
Himmlische Kündigung
Der Vatikan wird ein Stückchen exklusiver: Papst Leo hat offiziell beschlossen, seine US-Staatsbürgerschaft abzulegen. Künftig möchte das Kirchenoberhaupt ausschließlich als Bürger des Vatikans geführt werden. Damit zieht er die Konsequenz aus seinem wachsenden Unmut über die politische Linie in Washington. Vor allem das Gebaren von Donald Trump scheint dem Pontifex so sauer aufgestoßen zu sein, dass er nun lieber auf die Vorzüge eines amerikanischen Passes verzichtet, um ein deutliches Zeichen zu setzen.
In Kirchenkreisen heißt es, der Papst habe keine Lust mehr, Teil eines politischen Systems zu sein, dessen Werte er nur noch schwer mit der Lehre Jesu vereinbaren kann. Anstatt sich weiter mit den Launen des Weißen Hauses herumzuschlagen, konzentriert er sich nun voll und ganz auf seinen kleinen, aber feinen Stadtstaat. Die Steuererklärung für Onkel Sam dürfte damit ebenfalls der Vergangenheit angehören – ein Umstand, der im Vatikan hinter vorgehaltener Hand als „kleines Wunder“ gefeiert wird.
In Washington reagierte man gewohnt direkt. Gerüchten zufolge wird dort bereits geprüft, ob man dem Papst im Gegenzug die Einreiseerlaubnis für künftige Staatsbesuche entzieht oder ihn zumindest durch die Standard-Sicherheitskontrolle schickt. Leo hingegen zeigt sich gelassen. Wer den Schlüssel zum Himmelreich verwaltet, braucht sich um ein fehlendes Visum für Florida wohl kaum Sorgen zu machen. Die Schweizergarde bereitet sich derweil darauf vor, künftig noch genauer hinzuschauen, wer an die Pforten des Apostolischen Palastes klopft.
Ein letztes Amen
Am Ende bleibt ein Pontifex, der lieber in einer Gated Community mit Mauern aus dem Mittelalter lebt, als Teil der modernen Supermacht zu sein. Ob dieser Schritt die Politik in den USA ändern wird, ist fraglich. Klar ist jedoch: Im Vatikan ist man nun unter sich, und der Heilige Vater muss sich bei der nächsten Wahl zumindest keine Gedanken mehr darüber machen, wo er sein Kreuzchen setzt. Im Zweifel reicht ihm jetzt ein Blick nach oben.
1.4.2026



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