich der Rangen. Das ist der südlichste Grand Cru Weinberg im Elsass und eine echte Besonderheit. Die Reben wachsen hier an extrem steilen Hängen auf reinem vulkanischen Boden. Die hiesigen Winzer müssen echte Kletterkünstler sein. Wer den Weg nach oben auf sich nimmt, wird mit einer großartigen Aussicht belohnt und kann in den gemütlichen Weinstuben der Stadt einen herrlich mineralischen Riesling genießen.
Das Auge der Hexe
Für einen kleinen Ausflug zu Fuß bietet sich der kurze Aufstieg zur Ruine der Engelsburg an. Als die Burg im 17. Jahrhundert zerstört wurde, stürzte ein riesiger, runder Teil des Turms um und blieb seitlich auf dem Hügel liegen. Wenn man heute von unten heraufschaut, wirkt der steinerne Ring wie eine riesige Pupille. Die Einheimischen nennen die Ruine deshalb liebevoll das „Hexenauge“ (Œil de la Sorcière).
Warum sich der Stopp lohnt
Thann bietet die perfekte Mischung für ein entspanntes Wochenende. Die Stadt ist überschaubar, herrlich gemütlich und verbindet erstklassigen Weinguss mit reicher Geschichte. Zudem ist sie der ideale Startpunkt, um die grünen Gipfel der Vogesen zu erwandern.



Kommentar verfassen